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Sebastian Vettel verliert beim Großen Preis von Ungarn die Dominanz

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Vettel verliert die Dominanz

29.07.2013, 14:32 Uhr | sid, t-online.de

Sebastian Vettel verliert beim Großen Preis von Ungarn die Dominanz. Muss sich Sebastian Vettel Sorgen machen? (Quelle: Reuters)

Muss sich Sebastian Vettel Sorgen machen? (Quelle: Reuters)

"Ich hätte gerne mehr erreicht", sagte ein alles andere als glücklich aussehender Sebastian Vettel bei der Siegerehrung zum Großen Preis von Ungarn. Der Weltmeister hat zwar erneut einen Podiumsplatz eingefahren und seine Führung in der WM-Wertung ausgebaut, musste aber auch erkennen, dass er gegen Lewis Hamilton dieses Mal keine Chance hatte. Der Brite hatte Vettel vom Start bis zum Ziel im Griff.

Noch zu Beginn des Wochenendes hatte die Konkurrenz vor der Übermacht Red Bulls gezittert, am Sonntagabend jedoch war von der einstigen Dominanz nichts mehr zu sehen.

Mercedes und Lotus agieren auf Augenhöhe

"Das war nicht das beste Rennen für mich", sagte der Red-Bull-Pilot enttäuscht, ausgelaugt von der Hitze vor den Toren Budapests: "Es ist nicht optimal gelaufen." Dennoch weiß Vettel, dass auf dem Hungaroring einfach nicht mehr drin gewesen war. "Wir müssen mit dem dritten Platz zufrieden sein", sagte er. Nicht nur Mercedes fuhr mit Red Bull auf Augenhöhe, auch Lotus war am Rennsonntag mindestens gleich stark. Rundenlang musste der Weltmeister Kampflinie gegen Romain Grosjean fahren, der gehörig Druck machte.

Bereits beim Start kam Vettel ungewohnt schlecht weg, musste sich hart gegen Grosjean und Nico Rosberg wehren, hielt aber Platz zwei. An der Spitze machte Hamilton Tempo, steuerte aber nach neun Runden erstmals die Box an.

Vettel hängt hinter Button fest

Vettel, der daraufhin freie Fahrt hatte, konnte Grosjean jedoch nicht abschütteln. Normalerweise ist genau das die Stärke des Weltmeisters. Ist er einmal vorne, fährt er allen davon. Nicht so in Ungarn. Zwei Umläufe nach Hamilton kam auch Vettel an die Box.

In der Folge drehten Mark Webber, Hamilton und Jenson Button ihre Runden an der Spitze, einzig Hamilton hatte aus dem Trio bereits einen Stopp hinter sich. Als Vierter mühte sich Vettel lange Zeit, am WM-Neunten Button vorbeizukommen und musste zunächst zusehen wie Webber und Hamilton davonzogen.

Vettel beißt sich die Zähne an Räikkönen aus

In Runde 23 ging Webber schließlich an die Box, nur Sekunden später kassierte Vettel Button. Die alte Reihenfolge war nun wieder hergestellt, doch der Rückstand des Weltmeisters auf Hamilton betrug bereits mehr als 13 Sekunden. In der Folge zeigte sich Hamilton stark und ausdauernd, auch nach den zweiten Boxenstopps hatte sich an seinem klaren Vorsprung nichts geändert.

Erst in Runde 50 wechselte die Führung nach einem weiteren Stopp Hamiltons - doch der Engländer kam lediglich sieben Sekunden nach Vettel auf die Strecke zurück. Vettels Reifenwechsel folgte sechs Runden später, und plötzlich hing er hinter Räikkönen fest. "Wir waren schneller, aber es führte kein Weg an Kimi vorbei", war Vettels Erkenntnis, nachdem er sich die Zähne am Iceman ausgebissen hatte.

Die zweite Saisonhälfte verspricht Spannung

Hamilton und Mercedes waren überrascht angesichts der neuen Kräfteverhältnisse, allerdings gibt diese Erkenntnis auch ordentlich Selbstvertrauen. "Wenn wir es hier hinkriegen, sollten wir es woanders auch schaffen", sagte Hamilton. Vettel hat zwar immer noch einen großen Vorsprung auf seine Konkurrenten, die Saison ist aber noch lang. Der Große Preis von Ungarn war gerade einmal das zehnte von 19 Rennen.

Es dürfte also noch spannend werden, wenn Mercedes und Lotus auch auf anderen Strecken mit den Red Bulls auf Augenhöhe agieren. Und Ferrari will sicher auch noch ein Wörtchen mitreden im Titelkampf.

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