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Bundesliga: Nürnberg rutscht gegen Augsburg in die Krise

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Spielbericht  

Nürnberg rutscht in die Krise

31.08.2013, 17:35 Uhr | sid

Bundesliga: Nürnberg rutscht gegen Augsburg in die Krise. Augsburgs Stürmer Sascha Mölders (Mitte) hat im Laufduell mit Nürnbergs Innenverteidiger Emmanuel Pogatetz die Nase vorne. (Quelle: dpa)

Augsburgs Stürmer Sascha Mölders (Mitte) hat im Laufduell mit Nürnbergs Innenverteidiger Emmanuel Pogatetz die Nase vorne. (Quelle: dpa)

Bundesligist 1. FC Nürnberg rutscht immer tiefer in die Krise. Die noch sieglose Mannschaft von Trainer Michael Wiesinger unterlag im fränkisch-schwäbischen Duell gegen den FC Augsburg nach einer über weite Phasen enttäuschenden Leistung verdient mit 0:1 (0:0) und kassierte die erste Heimpleite der Saison. In einem bestenfalls durchschnittlichen Spiel hatte der Club in vielen Belangen Nachteile und musste folgerichtig den späten Gegentreffer durch den kurz zuvor eingewechselten Kevin Vogt (84. Minute) hinnehmen.

Für die Augsburger war es der zweite Sieg in Folge und der erste Pflichtspielerfolg gegen den Klub seit fast 37 Jahren. Die Wiesinger-Elf, der Javier Pinola mit Gelb-Rot nach wiederholtem Foul in der 76. Minute noch einen Bärendienst erwies, fand nie wirklich zu ihrer spielerischen Linie. Eine Reihe von Fehlpässen unterbrach viele Offensivaktionen schon im Ansatz, die Abwehr der Elf von Trainer Markus Weinzierl war nur in wenigen Momenten wirklich gefordert. Zudem war der FCA geradliniger bei eigenen Angriffen, doch die mögliche Führung vergaben sowohl Andre Hahn (18.) als auch Halil Altintop (33.) und Sascha Mölders (79.), die am guten FCN-Torwart Raphael Schäfer scheiterten.

Wiesinger setzte auf offensivere Grundformation

Trainer Wiesinger hatte im Vergleich zum 0:2 beim FC Bayern eine etwas offensivere Grundformation gewählt mit Hiroshi Kiyotake und Robert Mak anstelle von Marvin Plattenhardt und Timothy Chandler. Weinzierl vertraute der Elf, die beim 2:1 gegen Stuttgart den ersten Saisonsieg eingefahren hatte. Auch auf den genesenen Torwart Alexander Manninger, der mit nach Franken gekommen war, aber nicht im Kader stand, verzichtete der 38-Jährige.

Nürnberg kam nur schleppend in die Begegnung und hatte Schwierigkeiten, sich auf das durchaus forsche Spiel der Gäste einzustellen. Die Fehler im Aufbau waren beim Klub schon zu Beginn zahlreich. Aber schon aus den anfänglichen Vorteilen vermochten die Schwaben kein Kapital zu schlagen, blieben aber auch in der Folge am Drücker. Schäfer musste in der 18. Minute erstmals eingreifen und lenkte einen Kopfball von Hahn um den Pfosten. Doch selbst diese Parade rüttelte die Hausherren nicht wach. Nach vorne blieb vieles Stückwerk, weder der Japaner Kiyotake noch Stürmer Daniel Ginczek sorgten für Gefahr. Erst nach zwei flachen Eingaben von Mak Mitte der ersten Halbzeit kam ein wenig Gefahr im Augsburger Strafraum auf.

Augsburg fehlte die Präzision im Abschluss

Dann verhinderte Schäfer auch gegen von Altintop (33.) den Rückstand. Ein Kopfball von Hanno Balitsch (38.), der sein Ziel knapp verfehlte, sorgte immerhin mal für ein Raunen beim FCN-Anhang. Auch nach dem Wechsel setzte sich der äußerst dürftige Auftritt der Wiesinger-Elf fort. Kiyotakes Freistoß (56.) war für Augsburgs Torwart Marwin Hitz keine Prüfung, und in der Defensive hatte der Klub Glück, dass dem FCA im Abschluss häufig die Präzision fehlte.

Mitte der zweiten Halbzeit ließen die Gastgeber dann endlich Siegeswillen erkennen und kamen durch Per Nilsson (67.) und Mak (68.) zu ernstzunehmenden Möglichkeiten. Doch es blieb ein Strohfeuer. Nach dem Platzverweis gegen Pinola stimmte es in der Klub-Abwehr endgültig nicht mehr, Vogt war nach einem Pfostenschuss von Tobias Werner mit dem Siegtreffer zur Stelle.

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