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Football-Profi Vollmer: Der teure Teutone

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Football-Profi Vollmer: Der teure Teutone

30.08.2013, 10:24 Uhr | dpa

Football-Profi Vollmer: Der teure Teutone. Sebastian Vollmer ist bei den New England Patriots gesetzt.

Sebastian Vollmer ist bei den New England Patriots gesetzt. (Quelle: dpa)

Boston (dpa) - Sebastian Vollmer stand entspannt an der Außenlinie, verfolgte gelassen das Geschehen auf dem Rasen und verschwand nach dem 28:20-Sieg seiner New England Patriots im letzten Vorbereitungsspiel gegen die New York Giants schnell in den Katakomben.

Im Gegensatz zu vielen anderen Football-Profis musste Vollmer bei der Generalprobe für den Patriots-Saisonstart am 8. September bei den Buffalo Bills seinem Trainer Bill Belichick nichts mehr beweisen. Der kauzige Coach weiß seit Jahren, was er an seinem Right Tackle aus Kaarst hat.

"Ein Mann mit seiner Größe ist schwer zu finden", so Belichick, "und Sebastian ist für seine Größe außergewöhnlich schnell, athletisch und kräftig." Vollmer ist beim Erfolgstrainer (drei Super-Bowl-Siege) ebenso gesetzt wie Quarterback-Star Tom Brady. Und der plauderte mit seinem deutschen Bodyguard genüsslich, während 22 Spieler des derzeit noch 75 Akteure umfassenden Kaders ihre letzte Chance nutzen wollten, um den Cut am Samstag zu überstehen.

Wenn die Patriots wie jeder der 32 NFL-Clubs ihre Mannschaft dann auf 53 Profis zusammenstutzen, hat Vollmer seinen Platz sicher. Er geht in seine fünfte NFL-Saison, ist auf der rechten Seite der Offense-Line unverzichtbar - und den Patriots deshalb eine Gage wert, die für einen Deutschen Footballer zuvor utopisch erschien. Am 24. März unterschrieb der 2,03 Meter große und 143 Kilo schwere Kraftklotz einen Vierjahresvertrag, der ein Maximal-Volumen von 27 Millionen Dollar hat. "Dies ist der Verein, bei dem ich angefangen habe. Deshalb ist es schön, weiterhin hier zu sein", meinte er.

Auf Vertragsinhalte will Vollmer nicht eingehen - das muss er auch gar nicht. In Amerika ist ohnehin alles im Internet nachzulesen. Etwa, dass den Patriots seine Unterschrift sieben Millionen Dollar wert war. New England ist mit dem Deal den sicheren Weg gegangen. Sie schätzen die Zuverlässigkeit des Rheinländers, der seit seinem Debüt im September 2009 insgesamt 56 der 71 Spiele absolviert hat.

Doch der Verein wusste auch um Vollmers Verletzungs-Historie. Ende Februar musste er sich einer Knie-Operation unterziehen und der untere Rücken bereitet ihm schon seit College-Zeiten Probleme. Bleibt er gesund und streicht die vereinbarten Bonuszahlungen - u.a. 250 000 Dollar für eine Teilnahme am Pro-Bowl - ein, kann er so viel verdienen, wie die Topleute auf seiner Position. Fällt Vollmer hingegen aus, sind ihm zumindest 8,25 Millionen Dollar des Kontraktes garantiert.

"Natürlich werde ich versuchen, gesundzubleiben. Aber Football ist ein Kontaktsport, da kann man einige Dinge nur bedingt beeinflussen", betont der 29-Jährige. Trotz des leistungsbezogenen Aspekts sei er glücklich mit dem Vertrag und freue sich auf die neue Saison, so Vollmer.

Er bleibt bis 2017 ein Patriot. Brady hatte zuvor bereits bis 2018 verlängert. Er zählt seit Jahren zu den Superstars der Branche - und daran hat auch Vollmer seinen Anteil. Der Mann mit der Rückennummer 76 hält alles von Brady fern, das von der rechten Seite auf ihn zukommt. Somit gibt Vollmer dem wichtigsten Patriots-Profi genügend Zeit, um seine Wide Receiver oder Tight Ends zu bedienen. Brady vermeidet es für gewöhnlich, einzelne Spieler seiner fünf Akteure umfassenden Offense-Line vor ihm hervorzuheben, spart aber bei Vollmer nicht mit Lob. "Er ist beständig, zäh, athletisch und einer der kräftigsten Kerle, die ich je gesehen habe."

Soviel Zuspruch war 2009 noch nicht zu erwarten. Damals wurde Vollmer bei der jährlichen Draft der College-Spieler an 58. Stelle von den "Pats" ausgewählt. Als er erstmals mit Brady zusammen trainierte, verstand dieser kein Wort. "Er hat Deutsch gesprochen und niemand wusste, was er meinte. Vielleicht hat er mich sogar beleidigt", erinnert sich Brady. Über diese Anekdote können beide mittlerweile lachen. Die Verständigung zwischen ihnen klappt bestens - und das soll auch die kommenden vier Jahre so bleiben.

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