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Spielbericht  

Stuttgart schießt sich Frust von der Seele

01.09.2013, 17:28 Uhr | dpa

Stuttgart schießt sich Frust von der Seele. Stuttgarts Antonio Rüdiger feiert seinen Treffer gegen Hoffenheim. (Quelle: dpa)

Stuttgarts Antonio Rüdiger feiert seinen Treffer gegen Hoffenheim. (Quelle: dpa)

Die Profis des VfB Stuttgart haben sich den Frust der vergangenen Wochen von der Seele geschossen und mit einer beherzten Vorstellung im baden-württembergischen Derby ihre Sieglosserie beendet. Schon eine halbe Stunde, bevor der 6:2 (3:1)-Sieg am Sonntag über 1899 Hoffenheim feststand, sangen die Fans: "Oh wie ist das schön". Neu-Trainer Thomas Schneider klatschte sich bei seinem Trainerdebüt in der Bundesliga mit Fredi Bobic freudestrahlend ab.

Der Ex-TSGer Vedad Ibisevic brillierte mit einem Dreierpack (19. Minute/47./63.), zwei Treffer steuerte der nicht minder überragende Alexandru Maxim (28./55.) bei. Eröffnet hatte Antonio Rüdiger (12.) den Torreigen für die Stuttgarter vor allerdings nur 42 450 Zuschauern im eigenen Stadion.

Sämtliche Last der zermürbenden erfolglosen Wochen fiel von den Schwaben ab. Drei Tage nach dem peinlichen Aus in der Qualifikation zur Europa League kam der erste Pflichtspielsieg seit dem 4. August (1. DFB-Pokalrunde bei Dynamo Berlin) zur rechten Zeit. Die Treffer der bis dahin saisonübergreifend seit sieben Pflichtpartien ungeschlagenen Hoffenheimer durch Kevin Volland (26.) und Roberto Firmino (87.) fielen unter die Kategorie Schönheitsfehler.

Casteels irrt über das Spielfeld

Aus einer kaum wiederzuerkennenden Stuttgarter Mannschaft, die über 90 Minuten selbstbewusst und zielgerichtet auftrat, ragten Ibisevic und Maxim heraus. Der eine als Vollstrecker, der andere als Torschütze und Vorbereiter. Dass Schneider den 23 Jahre alten Rumänen ebenso wie den erst 17 Jahre alten Timo Werner - jüngster Bundesliga-Spieler der VfB-Geschichte - von Beginn an aufbot, erwies sich als absolut gewinnbringende Maßnahme. Der Elan der beiden zusammen mit dem Torhunger von Ibisevic übertrugen sich auf die gesamte Elf.

Maxim bereitete bei einem blitzschnell ausgeführten Freistoß Rüdigers Treffer vor und zirkelte einen Eckball maßgerecht auf den Kopf von Ibisevic. Beim eigenen Treffer bekam Maxim den Ball von Werner vorgelegt. Der herausgestürmte 1899-Keeper Koen Casteels schlug dabei kläglich am Ball vorbei.

Nur kurzzeitiges Ausbegehren

Derartige kapitale individuelle Fehler oder auch der Sekundenschlaf der gesamten Defensive beim schnell ausgeführten Freistoß zum 2:0 raubten den Hoffenheimern die Chance auf einen weiteren Erfolg. Das kurzzeitige Aufbegehren durch den Volland-Treffer, den Rüdiger unhaltbar für VfB-Keeper Sven Ulreich ablenkte, vermochte daran nichts zu ändern.

Zumal Schiedsrichter Jochen Drees einen Treffer von Tarik Elyounoussi wegen eines vorangangenen Fouls nicht anerkannte und Ibisevic kurz nach dem Wiederanpfiff auf 4:1 erhöhte. Mit einem sehenswerten Rechtsschlenzer stockte danach noch einmal Maxim sein Torkonto auf, ehe wieder Ibisevic einnetzte. Zum Schluss durfte dann im VfB-Dress auch wieder ein Khedira ran: Allerdings Rani Khedira, der jüngere Bruder von Real-Profi Sami. Das zweite Gegentor konnte er aber nicht verhindern.

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