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America's Cup: Jury bestraft US-Team hart

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America's Cup: Jury bestraft US-Team hart

04.09.2013, 13:05 Uhr | dpa

America's Cup: Jury bestraft US-Team hart. Das Oracle Team USA wurde von der internationalen Jury wegen Manipulation bestraft.

Das Oracle Team USA wurde von der internationalen Jury wegen Manipulation bestraft. (Quelle: dpa)

San Francisco (dpa) - Punktabzüge, hohe Geldstrafen und Einzelsperren: Kurz vor Beginn des 34. Duells um den America's Cup ist der amerikanische Cupverteidiger wegen Manipulationen bestraft worden. Die Internationale Jury griff wegen regelwidriger Veränderungen am Boot hart durch.

"Ich bin überrascht, begrüße es aber sehr, dass die Jury hier ein Exempel statuiert", sagte der zweimalige America's-Cup-Sieger Jochen Schümann der Nachrichtenagentur dpa. "Da ziehen ein paar Leute den Sport durch den Dreck. Das Schlimmste ist das schlechte Bild, das der Cup seit zwei Jahren abgibt", führte der deutsche Olympiasieger aus: "Das ist bitter." Eigner Larry Ellison könne sich eigentlich nicht mehr wohlfühlen.

Drei Mitglieder von Ellisons Segelrennstall Oracle Team USA wurden von der Jury für den Rest des diesjährigen Wettbewerbs gesperrt, weitere erhielten Verwarnungen oder eine Teilsperre. Betrogen und gelogen hat laut Jury unter anderen der niederländische Trimmer Dirk de Ridder, den sein Team nun im Finale gegen Neuseeland ersetzen muss.

Darüber hinaus wurde das US-Team von dem fünfköpfigen Schiedsgericht unter Vorsitz des Australiers David Tillett für schuldig befunden, dem Ansehen des America's Cup geschadet zu haben. Dafür müssen sie 250 000 Dollar zahlen.

Außerdem müssen die Segler um Steuermann James Spithill vor San Franzisco mit zwei Minuspunkten in die Best-of-17-Serie gegen Herausforderer Team New Zealand starten. Sie benötigen damit nicht nur neun, sondern elf Siege zur Cupverteidigung. "Die zwei Strafpunkte stören aber nicht, denn eines der Teams wird dem anderen ohnehin deutlich überlegen sein. Das Duell geht so oder so klar aus", meinte Schümann.

Bei der nun geahndeten Manipulation ging es um regelwidrige Veränderungen der beiden AC-45-Katamarane während der Weltserie 2012 und 2013. Die modernen Boote wurden mit jeweils regelwidrigen Bleigewichten von etwa 2,2 Kilogramm schwerer gemacht. Als Konsequenz hatte das Ellison-Team seine Boote bereits vor Wochen in Eigeninitiative nachträglich von vier Vorregatten zum America's Cup zurückgezogen und seine gewonnenen Titel zurückgegeben.

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