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Schwimm-WM: Deibler und Hentke verpassen Finale

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Schwimm-WM: Deibler und Hentke verpassen Finale

31.07.2013, 23:06 Uhr | dpa

Schwimm-WM: Deibler und Hentke verpassen Finale. Markus Deibler hat das WM-Finale über 200 Meter Lagen knapp verpasst.

Markus Deibler hat das WM-Finale über 200 Meter Lagen knapp verpasst. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Markus Deibler und Franziska Hentke verfehlten nur hauchdünn die WM-Endläufe, Steffen Deiblers großer Konkurrent stimmte sich dagegen mit einem WM-Titel auf das Duell mit dem deutschen Weltjahresbesten ein.

Drei Tage bevor Steffen Deibler über 100 Meter Schmetterling die größte deutsche Medaillenchance nutzen möchte, holte sich der südafrikanische Olympiasieger Chad Le Clos über die doppelte Distanz in Barcelona die Goldmedaille bei den Schwimm-Weltmeisterschaften. Der DSV blieb am dritten Tag nacheinander ohne Finalqualifikation

Im Halbfinale auf der selben Strecke fehlte Hentke am Tag vor dem ersten Einzelstart von Britta Steffen trotz persönlicher Bestzeit eine Hundertstelsekunde zum Endlauf. Kopfschüttelnd hing sie auf der Beckenleine. Völlig ausgepowert schied auch der Olympia-Achte Markus Deibler vor den Augen seines Bruders ebenfalls als Neunter aus.

Zwei Stunden vor den tapferen Auftritten der beiden in der stimmungsvoll erleuchteten Halle zog Britta Steffen noch ein paar Trainings-Bahnen in dem Becken, in dem sich der Südafrikaner Le Clos dann über 200 Meter Schmetterling den ersten Titel des Abends in 1:54,32 Minuten sicherte. Ihn schätzt Steffen Deibler, auf der Tribüne hoch oben im Palau Sant Jordi Zuschauer, auf seiner Spezialstrecke neben dem russischen Olympia-Zweiten Jewgeni Korotyschkin am stärksten ein.

Die viermalige Olympiasiegerin Missy Franklin (USA) gewann in 1:54,81 Minuten vor der italienischen Titelverteidigerin Federica Pellegrini (1:55,14) ihr drittes Gold in der katalanischen Metropole. Über 50 Meter Brust holte sich Cameron van der Burgh (Südafrika) den Sieg in 26,77 Sekunden. Der ehemalige Bundestrainer Dirk Lange betreut ihn weiterhin und ballte auf der Tribüne die Faust. Über 800 Meter Freistil feierte Topfavorit Sun Yan (China) in 7:41,36 Minuten den Titel.

Anders als am Vortag durften auch wieder deutsche Schwimmer beim Abend-Abschnitt ins Wasser. "Ziemlich fertig" nach dem Vorlauf kämpfte Markus Deibler im Halbfinale, doch in 1:58,53 Minuten fehlten 0,36 Sekunden zum Finale. "Ein Platz ist schade, aber ich habe alles gegeben", betonte der Hamburger. Halbfinalbester war Titelverteidiger Ryan Lochte in 1:57,07. Noch härter als Deibler traf es Hentke. Über 200 Meter Schmetterling reichten 2:07,87 Minuten minimalst nicht. "Eine Hundertstel ist eigentlich das Schlimmste, was überhaupt passieren kann", haderte die 24-Jährige.

Zweimal als Neunter raus - das passt irgendwie ins Bild des DSV. Die Hoffnungen, doch noch die WM-Kurve zu kriegen, sinken von Tag zu Tag. Am Donnerstag sollen zwei Medaillengewinner von 2011 für Freude beim leidgeprüften Chefbundestrainer Henning Lambertz sorgen. Christian vom Lehn greift über 200 Meter Brust an - und dann ist da noch Britta Steffen. "Überzogene Erwartungen", so Lambertz, trage keiner vor dem einzigen Einzelwettbewerb an die Doppel-Olympiasiegerin heran. Aber vielleicht könne von der 29-Jährigen ja "eine kleine Initialzündung" ausgehen, wie Heimtrainer Frank Embacher dem ARD-Hörfunk sagte.

Der Deutsche Schwimm-Verband könnte die eine oder andere Plakette noch gebrauchen, um im Medaillenspiegel nicht weiter abzurutschen. Freuen durfte sich Kolumbien über Klippensprung-Gold von Orlando Duque beim Wettkampf aus 27 Metern Höhe.

Anders als Deibler und Hentke konnten Selina Hocke über 50 Meter Rücken, Lagenschwimmer Philip Heintz und Marco Di Carli die DSV-Bilanz nicht beschönigen und schieden im Vorlauf aus. Di Carlis Zeit von 50,38 Sekunden über 100 Meter Freistil war auch für ihn indiskutabel. "Das war die größte Scheiße, die ich je bei einem internationalen Event abgelegt habe."

Spekuliert wurde wieder einmal über eine mögliche olympische Zukunft des amerikanischen Superstars Michael Phelps - diesmal von höchster Stelle: Schwimm-Weltverbandspräsident Julio Maglione hält ein Comeback in Rio für möglich.

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