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Sphinx Phelps lacht und bleibt vage über Comeback

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Sphinx Phelps lacht und bleibt vage über Comeback

30.07.2013, 15:15 Uhr | dpa

Sphinx Phelps lacht und bleibt vage über Comeback. Michael Phelps (M) nimmt in Barcelona an einem Gala-Dinner teil.

Michael Phelps (M) nimmt in Barcelona an einem Gala-Dinner teil. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Irgendwie freute sich Michael Phelps über die Frage aller Fragen. Denkt der Schwimm-Titan tatsächlich an einen Rücktritt vom Rücktritt und hat doch Olympia 2016 im Kopf? Phelps grinste breit und ließ sich im US-TV fast schon genüsslich Zeit mit einer Antwort.

"Ich weiß nicht, was in der Zukunft passiert. Ich weiß ja nicht einmal, was morgen ist", sagte Phelps beispielsweise unbestimmt der Nachrichtenagentur AP und äußerte sich bei anderen amerikanischen Medien ähnlich. Auf die Frage, ob er denn nun 2016 in Rio wieder antrete oder nicht, erklärte der 18-malige Olympiasieger, er plane sein Leben nie weit voraus. "Ich weiß es nicht. Wir haben 2013. Derzeit ist nichts geplant."

Phelps war auf Einladung seiner Sponsoren bei der Schwimm-WM in Barcelona und musste immer wieder die selbe Frage beantworten. Der 28-Jährige aus Baltimore spielte dabei gekonnt auf der medialen Klaviatur. Schließlich ist es immer gut, im Gespräch zu bleiben - das schadet ihm und seinen Sponsoren keineswegs. So klar seine Aussagen zum Ende dieser einzigartigen Karriere vor und auch kurz nach London noch waren, so zunehmend vage äußerte er sich nun.

Dabei hatte Phelps während der London-Spiele betont, sein Rücktritt sei unabänderlich. Er wolle mit über 30 keinen Leistungssport mehr betreiben. In Rio wäre er 31. Einige US-Teamkollegen hatten trotzdem Gerüchte über sein Comeback befeuert. "Wir wissen doch irgendwie alle: Seine Rückkehr ist nur eine Frage der Zeit", sagte beispielsweise Kumpel Ryan Lochte. "Wir vermissen ihn sehr", gestand Missy Franklin. Der US-Teen und Lochte sind auch bei dieser WM die natürlichen Nachfolger von Phelps als Titelsammler.

Zum ersten Mal seit 14 Jahren ist ein US-Schwimmteam ohne Phelps bei einem Großereignis - daran müssen sich erst einmal alle gewöhnen. "Natürlich hätten wir ihn gerne zurück", merkte Natalie Coughlin an. Die erfahrendste Schwimmerin wünscht Phelps nach den gemeinsamen Team-Jahren aber vor allem eins: Glücklich zu sein. "Er geniest gerade sein Leben und seine Zeit abseits des Beckens - und das sehr verdient."

In Freizeitkleidung und Spezialschuh verfolgte Phelps einige WM-Rennen im Palau Sant Jordi von Barcelona von der Tribüne aus. Beim Golfen hatte er sich eine Stressfraktur im Fuß zugezogen. "Golf ist ein gefährlicher Sport. Man kann sich auch dabei verletzen", scherzte er. So sehr er sein Handicap verbessern mag, sein Name wird für immer mit der außergewöhnlichsten Karriere im Schwimmsport verbunden sein.
Lochte kann die entstandene Lücke jedenfalls kaum füllen - auch seine medialen Inszenierungen wie eine Reality-TV-Show waren nicht immer glücklich.

Das internationale Schwimmen würde durch ein Comeback wieder deutlich an Aufmerksamkeit gewinnen. Was aber würde es Phelps bringen? Finanziell hat der Mann aus Baltimore schon lange ausgesorgt, in seiner freien Zeit engagiert er sich karitativ mit einer eigenen Stiftung. Also kann es nur der Ehrgeiz sein, es noch einmal wissen zu wollen. Etwas von dieser ganz besonderen Besessenheit blitzte in seinen Augen auf, als er über die US-Staffel sprach, die über 4 x 100 Meter Freistil Frankreich knapp unterlag. "Natürlich hätten wir das gewinnen können, das ist frustrierend", sagte er. Diese Motivation könne man aber für die Zukunft nutzen.

Vor zehn Jahren hatte der damals 18-jährige Phelps in Barcelona vier seiner insgesamt 26 WM-Titel gewonnen. Es war sein endgültiger internationaler Durchbruch. "Es ist schon ein bisschen verrückt, hier zuzuschauen. Ich kenne nicht mal alle US-Teammitglieder", sagte er und bekannte: "Am meisten vermisse ich, Teil des Teams zu sein." Es liegt allein am ihm, zur Schwimm-Familie zurückzukehren.

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