Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Sahara-Hitze bei Skispringern, Fußballer mit Atemnot

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sahara-Hitze bei Skispringern, Fußballer mit Atemnot

28.07.2013, 14:55 Uhr | dpa

Sahara-Hitze bei Skispringern, Fußballer mit Atemnot. Vor der Zweitligapartie 1860 München gegen FSV Frankfurt in der Allianz Arena zeigt das Thermometer 50 Grad an.

Vor der Zweitligapartie 1860 München gegen FSV Frankfurt in der Allianz Arena zeigt das Thermometer 50 Grad an. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Temperaturen stiegen an diesem Wochenende auf über 40 Grad. Für die Leistungssportler wie Zuschauer eine große Herausforderung. Linderung brachten Eiswürfel, Sonnenschirme und Feuerwehrschläuche - oder auch eine Pudelmütze.

Aus langen Feuerwehrschläuchen spritzten die Helfer im Karlsruher Wildparkstadion mit Hochdruck Wasser auf die Zuschauerränge. Bei sengender Hitze von über 40 Grad brachte die Abkühlung den Fußballfans im badischen Glutofen etwas Linderung. Auch in den Toiletten lagen zur Abkühlung Wasserschläuche. Doch nicht nur in Karlsruhe stöhnten Athleten und Zuschauer über die brennende Sonne. Die extreme Hitze machte an diesem Sportwochenende in ganz Deutschland allen zu schaffen.

In Karlsruhe griff St. Paulis Kapitän Fabian Boll sogar gleich selbst zum Feuerwehrschlauch und versorgte die rund 3000 mitgereisten Fans mit Wasser. Gerne hätten auch die Zweitliga-Spieler des KSC und des FC St. Pauli eine kühle Dusche erhalten. Sie mussten bis zur ersten Extra-Pause nach 20 Minuten warten, ehe sie sich Wasser über den Kopf schütten und gierig den Durst löschen konnten. Trotz dieser außerplanmäßigen Unterbrechungen schwanden bei den Beteiligten gegen Ende die Kräfte. "In der zweiten Halbzeit hat man dann gemerkt, dass jeder Schritt wehtat", sagte KSC-Trainer Markus Kauczinski.

Ähnliche Wüsten-Erfahrungen machten die Beteiligten bei der Zweitliga-Partie Erzgebirge Aue gegen den SV Sandhausen. "Es war Wahnsinn", stöhnte Aues Kapitän René Klingbeil: "Man musste die ganze Zeit gucken, dass man zur Außenlinie rennt und Wasser zu sich nimmt, weil nach zwei, drei Minuten der Mund wieder total trocken war. Man hat kaum Luft gekriegt." In der Halbzeit kühlten sich die Spieler in der Kabine in einem Eisbecken ab.

Klingbeils Trainer Falko Götz kennt noch extremere Bedingungen. "Es geht noch schlimmer", meinte der Ex-Profi: "Ich war drei Monate in Vietnam, da ist das hier ein laues Lüftchen. Dort kommt die Luftfeuchtigkeit noch dazu." Götz hatte sich von Mai bis Dezember 2011 als vietnamesischer Nationaltrainer abgehärtet.

Auch beim Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München ordnete Schiedsrichter Jochen Drees nach 25 und 70 Minuten Trinkpausen an. Selbst noch am Abend herrschten im Dortmunder WM-Stadion tropische Verhältnisse.

Während die Zuschauer in Hinterzarten leicht bekleidet am Rand standen, sausten die Springer bei 36 Grad in voller Wintermontur die Schanze hinunter. Ihre Schaumstoffanzüge sind fünf Zentimeter dick. Andreas Wank trug sogar noch seine Pudelmütze. "Was im Winter vor Kälte schützt, schützt im Sommer erst Recht vor der Hitze", teilte er mit einem breiten Grinsen mit. Nach der Landung zogen sich die Athleten hastig die Kleidung aus und fuhren in kurzer Hose und Muskelshirt mit dem Lift wieder hinauf zur Schanze.

Nebenbei tranken die Sportler viel Wasser. "Bis zu vier Liter braucht ein Skispringer bei 36 Grad", klärte Teamarzt Mark Dorfmüller auf. Die Zuschauer suchten unter ihren mitgebrachten Sonnenschirmen Schutz. "Sonst würden wir verbrennen", sagte die Besucherin Birgit Jennichen. Die Feuerwehr aus Hinterzarten baute ein riesiges mobiles Wasserbecken auf, damit sich die Zuschauer erfrischen konnten.

Tage vor der Fußball-Zweitliga-Partie Cottbus gegen Paderborn am Sonntag hatte Energie-Trainer Rudi Bommer angeregt, wie in Spanien und Italien Spiele später anzupfeifen. Aufgenommen wurde dieser Gedanke nicht. Wohl aber der Berliner Trabrenn-Verein. In Absprache mit dem Veterinärsamt und dem Hauptverband für Traberzucht entschlossen sich die Veranstalter der Derbywoche auf die Gesundheit von Mensch und Pferd Rücksicht zu nehmen. Sie verlegten die ersten Starts auf den frühen Abend.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal