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Ruder-WM 2013: Holtmeyer gewährt Deutschland-Achter "ein halbes Bier"

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Ruder-WM 2013  

Holtmeyer gewährt Deutschland-Achter "ein halbes Bier"

27.08.2013, 15:20 Uhr | dpa

Ruder-WM 2013: Holtmeyer gewährt Deutschland-Achter "ein halbes Bier". Bundestrainer Ralf Holtmeyer will einem Lagerkoller vorbeugen.

Bundestrainer Ralf Holtmeyer will einem Lagerkoller vorbeugen. (Quelle: dpa)

Chungju (dpa) - Aus Sorge vor einem Lagerkoller bei der Ruder-WM 2013 gewährte Ralf Holtmeyer seinen Ruderern "ein halbes Bier". Damit die Zeit bis zum Finale nicht zu lang wird, entfloh die Crew aus dem Deutschland-Achter zumindest für einen Abend der Einsamkeit der abgelegenen Hotelanlage in Südkorea.

In Chungju sollten Schlagmann Kristof Wilke und Co. auf andere Gedanken kommen. "Wir wohnen hier ja sehr auf dem Land. Die Sterilität ist ein Problem", kommentierte Holtmeyer den Landgang. Schmunzelnd fügte der Erfolgscoach hinzu: "Zwei Ruderer dürfen sich ein Bier teilen."

Die kleine Abwechslung können sich die WM-Mitfavoriten leisten. Schließlich ersparten sie sich mit dem souveränen Sieg am Montag im Vorlauf der Titelkämpfe auf dem Tangeum-See den kräftezehrenden Umweg über den Hoffnungslauf. Nicht nur der Erfolg über Polen stimmt Holtmeyer für das Finale zuversichtlich. Dank der frühen Anreise zur WM gut eine Woche vor dem ersten Rennen haben sich seine Schützlinge mittlerweile an die feuchte Hitze und die Zeitumstellung von sieben Stunden gewöhnt. "Wir haben noch Reserven und wollen am Sonntag im Finale noch einen rausfeuern", sagte Holtmeyer.

Die Rückkehr nach Südkorea weckt Erinnerungen. Schließlich feierte er vor 25 Jahren bei den Olympischen Spielen von Seoul seinen ersten großen Erfolg. Mittlerweile umfasst die Titelsammlung weiteres Gold in London (2012) und acht WM-Siege des Männer-Achters. Mit allzu vielen Gedanken an den damaligen Triumph in der südkoreanischen Hauptstadt will sich ein Pragmatiker wie Holtmeyer jedoch nicht lange aufhalten: "Im Grunde schau ich nicht viel zurück. Schließlich habe ich seitdem viel anderes erlebt." Nur in einer Hinsicht hält er einen Vergleich zwischen den Regatten von Seoul und Chungju für angemessen: "Jetzt habe ich einen starken Achter, damals auch."

Von Medienberichten, wonach seine strengen Auswahlkriterien bei der Zusammenstellung des Teams darwinistische Züge tragen, hält Holtmeyer wenig. Gleichwohl widerspricht er der im Leistungssport weit verbreiteten Meinung, dass nur Harmonie den Teamerfolg garantiert. "Wir lieben die Vorstellung, dass das, was erfolgreich ist, auch harmonisch sein muss", sagte der Coach in einem der vielen Interviews nach dem letztjährigen Olympiasieg: "Wo es darum geht, besser zu werden, ist es zwangsläufig unbequem. Weil man immer arbeiten muss."

Die eigenwillige Art des Trainers haben Athleten und Funktionäre längst zu schätzen gelernt. So machte sich der Verbandsvorsitzende Siegfried Kaidel beim damaligen DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher dafür stark, dass der nach der verpassten Qualifikation für Sydney über Jahre in den Frauenbereich verbannte Holtmeyer auf seinen alten Posten zurückkehrt: "Als er die Frauen trainiert hat, ging sein Blick immer rüber zu den Männern. Das hat man ihm angemerkt."

Diese im Anschluss an die historische Achter-Pleite von Peking 2008 vorgenommene Maßnahme machte sich bezahlt. Seither hat das DRV-Paradeboot alle bedeutenden internationalen Titel gewonnen. Viel spricht dafür, dass diese imposante Serie auch in Chungju anhält. Auf dem Weg dorthin steht seinem im Vergleich zu London mit vier Neulingen besetztem Team nach Einschätzung von Holtmeyer jedoch ein weiterer Herkules-Akt bevor: "Für mich sind die Briten Favorit. In ihrem Boot sitzen fast nur Olympiateilnehmer."

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