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Oracle Team USA räumt illegale Bootsveränderungen ein

09.08.2013, 11:28 Uhr | dpa

Oracle Team USA räumt illegale Bootsveränderungen ein. America's-Cup-Verteidiger Oracle Team hatte die Untersuchung selbst eingeleitet.

America's-Cup-Verteidiger Oracle Team hatte die Untersuchung selbst eingeleitet. (Quelle: dpa)

San Francisco (dpa) - Die Serie von Pleiten, Pech und Pannen reißt nicht ab: America's-Cup-Verteidiger Oracle Team USA hat illegale Veränderungen seiner beiden AC-45-Katamarane während der America's-Cup-Weltserie 2012 und 2013 eingeräumt.

Es gehe um die Ergänzung von etwa 2,2 Kilogramm Blei bei jedem der beiden US-Segelboote in den letzten vier Regatten damals, teilte CEO Russell Coutts nach einer von ihm selbst geleiteten Untersuchung in einer Pressemitteilung mit.

Als Konsequenz hat das Team von Larry Ellison seine Boote in Eigeninitiative nachträglich von vier Vorregatten zum America's Cup zurückgezogen und seine gewonnenen Titel zurückgegeben. Die Untersuchungen hätten ergeben, "dass die AC-45-Katamarane ohne Genehmigung des Vermessungs-Komitees verändert wurden".

Die identisch gebauten Katamarane waren zuletzt im April vor Neapel im Einsatz. In der von Oracle Team USA veröffentlichen Selbstanklage heißt es weiter, dass die Modifikationen "von einer kleinen im AC-45-Circuit involvierten Gruppe von Teammitgliedern ohne Wissen des Managements und der Skipper durchgeführt wurden, die dabei nicht den international üblichen Prozessen gefolgt seien".

Im Interview mit der neuseeländischen Tageszeitung "New Zealand Herald" nannte Coutts den Vorgang einen "dummen Fehler", der die Leistungsfähigkeit der Boote nicht beeinflusst habe, aber dennoch Strafe nach sich ziehen müsse. Eine weitere Bestrafung erwartet der viermalige Cup-Sieger für sein Team nicht. Die internationale Cup-Jury hat allerdings gegen die US-Crew eine Untersuchung wegen unsportlichen Verhaltens eingeleitet. Dies könnte zu Sperren einzelner Sportler oder des ganzen Teams führen.

Die Regelverletzung hatten die Cup-Verteidiger bei der Vorbereitung der kleineren Katamarane auf den Red Bull Youth America's Cup laut Statement selbst entdeckt. Der Youth America's Cup beginnt am 1. September und wird auf AC-45-Katamaranen ausgetragen. Mit der Crew All in Racing unter Führung von Skipper Philipp Buhl aus Sonthofen ist auch ein deutsches Team am Start, das am Freitag mit dem erfahrenen Briten Mark Bulkeley seinen neuen Trainer vorstellte.

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