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Sportpolitik  

Aussagen von Rogge während seiner IOC-Präsidentschaft

04.09.2013, 10:32 Uhr | dpa

Aussagen von Rogge während seiner IOC-Präsidentschaft. Jacques Rogge nach seiner Wahl zum Präsidenten 2001.

Jacques Rogge nach seiner Wahl zum Präsidenten 2001. (Quelle: dpa)

"Erstens: Für die Glaubwürdigkeit im Sport, gegen Doping. Zweitens: Gegen Korruption. Drittens: Gegen Gewalt." (Über seine Ziele unmittelbar nach seiner Wahl 2001)

"Von Goethe über Gutenberg zu Oliver Kahn - es gibt sehr viel, worauf Deutschland stolz sein kann." (Zur Frage, was ihm an Deutschland besonders gefällt, 2003)

"Grundsätzlich, mein Stil ist demokratisch. Ich frage die Mitglieder um Rat. Ich mache ihre Ratschläge öffentlich, und wenn notwendig, stimmen wir darüber ab." (Zu seinem Führungsstil, 2004)

"Betrüger zerstören die Glaubwürdigkeit im Sport. Und wir haben Big Brother überall in der Drogenbekämpfung. Also habe ich kein Problem damit, es geht ja um Betrugsbestrafung." (Auf die Frage nach Big Brother im Sport mit der totalen Überwachung von Athleten durch Anwesenheitsmeldungen, 2005)

"Jedes Land sollte ein Anti-Doping-Gesetz haben. Wir brauchen die Hilfe der Regierungen, die so viele weitere Dinge tun können, Qualitätskontrolle für die Sportmedizin, Prävention in den Schulen, Forschungshilfen. Der Tour-Skandal 1998 flog durch Zollkontrollen auf. Sie beschlagnahmten Drogen und enttarnten ein riesiges Netzwerk. Das können nur Regierungen." (Zur Frage nach einem Anti-Doping-Gesetz, 2005)

"Das, was in Deutschland passiert, ist eine Bestätigung dafür, dass es kein Land und keinen Sport der Welt gibt, der ganz sauber ist. Und wenn es überall Doping gibt, dann muss man einen großen Schluss daraus ziehen. Es sollte überall eine Kooperation zwischen Sport und Staat geben. Ich finde, dass der Deutsche Olympische Sportbund sehr gute Maßnahmen ergriffen hat." (Zum deutschen Image beim Thema Doping, 2007)

"Es hängt von der Effizienz der Strafverfolger im jeweiligen Land ab. Zum einen müssen den Behörden alle Möglichkeiten zur Ermittlung gegeben werden. Aber zugleich sagen wir: Sperrt keine Athleten ein, solange sie nicht selber dealen. Der Athlet selbst ist keine Gefahr für die Gesellschaft, wenn er dopt." (Auf die Frage, ob in den Ländern ein starkes Antidoping-Gesetz notwendig ist, 2010)

"Wir sind natürlich voll und ganz dafür, dass die Menschenrechte respektiert werden. Aber das IOC ist keine Weltregierung. Und man kann von ihm nicht verlangen, dass wir mehr erreichen als Spitzenpolitiker wie Angela Merkel, George Bush oder Jacques Chirac." (Ein Jahr vor den Spielen in Peking zur Menschenrechtsfrage, 2007)

"Ich finde, wir haben das Maximum erreicht. Die Spiele wären ein Fiasko geworden, wenn wir mit China aggressiv umgegangen wären. Es waren großartige Spiele, aber der Weg dorthin war nicht einfach - und das ist noch untertrieben." (Ein Jahr nach den Peking-Spielen, 2009)

"Ganz viele fragen sich das. Es ist der ewige, nicht löschbare Verdacht gegen jeden, der eine herausragende Leistung erbringt." (Zur Frage, ob Sprint-Phänomen Usain Bolt dopt, 2012)

"Man darf sagen, die drei Sommer- und Winterspiele waren ein Erfolg, und auch die ersten Jugendspiele. Mein Nachfolger wird sie weiterentwickeln. Nicht zuletzt wegen der Erfolge haben wir in schwieriger Wirtschaftslage unsere Rücklagen von 100 auf 900 Millionen Dollar erhöhen können. Erfolge gab es auch im Kampf gegen Doping, gegen illegale Sportwetten und Spielmanipulationen. Als einzige Organisation frieren wir unsere Dopingproben für acht Jahre ein. Für die Olympischen Spiele haben wir die Testzahlen verdoppelt und den Blutpass eingeführt." (Zur Bilanz seiner Amtszeit, 2013)

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