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Borussia Dortmund im Teamcheck: BVB stürmt zurück in die Zukunft

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Dortmund stürmt zurück in die Zukunft

08.08.2013, 13:16 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund im Teamcheck: BVB stürmt zurück in die Zukunft. Mit den Neuen scheint der BVB einen guten Griff getan zu haben: Mchitarjan (li.) und Aubameyang (re.). (Quelle: imago/Ullmer)

Mit den Neuen scheint der BVB einen guten Griff getan zu haben: Mchitarjan (li.) und Aubameyang (re.). (Quelle: Ullmer/imago)

Plötzlich ertönte es wieder, das Lieblingslied der BVB-Fans aus dem Doublesiegerjahr. "Ein Schuss, kein Tor, die Bayern!" höhnte Dortmunds Anhang nach dem 4:2-Sieg im Supercup 2013 über den großen Rivalen. Auch wenn das erste Pflichtspiel der Saison nur eine Standortbestimmung war - die Borussen-Seele fühlte sich an den rauschhaften Erfolg im DFB-Pokalfinale 2012 erinnert, als Schwarz-Gelb mit Powerfußball über München hinwegfegte.

Genau dort wollen die Westfalen wieder hin, nachdem sie im Vorjahr in der Bundesliga die Zügel zu sehr schleifen ließen. Mit dem Titel Vizemeister konnte die entthronte Borussia noch leben. Mit 25 Punkten Rückstand auf die Bayern aber nicht. Auch damit nicht, dass kaum noch Treffer aus schnellem Umschalten von Abwehr auf Angriff entstanden - Dortmunds Zauberformel und Markenzeichen. Ganz besonders die 42 Gegentore brachten Trainer Jürgen Klopp auf die Palme. Der Coach hat eine neue Gegenpressing-Maschine fest versprochen. Die Defensive soll wieder so bombensicher stehen wie in den Meisterjahren 2011 und 2012.

1. Personelle Situation

Der BVB muss die traumatische Trennung von Nationalspieler Mario Götze verkraften, der sein Fußballerherz ausgerechnet an den Branchenriesen FC Bayern verloren hat. Dazu kommt das ewige Theater um Robert Lewandowski, der lieber heute als morgen nach München nachziehen würde, aber seinen Vertrag beim BVB absitzen muss. Auch wenn es die Fans nicht zugeben wollen - unter diesen Phantomschmerzen werden sie noch einige Zeit leiden.

Dabei gibt es genügend Gründe, nach vorne zu schauen. Denn offenbar hat Sportdirektor Michael Zorc auf dem Transfermarkt ein gutes Händchen bewiesen. Götze-Nachfolger Henrich Mchitarjan kam für 27 Millionen Euro aus Donezk, er hat in der Vorbereitung einen glänzenden Eindruck hinterlassen. Gleich in seinem ersten Auftritt gegen Basel zog der Armenier früh alleine aufs gegnerische Tor - setzte aber lieber Marco Reus als Torschützen ein. Das sagt alles über den Charakter dieses Teamplayers, der im Trainingslager als Zimmerpartner von Urborusse Kevin Großkreutz auch schon schwarz-gelb geimpft wurde. Die Fans fiebern seinem Heimspiel-Debüt gegen Braunschweig entgegen.

Auch die anderen beiden Neuen scheinen zu passen. Abwehr-Allrounder Sokratis kann sowohl im Abwehrzentrum aushelfen, als auch für den rechten Außenverteidiger Lukasz Piszczek in die Bresche springen, der aufgrund seiner Hüft-OP bis zur Winterpause ausfällt. Der coole Grieche, der für neun Millionen aus Bremen kam, hat sich in Rekordzeit im Mannschaftskreis etabliert. Paradiesvogel Pierre-Emerick Aubameyang gab im Supercup einen Hinweis darauf, warum Saint-Etienne 13 Millionen Euro für ihn fordern konnte: Zwei Mal zündete er den Turbo und ließ die Bayern-Abwehr staunend stehen. Ob der gabunische Nationalspieler auf den ersten 30 Metern wirklich schneller ist als Sprint-Olympiasieger Usain Bolt, sei mal dahingestellt.

2. Stärken und Schwächen

Die Borussia stellt ein eingespieltes Team, das es in der Vorsaison bis ins Finale der Champions League schaffte. Neben den verheißungsvollen Zugängen drängen sich zwei andere Spieler auf: Winter-Rückkehrer Nuri Sahin hat erstmals wieder eine komplette Vorbereitung mit seinem Herzensverein hinter sich und wird den Konkurrenzkampf im Mittelfeld erhöhen. Youngster Jonas Hofmann ist für Fans und Experten der Gewinner der Vorbereitung. Dem technisch bärenstarken 21-Jährigen könnte auf Rechtsaußen der Durchbruch gelingen.

Die größten Fragezeichen beim BVB betreffen die Position im zentralen offensiven Mittelfeld und die des rechten Außenverteidigers. Dortmunds Rekordtransfer Mchitarjan ist erster Anwärter. Aber auch Ilkay Gündogan oder Marco Reus könnten die Lücke des Zehners füllen. Hinten rechts scheint Allrounder Großkreutz zurzeit die Nase vorne zu haben als Vertreter von Piszczek.

3. Der Trainer

Jürgen Klopp schlägt in Dortmund ein weiteres spannendes Kapitel auf. Erstmals muss er mehrere sündhaft teure Neuzugänge in seine Mannschaft integrieren und die gewachsenen Ansprüche ausbalancieren. Fast 50 Millionen Euro hat der Klub investiert um ein mindestens ebenso gutes Team auf den Rasen zu schicken wie im Vorjahr - so wie von BVB-Chef Hans-Joachim Watzke gefordert. Nur wenige Wochen nach der Finalniederlage von Wembley brennt Klopp wieder vor Ehrgeiz und freut sich vermutlich auf die neue Aufgabe, denn sein Team geht nun auch in der Königsklasse nicht mehr als krasser Außenseiter ins Rennen.

4. Die Prognose

Rein sportlich gesehen hat die Borussia eine perfekte Vorbereitung absolviert. Die Testspiele waren mehr als ansprechend, die Neuen haben sich gut eingefügt, und mit dem Gewinn des Supercups gab es einen ersten kleinen Titel zu feiern. Der Fall Lewandowski hat das Zeug zum Dauerärgernis. Wenn es gelingt, diese Großbaustelle zu schließen und Dortmund vom Verletzungspech verschont bleibt, könnte der BVB Meister München effektiver Paroli bieten als in der vergangenen Saison. Die direkte Qualifikation für die Champions League sollte für Borussia Pflicht sein. Mit dem Titel klappt es aber nur, sollte Münchens "Revolution Pep" ins Stocken geraten.

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