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Suspendierte Gymnastik-Chefin Kusmina wehrt sich

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Suspendierte Gymnastik-Chefin Kusmina wehrt sich

03.09.2013, 13:44 Uhr | dpa

Suspendierte Gymnastik-Chefin Kusmina wehrt sich. Die Vorsitzende des Technischen Komitees in der Rhythmischen Sportgymnastik beschwert sich über FIG-Präsident Grandi.

Die Vorsitzende des Technischen Komitees in der Rhythmischen Sportgymnastik beschwert sich über FIG-Präsident Grandi. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die suspendierte Gymnastik-Chefin Natalja Kusmina aus Russland hat sich gegen die heftige Kritik von Verbands-Präsident Bruno Grandi zur Wehr gesetzt.

Nach den Weltmeisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik kritisierte die wegen eines Kampfrichterskandals bis zum 31. Dezember 2014 ausgeschlossene Vorsitzende des Technischen Komitees im Weltturnverbandes FIG, dass die Suspendierung auf unbegründeten Behauptungen beruhe und sich negativ auf das Image der Sportart auswirke.

"Wie jede andere Sportart hat die Gymnastik ihre Besonderheiten. Bisher haben wir immer einen Weg gefunden, um die Anforderungen unseres Sports dem Rahmen der FIG unterzuordnen und wir hoffen, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird", teilte die gesperrte TK-Chefin über eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa mit. Sie griff den FIG-Präsidenten an: "Leider scheint es so, dass nun Bruno Grandi in einem internen 'Krieg' persönliche Ambitionen und Ziele über die Interessen des Verbandes und des Sports stellt."

Grandi hatte in einem Interview des Magazins "Leon" die Zukunft der Gymnastik infrage gestellt. "Die RSG ist degeneriert. Es gilt, alles neu zu erfinden, auch neue Wertungsvorschriften. Es gibt heute keine Rechtmäßigkeit der Bewertungen, und bis es diese nicht gibt, wird der Sport weiter verfallen", kritisierte der Italiener. Jedoch hatte Grandi bekundet, dass er nicht beabsichtige, die suspendierten Komitee-Mitglieder aus dem Verband zu werfen. "Sie werden mich hassen, das kann ich sogar verstehen, denn ich habe den Deckel eines Kochtopfs voller Lügen und Regelverstöße angehoben", sagte Grandi.

Diese Bemerkungen bringen Kusmina auf die Barrikade. "Die respektlosen öffentlichen Kommentare von FIG-Verantwortlichen zeigen, wie verächtlich sie den Kampfrichterinnen und dem Technischen Komitee gegenübertreten", meinte Kusmina.

Vor zwei Monaten hatte die FIG Manipulationen bei drei Kampfrichterkursen aufgedeckt und harte Strafen ausgesprochen. 56 Kampfrichterinnen mussten ihre Lizenz-Prüfungen wiederholen, weil sie auffällig gute Ergebnisse erzielt hatten. Die frühere TK-Vorsitzende Maria Szyszkowska aus Polen wurde aus der FIG ausgeschlossen, alle Mitglieder des Komitees wegen unerlaubter Absprachen suspendiert. Kusmina kritisierte trotz den von der FIG öffentlich gemachten Faktenlage nun mangelnde Klarheit in dem Fall und verweist darauf, dass die FIG-Berufungsinstanz die 56 betroffenen Kampfrichterinnen vom Manipulationsverdacht freisprach.

"Die Bewertung der Resultate der Kampfrichterkurse zeigt, dass die Macht in der FIG fast ausschließlich bei Präsident Bruno Grandi liegt. Früher herrschte immer ein Gleichgewicht durch das Technische Komitee. Wir sollten uns dafür einsetzen, dass die Befugnisse künftig nicht absolutistisch bei den FIG-Führungsorganen liegen."

Kusmina geht mit Grandi konform, was die Erhöhung der Transparenz des Regelwerkes angeht. "Wir arbeiten ständig an weiteren Verbesserung der Objektivität. Neue Regeln machen die Arbeit der Kampfrichterinnen unkomplizierter, die Zahl der 'Grauzonen' wird verringert", behauptete Kusmina, obwohl die Öffentlichkeit das komplizierte Wertungssystem kaum nachvollziehen kann.

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