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Formel 1: McLaren-Boss Martin Whitmarsh sieht neue Krise

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Neue Krise in der Formel 1?  

Whitmarsh: "Wir tun nicht genug"

29.08.2013, 13:51 Uhr | t-online.de

Formel 1: McLaren-Boss Martin Whitmarsh sieht neue Krise. McLaren-Boss Martin Whitmarsh macht sich Sorgen um die Zukunft der Formel 1. (Quelle: imago/LAT Photographic)

McLaren-Boss Martin Whitmarsh macht sich Sorgen um die Zukunft der Formel 1. (Quelle: LAT Photographic/imago)

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh sieht die Formel 1 auf dem direkten Weg in die nächste Krise. Grund seien die noch immer viel zu hohen Kosten und die Tatsache, dass die Kluft zwischen den finanziellen starken und den kleinen Teams immer größer wird.

McLaren, Mercedes, Red Bull und Ferrari gehe es gut, "aber danach wird es eng. Wir wissen um die Schwierigkeiten, die Lotus hat. Und wir kennen die Herausforderungen, die Sauber und Williams zu bewältigen haben“, sagte Whitmarsh gegenüber "Formula1.com". "Das sind gute Teams, aber sie stecken in argen Schwierigkeiten."

Bemühungen sind eingeschlafen

Bei der letzten Krise, als sich BMW, Toyota und Honda aus der Königsklasse verabschiedet hatten, habe man sich zusammengerauft und nach Wegen gesucht, um den kleineren Teams den Verbleib zu ermöglichen. Das sei eine gute Phase gewesen, so Whitmarsh. Doch zuletzt seien alle Bemühungen eingeschlafen, weil außer HRT kein weiteres Teams mehr aufgeben musste.

Derzeit kämpft vor allem Sauber ums Überleben. Wie es heißt, hat das Traditionsteam russische Sponsoren gefunden, die Millionen in den klammen Rennstall pumpen wollen. Doch noch ist nichts offiziell. Scheitert der Deal, dürfte dies das Aus für den Rennstall bedeuten.

Neuer V6-Motor gigantisch teuer

Auch Lotus sucht händeringend nach neuen Geldgebern. Davon ist auch der Verbleib von Kimi Räikkönen abhängig. Der finnische Star-Pilot, der zurzeit immer wieder mit Ferrari in Verbindung gebracht wird, beklagte bereits ausbleibende Gehälter. Der WM-Dritte des vergangenen Jahres dürfte nur dann weiter für Lotus fahren, wenn das Team durch frisches Geld in ruhigere Bahn gerät und ihm für die neue Saison ein konkurrenzfähiges Auto baut.

Eine Besserung ist aber nicht in Sicht, zumal die angespannte finanzielle Situation der keinen Teams mit der Einführung des neuen V6-Motores im nächsten Jahr eskalieren könnte. Der Grund: Die Preise der Hersteller, die die Rennställe mit den Aggregaten beliefern, sind gigantisch. Sauber, Williams und Co. zahlen derzeit für den aktuelle V8-Motor etwa acht Millionen Euro. 2014 werden, je nach Lieferant, für das neue Triebwerk um die 20 Millionen Euro fällig.

Kleine Teams müssen mehr Geld bekommen

Darum mahnt Whitmarsh nun erneut an, dass endlich etwas getan werden müsse, um die finanzielle Schieflage in der Formel 1 zu beheben. "Offen gesagt glaube ich nicht, dass wir genug tun“, sagte der McLaren-Boss. Das habe er auch schon Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone gesagt, der letztlich für die Ausschüttung der Gelder an die Rennställe zuständig ist. Immer wieder wird darüber nachgedacht, dass die kleineren Teams durch eine Umverteilung von oben nach unten mehr Geld verdienen sollen. Passiert ist bislang aber offenbar nichts.

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