Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Schwimm-WM 2013: Klippenspringerin Anna Bader hat schon mal Bammel

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schwimm-WM 2013: Klippenspringerin Anna Bader hat schon mal Bammel

30.07.2013, 07:50 Uhr | dpa

Schwimm-WM 2013: Klippenspringerin Anna Bader hat schon mal Bammel. Anna Bader hat durchaus Resprkt vor der Höhe beim Klippenspringen.

Anna Bader hat durchaus Resprkt vor der Höhe beim Klippenspringen. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Die Augen von Anna Bader, der mehrmaligen Europameisterin im Klippenspringen, leuchten, wenn sie über ihre Sportart und deren WM-Premiere in dieser Woche spricht.

20 Meter über dem Wasser hat auch Klippenspringerin Anna Bader schon 'mal Bammel. "Ja klar, jedes Mal", sagte die 29-Jährige und lacht, "gerade wenn man 'ne längere Trainingspause hatte, denkt man vor dem ersten Sprung, warum macht man das? Aber nach dem ersten Sprung geht es eigentlich."

Dabei zeigen die Frauen je einen Pflichtsprung und zwei Kürsprünge. Anders als beim Turmspringen von der Zehn-Meter-Plattform geht es aus der doppelten Höhe mit den Füßen zuerst ins Wasser, da die Kräfte beim Eintauchen insbesondere auf die Nackenmuskulatur zu hoch wären. "Das ist schon eine gefährliche Sportart", betont Leistungssportdirektor Lutz Buschkow, hat aber Vertrauen in die waghalsigen Athleten. "Es ist nicht so, dass die von der FINA ins Freibad gegangen sind und sich den Arschbombenweltmeister geholt haben. Das sind schon die Besten, die hier mitmachen, das ist Qualität."

Die Männer springen gar aus 27 Metern Höhe und erreichen dabei Geschwindigkeiten von über 80 km/h. Etwa zweieinhalb Sekunden drehen sich die Sportler dabei durch die Lüfte, ehe sie eintauchen und die Noten der Wertungsrichter gezeigt bekommen. Großartig passiert ist Bader nach eigenen Angaben noch nichts, vor ein paar Jahren hat sie einmal eine Steißbeinprellung davon getragen.

Buschkow ist froh über die "neue Tochter", die dem Deutschen Schwimm-Verband als eine Favoritin im Teilnehmerfeld von nur sechs Springerinnen mit großer Wahrscheinlichkeit eine Medaille beschert. "Man kann ja Erbschaften ablehnen oder annehmen - und wir nehmen sie an", erklärte der Wassersprung-Bundestrainer. Immerhin war sie einst im erweiterten Nationalkader. Seinerzeit reiste sie auch mit dem zweimaligen Medaillengewinner von Barcelona, Sascha Klein, zu einem Wettkampf nach China.

Doch für Bader ist Klippenspringen mehr als nur ein sportlicher Wettbewerb. Sie versteht sich auch als Künstlerin. Sich in eine "Schublade" zu stecken, dazu habe sie "nie das Bedürfnis" gehabt, betont die Artistin. In Macau beim ehemaligen Cirque du Soleil-Regisseur Franco Dragone wirkte sie in einer millionenschweren Aquatic Show mit. Und daher liebt sie natürlich auch in Barcelona die Gunst der Zuschauer. "Es ist ein Wettkampf, aber das Publikum ist trotzdem ganz wichtig für mich", sagt die frühere Kunstturnerin. "Ich versuche deswegen auch so schön und ästhetisch wie möglich zu springen, damit man das genießen kann."

Genuss pur bedeutet für Bader der freie Fall - und erstmals hatte sie im zarten Alter von 17 Jahren in Jamaika die Chance, sich "vom schroffen Gestein in wilde Fluten zu stürzen", wie sie auf ihrer Internetseite schilderte. "Schon damals verliebte ich mich in die kahlen Felswände, die atemberaubende Höhe, den Wind und das eisige Wasser in einen Moment ungewöhnlicher Lebendigkeit." Auch in Barcelona sei es "fantastisch", die Wassertemperatur "perfekt", die Aussicht "super", so die 29-Jährige, die sich kurz vor der WM für den Playboy auszog.

Klippenspringen ist in Barcelona aber eher der falsche Begriff für die Sportart, die noch weit weg von olympischen Ehren ist und offiziell auch High Diving heißt. Denn in der katalanischen Metropole wird von einer Stahlgerüst-Anlage gesprungen. "Die Plattform ist extrem gut für uns, solide, breit. Es ist nicht wie auf einer abschüssigen Klippe und man muss dann noch weit hinausspringen", erklärte Bader. Die zeitweise schlechte Wasserqualität im Hafen machte ihr nichts aus. "Es ist salzig, ich habe Fische gesehen. Irgendwas lebt da drin, es kann nicht so schlecht sein."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal