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FIA: Harte Strafen für Fehler in der Boxengasse

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Harte Strafen für Fehler in der Boxengasse

26.07.2013, 15:19 Uhr | sid

FIA: Harte Strafen für Fehler in der Boxengasse. Gefährlich: Mark Webbers Reifen fliegt durch die Luft. (Quelle: AP/dpa)

Gefährlich: Mark Webbers Reifen fliegt durch die Luft. (Quelle: AP/dpa)

Tempolimit, Helmpflicht, Zugangsbeschränkung - Nach dem Unfall beim Großen Preis von Deutschland, als ein britischer Kameramann von einem Reifen des Red-Bull-Boliden von Mark Webber getroffen und verletzt worden war, hat der Automobil-Weltverband FIA Beschlüsse zur Verbesserung der Sicherheit in der Boxengasse getroffen. Nun will sollen offenbar weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Wie die Fachmagazine "Autosport.com" und "Speedweek.com" berichten, sollen Fehler der Boxencrews in Zukunft mit einer Rückversetzung in der Startaufstellung um zehn Plätze bestraft werden. Die FIA habe dies den Teams bei deren Ankunft am Hungaroring mitgeteilt.

Mindestzeit für Boxenstopps ist vom Tisch

Auf dem Nürburgring hatte Webber die Box verlassen, als noch nicht alle Räder fest verschraubt waren, ein solcher "unsafe release" soll künftig bestraft werden. Ein ebenfalls diskutierte Mindestzeit für Boxenstopps, welche die Hektik und damit die Wahrscheinlichkeit von Fehlern verringert hätte, soll dagegen verworfen worden sein.

Sebastian Vettel hatte sich schon zuvor wenig begeistert von solchen Überlegungen gezeigt. "Ich sehe es kritisch, die Boxenstoppzeit vorzuschreiben. Die Stopps wurden eingeführt, damit etwas passiert, und sie gehören zur Faszination des Sports", sagte der 26-Jährige.

Webber: Das Thema bekommt zu viel Aufmerksamkeit

Webber selbst, der vom Team vor dem Unfall zu früh losgeschickt worden war, kritisierte die Aufmerksamkeit, die dem Thema in den vergangenen Tagen zuteil wurde. "Die Medien füttern sich ein bisschen selbst damit, es ist ein bisschen wie bei dem royalen Baby", sagte der Australier. "Es gibt hier anscheinend nicht besonders viele Themen, darum reden wir immer noch darüber."

Erste Entscheidungen zur Erhöhung der Sicherheit hatte der Automobil-Weltverband FIA schon kurz nach dem Vorfall beim Großen Preis von Deutschland getroffen. So werden künftig nur noch Teammitglieder und Rennkommissare die Boxengasse betreten, Kamerateams dürfen nur noch von der Boxenmauer filmen. Zudem wird das Tempolimit in der Boxengasse von 100 Kilometer pro Stunde auf 80 reduziert. "Die Geschwindigkeit runterzusetzen war richtig und wichtig", sagte Vettel.

Rosberg befürwortet die Beschlüsse

Auch Nico Rosberg begrüßt diese Entscheidung, der Mercedes-Pilot steht zudem weiteren Beschlüssen offen gegenüber. "Ich vertraue der FIA voll", sagte er. "Die Formel 1 ist ein gefährlicher Sport und die FIA hat bereits wichtige Schritte unternommen, um die Sicherheit zu erhöhen. Mal schauen, was jetzt noch kommt."

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