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Schwimm-WM 2013: Britta Steffen verlässt Barcelona in Richtung Urlaub

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Schwimmen  

Britta Steffen nachdenklich in die Ferien

05.08.2013, 11:58 Uhr | dpa

Schwimm-WM 2013: Britta Steffen verlässt Barcelona in Richtung Urlaub. Britta Steffen will sich in der Wettkampfpause über ihre Zukunft klar werden.

Britta Steffen will sich in der Wettkampfpause über ihre Zukunft klar werden. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Endlich Urlaub - zumindest für Britta Steffen. Die 29-Jährige verabschiedete sich nach zehrenden WM-Tagen von Barcelona in die Ferien. Für rund ein Dutzend deutscher WM-Schwimmer um Silbermedaillengewinner Marco Koch und Steffen Deibler gibt es noch keine Pause.

Ein Kurzbahn-Weltcup in Eindhoven steht an, dann das Heimrennen von Berlin - bei beiden Veranstaltungen wird Peking-Olympiasiegerin Steffen nicht ins Wasser springen. "Ich freue mich sehr auf den Urlaub", bekannte die Doppel-Weltmeisterin von 2009 für die die Titelkämpfe "vor allem vom Kopf her ermüdend" waren.

Trotzdem hatte sie "Spaß" bei der WM. Nun trat Steffen die Rückreise an. Ein Besuch bei der ehemaligen Schwimmerin Nicole Hetzer in Burghausen war geplant. Ansonsten wusste sie "nicht genau", wo es sie hin verschlägt. Kurz vor dem Geburtstag von Freund Paul Biedermann am 7. August gab sie nur einen Plan bekannt: Nachdenken, wie es mit der Karriere weiter geht. Sie gehe auf die 30 zu und man müsse sich überlegen, "wie die Ziele in den nächsten Jahren aussehen", bekundete Steffen. Sie will dabei "aus dem Herzen heraus und aus dem Bauch entscheiden".

Steffen will sich Gedanken machen - Chefbundestrainer Henning Lambertz muss das tun. Denn so wie bei Olympia in London und der WM in Barcelona soll es nicht weitergehen mit dem deutschen Schwimmen. Lambertz sah viel zu wenig Bestzeiten. Allerdings wäre es auch nur eine Medaille mehr als Silber durch Marco Koch Medaillen geworden, wenn alle Athleten die Zeit von der DM hingelegt hätten. Von seiner ersten WM in der Verantwortung nahm er daher nur eine Beckenmedaille, aber auch jede Menge Erkenntnisse mit. Nach den Kurzbahn-Weltcups in Eindhoven am Mittwoch und Donnerstag sowie am Wochenende in Berlin wird analysiert - und dann heißt es Tabula rasa im deutschen Schwimmen.

"Wir bringen das gut zu Ende", erklärte Lambertz mit Blick auf die beiden Wettkämpfe in den Niederlanden und daheim. Zum "Neuaufbau Anfang September", so der Chefcoach, im Athletiktrainingslager in Zinnowitz "wird es ein Konzept geben". Notizen über Formschwächen oder fehlendes Basistraining hat sich der 42-Jährige in Spanien genug gemacht; Ideen hat er ohnehin jede Menge.

"Nach der WM ist vor der WM oder EM und deshalb kann man auch schon wieder anfangen, sich für die nächste EM vorzubereiten", erklärte der Chefbundestrainer. Bis 2016, so lange läuft sein Vertrag mindestens, hat er noch viel Arbeit vor sich. Dass er ein Freund mutiger Entscheidungen ist, bewies er bei der Lagen-Staffel der Männer. Freistilschwimmer Dimitri Colupaev musste aus dem Team, Schmetterling-Mann Philip Heintz kam rein und Steffen Deibler ging dafür die Freistilstrecke an. Gewagt, gewonnen; zwar keine Medaille, aber wenigstens eine Sekunde schneller war das Quartett als im Vorlauf und dafür sprang Platz fünf heraus. Vielleicht sinnbildlich, denn schrittchenweise soll es auch anderswo vorwärtsgehen.

Leistungssportdirektor Lutz Buschkow sicherte Lambertz für die schwierige Mission Rückendeckung zu. Von Britta Steffen gab es Lob. "Henning hat sich viel Mühe mit der ganzen Gruppe gegeben und ich glaube, dass er wirklich sein Bestes versucht", schilderte die 29-Jährige ihre Eindrücke. "Ich glaube, dass er versucht hat, die Mitte zu finden zwischen Druck und Lockerheit. Ich in seiner Position wäre komplett überfordert." Das will sie mit der eigenen spannenden Zukunftsentscheidung nicht sein.

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