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Ryan Sandes und die Freiheit beim Laufen

06.09.2013, 15:24 Uhr | dpa

Ryan Sandes und die Freiheit beim Laufen. Extremsportler Ryan Sandes legt mehr als 9000 Kilometer im Jahr zurück.

Extremsportler Ryan Sandes legt mehr als 9000 Kilometer im Jahr zurück. (Quelle: dpa)

Kapstadt (dpa) - Weil Ryan Sandes vor sieben Jahren in Party-Stimmung war, entdeckte er seine Leidenschaft für die wohl härteste Lauf-Disziplin der Welt: das Ultra-Trail-Running.

Hinter dem Begriff steckt pures Laufen, bis zu 250 Kilometer auf Pfaden durch Wüsten, den Dschungel, die Antarktis oder im Gebirge. "Du musst dafür geboren sein", sagt der 31 Jahre alte Südafrikaner aus Kapstadt. Was anderen Schweiß aus den Poren und Panik in die Augen treibt, ist seine große Ambition geworden - durch Zufall.

Nur um bei einer großen Marathon-After-Party dabei zu sein, nahm er 2006 überhaupt seine ersten 42,195 Kilometer auf sich. Ihm fiel auf, "dass ich die Freiheit des Laufens liebe", wie er sagt. Die Strecken wurden länger und härter, nur zwei Jahre später gewann er sein erstes Ultra-Rennen, das Gobi-Desert-Race über 250 Kilometer in Asien. Inzwischen hat Ryan Sandes als einziger Athlet auf jedem Kontinent der Erde ein Ultra-Trail-Race gewonnen.

Jedes Jahr läuft Sandes in etwa eine Strecke, die so lang ist wie die von München nach Tokio - mehr als 9000 Kilometer. Jede Woche sind es 180 Kilometer. Sein Rhythmus: 30 Stunden Training, 10 Stunden Massage und Physiotherapie, 30 Stunden Planung und Verwaltung, 10 Stunden für Fahrten, 60 Stunden Schlaf. Jede Woche aufs Neue. "Der Rest ist Freizeit", sagt er. Und meint augenzwinkernd: "Zum Essen."

Hätte er mehr Zeit, würde er Surfen, Wandern und Mountainbike fahren, Kaffee trinken, mit seinem Hund Thandi spazieren gehen und Freunde treffen. Sein Auto nutzt er fast nur, um durch Afrika zu fahren und neue Trainingsstrecken auszuprobieren. Er liebt das Reisen und jettet rund um den Globus, nur, um an abenteuerlichen Rennen teilzunehmen. Finanziert wird er von Sponsoren. "Für mich ist Trail-Running eine Form der Meditation. Es erlaubt mir, mein Leben voll auszuschöpfen und die Welt zu erleben." Die Mischung aus Disziplin und Leidenschaft bringt Sandes immer neue Siege, Rekorde und Auszeichnungen ein.

Doch es sind auch andere Dinge, die ihn motivieren: Die Mammut-Strecken teilt er sich mental oft in mehrere kleine Abschnitte ein und setzt sich während eines Laufs immer neue Ziele. Auch durch atemberaubende Landschaften zu laufen, treibt ihn an, sagt er. Etwa wie den Sonnenuntergang, den er einmal auf dem Gipfel des südafrikanischen Tafelbergs beobachtete. "Der Blick ist unglaublich", schwärmt Sandes. Auch die Alpen und die Rocky Mountains beeindrucken ihn. "Das lässt einen merken, wie unbedeutend man ist."

Bei den Rennen hat er nur einen kleinen Rucksack mit Essen, Trinken und einem Notfall-Set samt Handy, wasserdichter Jacke, Kopflampe und Rettungsdecke dabei. Passiert ist ihm noch nie etwas. Einzig im August musste er beim 100-Meilen-Rennen in Leadville im US-Bundesstaat Colorado wegen Rückenschmerzen nach halber Strecke aufgeben. "Ich konnte nicht rennen und war total enttäuscht."

Sandes will unbedingt schnell wieder fit werden - noch in diesem Jahr steht in Hongkong ein weiteres Ultra-Trail-Event an. Sein großes Ziel ist aber das Western States Rennen in Kalifornien: 100 Meilen - also 161 Kilometer - durch die Sierra Nevada. 5000 Höhenmeter geht es auf der Strecke rauf, 7000 Höhenmeter runter. Morgens um fünf Uhr fällt der Startschuss in Squaw Valley. Ehe es wieder fünf Uhr ist, will er das Ziel in Auburn erreicht haben: Die besten Läufer schaffen die Strecke unter 24 Stunden. Und Sandes möchte der Beste sein. "Das ist das eine Rennen, bei dem ich davon träume, es zu gewinnen."

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