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Zwanziger kritisiert geplante Winter-WM in Katar

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Zwanziger kritisiert geplante Winter-WM in Katar

24.07.2013, 12:12 Uhr | dpa

Zwanziger kritisiert geplante Winter-WM in Katar. Theo Zwanziger ist ganz klar gegen eine WM im Winter.

Theo Zwanziger ist ganz klar gegen eine WM im Winter. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die Vergabe der WM 2022 an Katar als "eklatante Fehlentscheidung" kritisiert und sieht durch die geplante Verlegung des Turniers in den Winter außerdem die Einheit des deutschen Fußballs gefährdet.

Millionen Fans und Amateurfußballer hätten unter einer solchen Entscheidung zu leiden, sagte der 68-Jährige der "Sport Bild". Im Oktober will die Exekutive des Fußball-Weltverbandes, in der auch Zwanziger sitzt, über eine WM im Winter abstimmen.

Zwanziger hat seine ablehnende Haltung bereits angekündigt: "Die WM-Verschiebung in den Winter greift tief in die Strukturen der europäischen Landesverbände, aber auch in den Amateurfußball in Deutschland ein. Eine Spielplanänderung betrifft ja nicht nur die Bundesliga, sondern setzt sich durch die Verzahnung mit Auf- und Abstieg nach ganz unten fort. Die Spielpyramide ist in Gefahr und damit die Einheit des deutschen Fußballs."

FIFA-Boss Joseph Blatter hatte in der Vorwoche angekündigt, wegen der Sommerhitze müsse die WM im Winter gespielt werden. Auf Blatters Kehrtwende reagierte Zwanziger mit gemischten Gefühlen. "Ich bin einerseits erfreut, weil durch die Darstellung Blatters, der bei der WM-Vergabe selbst wohl nicht für Katar gestimmt hat, deutlich wird, was für eine eklatante Fehlentscheidung das war. Und dass die Mehrheit des Exkos gegen ein faires Vergabeverfahren gestimmt hat."

Für eine Winter-WM müsste der internationale Rahmenterminkalender angepasst werden. Die Folge wäre eine Bundesliga-Saison von Februar bis Oktober - mit entsprechenden Konsequenzen auch für die Amateure. Zwanziger fordert statt einer Abstimmung über eine Verlegung eine Neuvergabe des Turniers: "Wenn die Entscheidung damals wirklich falsch war, muss man sie aufheben und darf durch eine WM-Verschiebung nicht neue Belastungen für bisher Unbeteiligte verursachen."

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