Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Britta Steffen ratlos wie andere auch

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Britta Steffen ratlos wie andere auch

29.07.2013, 14:00 Uhr | dpa

Britta Steffen ratlos wie andere auch. Britta Steffen ist mit der geschwommenen Zeit sichtlich unzufrieden.

Britta Steffen ist mit der geschwommenen Zeit sichtlich unzufrieden. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Am Morgen danach mied Britta Steffen den Ort ihrer neuerlichen WM-Enttäuschung. Lieber trainierte sie außerhalb des imposanten Palau Sant Jordi von Barcelona. Ihr Trainer Frank Embacher konnte auch noch keine rechte Erklärung für die mauen Zeiten liefern.

Man habe zwar Vermutungen, müsse aber noch genau analysieren. Allein schon der Blick auf die nackten Zahlen unterstreicht Steffens Selbsteinschätzung, die stellvertretend für den Großteil der deutschen Beckenschwimmer steht: "Das war nix."

Eigentlich sollte und wollte die Weltrekordlerin ihre 100 Meter in der Freistil-Staffel unter 53 Sekunden schwimmen. Nun waren allein zehn Konkurrentinnen mit ebenfalls einem fliegenden Staffel-Wechsel schneller als Steffens 53,59 Sekunden. Und von den Startschwimmerinnen ist Australiens Weltjahresbeste Cate Campbell (52,33) kaum zu schlagen. An ihre Chancen im Einzelrennen mit den Vorläufen mochte die 29-jährige Steffen zunächst nicht denken: "Ich muss jetzt erstmal diesen Schock verdauen."

Wieder einmal sollte Steffens Staffel-Einsatz zum Auftakt eines Großereignisses Aufschluss über ihre Stärken geben. Wieder einmal waren die ersten Erkenntnisse ernüchternd. 2011 bei der WM in Shanghai verglich sie sich mit einem "Trabi" und brachte mit ihrer vorzeitigen Abreise den Deutschen Schwimm-Verband in Erklärungsnot. Ein Jahr später reichten von Trainerseite vorher kolportierte "90 Prozent" nicht zum olympischen Final-Einzug von London.

Diesmal blieb die erhoffte deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorlauf aus - wie übrigens auch bei Vereinskollegin Daniela Schreiber. Das Duo trainiert zusammen bei Frank Embacher in Halle/Saale. Dessen andere Schülerin Theresa Michalak erlebte beim Vorlauf-Aus über 200 Meter Lagen gar ein Debakel.

Embacher gab eher optimistisch klingende Zwischenstände aus dem Trainingslager. Steffen selbst schwieg seit ihrem krankheitsbedingten Abbruch der deutschen Meisterschaften Ende April und redete erst am Staffel-Sonntag wieder mehr als nur Begrüßungsfloskeln. Was sie zu sagen hatte, ging aber nicht über ratlos wirkende Kommentare zu ihren Rennen hinaus. "Tiefsinnig hinterfragen" müsse man sich "und hoffen, dass wir Antworten finden".

Kein Trost konnte sein, dass Steffen noch die beste Leitung des Staffel-Quartetts ablieferte. "Wenn man der Einäugige ist unter den Leistungen, dann weiß ich schon sehr genau, wo ich mich einzuordnen habe, und das ist nicht weit vorn", sagte sie und sprach offen davon, das interne Staffel-Ziel sei schon "eine Medaille" gewesen.

Nur noch wenig Zeit bleibt bis zu den Vorläufen über die 100 Meter Freistil. Trainingsmethodisch kann da nichts mehr umgesteuert werden, diese Arbeit wurde bereits vor Wochen abgeschlossen. Bleibt also die mentale Seite. Vielleicht kann Zuspruch von Freund Paul Biedermann helfen. Der pausierende Weltrekordler reiste am Montag auf ARD-Einladung nach Barcelona, um dort während der TV-Übertragung seine einstigen Konkurrenten über 200 Meter Freistil zu beurteilen.

Biedermann hat oft Comeback-Qualitäten bewiesen, seine Partnerin aber auch: Nach ihrem olympischen Halbfinal-Aus über 100 Meter kratzte sie in London als Vierte auf der halben Distanz an einer Medaille. Diese Chance hat Steffen nun aber nicht. Ein Start war nach eigener Darstellung nie vorgesehen, warum auch immer...

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal