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Sportpolitik  

BMI übermittelt vollständige Studie an Dagmar Freistag

07.08.2013, 17:15 Uhr | dpa

BMI übermittelt vollständige Studie an Dagmar Freistag. Dagmar Freitag ist die Vorsitzende des Sportausschusses.

Dagmar Freitag ist die Vorsitzende des Sportausschusses. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Das Bundesinnenministerium hat veranlasst, dass der Vorsitzenden des Sportausschusses Dagmar Freitag und den Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag die vollständige Studie zum Doping im bundesdeutschen Sport zugestellt wird.

Wie das BMI auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, diene dieser Schritt der persönlichen vertraulichen Unterrichtung zur Versachlichung der Diskussion und zur herstellung einer möglichst vollständigen Transparenz des in den Medien diskutierten sogenannten "800-Seiten-Berichts".

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wies in diesem Zusammenhang Vorwürfe des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel zurück: "Wenn Herr Gabriel seine Vorwürfe aus wahltaktischen Gründen auf diesen wissenschaftlich unzulänglichen Vorentwurf stützt, dann zeigt das einmal mehr, was wir von Gabriel kennen: Er ist unseriös und ahnungslos." Die gegenwärtige Diskussion und die Äußerungen von Oppositionspolitikern beziehen sich laut BMI auf einen Bericht vom März 2012 der Humboldt-Universität Berlin, der von der HU fälschlicherweise als "Abschlussbericht" tituliert worden sei. Hierbei handele es sich lediglich um einen Vorentwurf, der noch vom Auftraggeber, in diesem Fall vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft BISp, abzunehmen sei.

SPD-Chef Gabriel hatte Friedrich vorgeworfen, die Aufklärung des westdeutschen Doping-Skandals zu verschleppen. "Trainer und Funktionäre, die in der ehemaligen DDR Doping organisiert haben, mussten sich völlig zu Recht vor Gericht verantworten. Für ihre West-Kollegen scheint das nicht zu gelten: Offensichtlich will Innenminister Friedrich sogar die Veröffentlichung ihrer Namen mit fadenscheinigen Argumenten verhindern", sagte Gabriel der "Leipziger Volkszeitung".

Der Vorsitzende der SPD hatte weiter erklärt: "Wenn die Berichte auch nur ansatzweise stimmen, stehen wir vor einem der größten Sportskandale Westdeutschlands. Das Innenministerium muss dafür sorgen, dass endlich alle Karten auf den Tisch kommen. Doping-West darf nicht anders behandelt werden als Doping-Ost."

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