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Fecht-WM 2013: Aus für Florett-Team - Deutsche Fechter ohne Gold

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Fecht-WM 2013  

Aus für Florett-Team - Deutsche Fechter ohne WM-Gold

13.08.2013, 08:40 Uhr | dpa

Fecht-WM 2013: Aus für Florett-Team - Deutsche Fechter ohne Gold. Die letzte deutsche Chance auf einen deutschen WM-Titel vergab Peter Joppich in Budapest.

Die letzte deutsche Chance auf einen deutschen WM-Titel vergab Peter Joppich in Budapest. (Quelle: dpa)

Fecht-Star Peter Joppich wollte nur noch eines: "Ganz weit weg." Und: "Erstmal Urlaub." Dem Europameister und den anderen deutschen Fechtern ging auf ungarischen Planchen am Schluss die Luft aus. In Budapest blieben sie zum zweiten Mal seit der Heim-WM 2005 in Leipzig ohne Titel.

Einmal Silber und einmal Bronze bedeuteten Platz neun im Medaillenspiegel. Russland (3-5-3) war vor Italien (3-0-3) top. Die Italiener mit dem Florett und die ukrainischen Säbeldamen wurden zum Abschluss Weltmeister.

Die letzte deutsche Titelchance vergab der viermalige Einzel-Weltchampion Joppich: Er konnte im Florett-Viertelfinale gegen Frankreich eine 40:36-Führung nicht halten und verlor noch mit 44:45. Am Ende stand Platz fünf.

"Das schmerzt." Bundestrainer Ulrich Schreck war es auch Minuten nach dem dramatischen Geschehen gegen Frankreich noch anzusehen: Der Mann litt. Aber eines wollte er nicht zulassen: dass der Koblenzer Joppich, der gegen die Franzosen auf eine Trefferbilanz von 7:19 kam, zum Schuldigen erklärt würde.

Stattdessen nahm Schreck, der Team-Olympiasieger von 1992, seine Nummer 1 in Schutz und erklärte ihn für den Weg nach Rio 2016 auch weiterhin zum "Leader" des Quartetts mit Sebastian Bachmann, Johann Gustinelli (beide Tauberbischofsheim) und Marius Braun aus Bonn.

Schreck über Joppich: "Wir haben ihm so viel zu verdanken. Und er hat schon so oft die Kohlen aus dem Feuer geholt." Gegen Frankreich klappte es nicht. Joppich verlor alle drei Gefechte (0:5, 3:5, 4:9) und hatte in Budapest ein persönliches Waterloo: Schon im Einzel war er nur 19. geworden. "Ich bin nicht richtig reingekommen in die WM", analysierte Joppich.

Schreck sah's generell gelassen: "Das kann passieren." Vor zwei Jahren hatte das Team auf Sizilien WM- und 2012 in London Olympia-Bronze geholt. Und eines wollte der Bundestrainer ganz klar festhalten: "Viele Medaillen, die wir in den vergangenen Jahren gewonnen haben, haben wir Peter zu verdanken."

Die Bilanz mit Silber durch Carolin Golubytskyi und Bronze durch Britta Heidemann erfüllte die verbandseigenen Ansprüche. Aber sie war zusammen mit 2011 die schlechteste seit 1982 (zweimal Bronze). Noch vor zwei Monaten waren die Fechter mit drei Titeln und einmal Bronze bei der EM in Zagreb so erfolgreich gewesen.

Die Säbelfechterinnen waren am Montag chancenlos, verloren ihr Achtelfinale gegen Südkorea 35:45 und wurden Elfte - das war kaum anders zu erwarten. Aber dass es nach den Medaillengewinnen der ersten beiden WM-Tage zur großen Flaute, insbesondere in den Teamwettbewerben, kommen würde, hinterließ einen negativen Eindruck.

Besonders die am Sonntag auf Platz 18 abgestürzten Degenherren bekamen von DFeB-Vizepräsident Dieter Lammer auch am Montag noch einmal einen heftigen Verbaltreffer: "Die Athleten haben sich teilweise mit Nebensächlichkeiten beschäftigt und nicht mit dem eigentlichen Sinn ihres Aufenthalts hier."

Der Trend bleibt negativ. 2011 in Catania (0-1-1) war die Ausbeute die selbe wie in Ungarn. In Paris 2010 (1-2-0), Antalya 2009 (1-1-3), St. Petersburg/Russland 2007 (2-1-3) und 2006 in Turin (1-1-1) hatte es wenigstens immer einen Titel gegeben.

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