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Bayer Leverkusen im Check: Bayer spielt um Europa und mehr Anerkennung

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Bayer spielt erneut um Europa - und mehr Anerkennung

04.08.2013, 11:45 Uhr | t-online.de

Bayer Leverkusen im Check: Bayer spielt um Europa und mehr Anerkennung. Das Gesicht von Bayer: Torschützenkönig Stefan Kießling will sich mit Leverkusen in der Spitzengruppe etablieren. (Quelle: imago/Sven Simon)

Das Gesicht von Bayer: Torschützenkönig Stefan Kießling will sich mit Leverkusen in der Spitzengruppe etablieren. (Quelle: Sven Simon/imago)

von Maximilian Miguletz

Bei Bayer 04 Leverkusen machte man sich zuletzt Sorgen ums Image. Kapitän Simon Rolfes wünschte sich "mehr Respekt". Tatsächlich fanden die tollen Leistungen der Werkself im Schatten der großen Zwei aus München und Dortmund sowie im Umfeld von Traditionsklubs wie Schalke oder Gladbach oftmals wenig Beachtung. Dabei konnten die Rheinländer letzte Saison als einzige Bundesliga-Mannschaft die Triple-Bayern bezwingen und wurden am Ende mit nur einem Punkt Rückstand auf den BVB Dritter. "Quasi der kleine Meister unter den anderen 16 Vereinen", befand Torjäger Stefan Kießling.

Zur neuen Saison stand nun ein mittlerer Umbruch im Kader und eine Veränderung auf der Trainerbank an. Greift Bayer trotzdem wieder oben an und etabliert sich in der Spitzengruppe?

1. Personelle Situation

Die wichtigste Personalie unter dem Bayer-Kreuz: Stefan Kießling hat vorzeitig bis 2017 verlängert. Der Torschützenkönig der abgelaufenen Spielzeit ist so wichtig wie nie für sein Team. "Stefan ist ein absoluter Leistungsträger, Leader und Gesicht von Bayer 04 geworden", sagte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Kießlings kongenialer Partner in der Offensive ist dagegen weg. Nach langem Gezerre wurde André Schürrle für 22 Millionen Euro an den FC Chelsea abgegeben. Weitere Abgänge schwächen vor allem Leverkusens Abwehrverbund. Beim grandios aufspielenden Daniel Carvajal zog Real Madrid die Rückkaufoption. Auch Michal Kadlec, Daniel Schwaab, Manuel Friedrich, Michael Rensing und Hajime Hosogai ließ man ziehen. "Alles Spieler, bei denen man sich sicher sein konnte, dass sie eine verlässliche Qualität konstant abrufen konnten. Bei neuen Spielern weiß man das nie", so Rolfes zur "Rheinischen Post“.

Die größten Hoffnungen setzt man auf Heung-Min Son. Der 21-jährige Südkoreaner, an dem auch Borussia Dortmund interessiert war, kam für 10 Millionen Euro vom Hamburger SV an den Rhein und soll Schürrle ersetzen. Robbie Kruse, ebenfalls neu, wird wohl nicht mehr als eine weitere Alternative in der Offensive sein. Für die zuletzt zweitbeste Abwehr der Liga mussten gleich mehrere Neue her. Bosniens Nationalmannschaftskapitän Emir Spahic gilt als harter Hund in der Innenverteidigung. Um den Platz rechts hinten werden sich der italienische U21-Nationalspieler Giulio Donati und der überraschende Liga-Rückkehrer Roberto Hilbert balgen. Konstantinos Stafylidis ist eine Nachwuchs-Option für links. Der erfahrene Torwart Andres Palop soll die Nummer eins Bernd Leno antreiben. Mit Bayern-Talent Emre Can kam laut Sportdirektor Rudi Völler "ein sehr vielseitiger Spieler mit großem Potential". Und dann ist da noch Uwe-Seeler-Enkel Levin Öztunali, der in der Vorbereitung überzeugen konnte und mit 17 Jahren kurz vor seinem Bundesliga-Debüt steht.

2. Stärken und Schwächen

Trotz des Umbruchs im Kader: Bayer verfügt über eine eingespielte Offensive mit enormem Potential. Führungsspieler blieben erhalten und die neuen Kräfte fügen sich gut in das Spielsystem mit einer dichten Zentrale und überfallartigen Attacken über die flinken Außen ein. Außerdem ist Sturmspitze Kießling in der Form seines Lebens.

Was ist aber, wenn sich der 29-jährige Goalgetter ausfällt oder Ladehemmung bekommt? Ihn zu ersetzen ist fast unmöglich. Der blutjunge Arkadiusz Milik ist noch lange nicht soweit, und der schnelle Son hat seine Stärken eher aus der Tiefe kommend statt im Strafraum. Neben der gefährlichen Abhängigkeit von Kießling kann vor allem die Neuformierung der Abwehr nach hinten losgehen. Hier muss schnellmöglich die nötige Abstimmung gefunden werden.

3. Der Trainer

Diese Aufgabe obliegt Teamchef Sami Hyypiä. Vergangene Saison leitete er noch gemeinsam mit Sascha Lewandowski die Geschicke der Werkself. Lewandowski kehrte im Sommer jedoch in die Jugendabteilung zurück und nun hat Hyypiä die alleinige Verantwortung übernommen. Nebenher wird der charismatische Finne seine Ausbildung zum lizenzierten Trainer machen, um auch die formalen Anforderungen zu erfüllen. Trotz dieser Doppelbelastung muss er sich wie jeder andere Trainer an den Ergebnissen messen lassen. Vor allem wird der 39-Jährige beweisen müssen, dass nicht sein letztjähriger Co-Coach der alleinige Architekt des Leverkusener Erfolgs war.

4. Die Prognose

Angesichts der jüngeren Bilanz und der fußballerischen Klasse peilt Leverkusen mit Recht das internationale Geschäft an. "Unser Ziel wird auch in nächster Zeit sein, immer zwischen Platz 3 und 7 zu landen", sagte Völler gegenüber Sport1, fügte aber auch an: "Wir müssen auf die Vereine hinter uns achten." Die Konkurrenz ist erstarkt und bläst zum Angriff. Sollte es in der Hintermannschaft aber alsbald passen, und kann Gallionsfigur Kießling seine überragende Form konservieren, dann dürfte Bayer wieder um Platz drei mitspielen und so weiter Imagearbeit betreiben.

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