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Hockey-Herren wollen EM-Revanche gegen Belgien

24.08.2013, 12:08 Uhr | dpa

Hockey-Herren wollen EM-Revanche gegen Belgien. Moritz Fürste will gegen Belgien eine weitere Bruchlandung vemeiden.

Moritz Fürste will gegen Belgien eine weitere Bruchlandung vemeiden. (Quelle: dpa)

Boom (dpa) - Nur acht Tage nach dem Fehlstart bietet sich den deutschen Hockey-Herren im Europameisterschafts-Finale die willkommene Gelegenheit, die im Auftaktspiel erlittene Niederlage gegen den Gastgeber Belgien rasch auszuwetzen.

"Ich spiele sehr gerne gegen Belgien, denn wir haben noch etwas gutzumachen", sagte Bundestrainer Markus Weise vor dem Finale. Auch Kapitän Moritz Fürste gab nach dem 5:3 (1:2)-Erfolg im torreichen Halbfinale über den Erzrivalen Niederlande zu verstehen, dass er die "Roten Löwen" stellen möchte: "Ein Finale vor vollem Haus ist immer reizvoll. Mal sehen, ob wir es im zweiten Vergleich besser machen können. Das ist jedenfalls unser Ziel", meinte der Hamburger.

Allerdings fallen ausgerechnet im entscheidenden Turniermatch wohl zwei Leistungsträger aus. Abwehrspieler Martin Häner erlitt im Halbfinale einen Handbruch, Mittelfeldmann Oliver Korn beklagt weiter starke muskuläre Probleme. "Es wird alles versucht, sie fit zu bekommen, aber bei beiden sieht es nicht gut aus", ließ der Deutsche Hockey-Bund (DHB) über seinen Medienchef Christoph Plass mitteilen.

Ohnehin stehen Fürste & Co. vor einem harten Stück Arbeit. Denn während Deutschland seit Jahren zu den Top-Mannschaften der Welt zählt, ist Belgien das Team in Europa, das sich zuletzt am meisten weiterentwickelt hat. Das bekamen die Deutschen erstmals 2007 zu spüren, als sie in Manchester das Spiel um Platz drei 3:4 verloren und damit das schlechteste Abschneiden eines deutschen Herren-Teams bei EM-Turnieren verbuchten. Umgekehrt haben die Belgier in Boom mit der ersten Endspiel-Teilnahme eine neue Duftmarke gesetzt. Das 3:0 (1:0) im Semifinale über England war zudem beeindruckend souverän.

So glaubt der niederländische Coach Marc Lammers, der die Belgier nach dem guten fünften Platz bei den Olympischen Spielen 2012 in London vom Australier Colin Batch übernommen hat, an einen weiteren Sieg über die Deutschen. Zumal die "Red Lions" gerade im heimischen Stadion bärenstark sind. "Bei der World League haben wir Weltmeister Australien erst in der Vorrunde und dann im Finale bezwungen", sagte Lammers nach dem glatten Sieg über England. "Auch wenn Deutschland im Turnierverlauf meistens immer stärker wird, sollten wir in der Lage sein, auch sie zweimal zu schlagen."

Das hält auch Weise für durchaus möglich - wenn seine Spieler wie im Gruppenspiel agieren. Beim 1:2 gestatteten sie den Belgiern zehn Strafecken, von denen Spezialist Tom Boon zwei vollstreckte. "Wenn wir wieder zehn kriegen, werden wir von der Platte geschossen", glaubt Weise, der Belgiens Semifinale gegen die chancenlosen Briten von der Tribüne aus genau verfolgte. Wer den ehrgeizigen Erfolgscoach kennt, weiß, dass auch er die Revanche unbedingt will - offiziell redet er aber anders: "Revanche - egal. Das ist ein Finale, das ich gewinnen will. Das haben sich die Jungs und ich vorgenommen."

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