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Sportpolitik  

Kleine Soziologie der IOC-Mitglieder

09.09.2013, 10:43 Uhr | dpa

Kleine Soziologie der IOC-Mitglieder. Der Belgier Jacques Rogge ist noch bis Dienstag Präsident des IOC.

Der Belgier Jacques Rogge ist noch bis Dienstag Präsident des IOC. (Quelle: dpa)

Buenos Aires (dpa) - Der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gehören gegenwärtig 103 persönliche Mitglieder an. Das liegt deutlich unter der begrenzenden Zahl von 115.

Sie stammen aus 74 der gegenwärtig 204 Länder, die über ihre Nationalen Olympischen Komitees (NOK) vom IOC anerkannt sind. 54 Länder sind mit je einem Sitz im olympischen Parlament repräsentiert. Spitzenreiter ist die Schweiz mit fünf Vertretern vor Großbritannien (4). Deutschland gehört zu den zehn Ländern mit je zwei Mitgliedern (Thomas Bach und Claudia Bokel).

Im Kontinentalvergleich liegt Europa mit 43 Stimmen vor Asien (25), Amerika (18 - davon je 5 Nord und Süd, 8 Mittelamerika/Karibik), Afrika (11) und Ozeanien (6).

Das Durchschnittsalter der IOC-Mitglieder beträgt 63,5 Jahre, die durchschnittliche Verweildauer 13,6 Jahre. Laut Reglement müssen bis zum Jahr 2000 aufgenommene Olympier mit 80 Jahren ausscheiden, danach Berufene mit 70 Jahren. Die Altersspanne liegt zwischen 28 (Danka Bartekova, Slowakei) und 80 (Lamine Diack, Senegal) Jahren.

21 Mitglieder sind Frauen. Bis 1981 war das IOC ein reiner Männerorden. Zwölf sind dem Adel und Hochadel zuzurechnen, darunter Kronprinz Frederik von Dänemark, Fürst Albert von Monaco, Prinzessin Anne von Großbritannien und der Großherzog von Luxemburg sowie Scheichs, Prinzen und eine Prinzessin aus Arabien. Etwa 40 Olympier haben als Firmenchefs, Banker und Manager einen starken wirtschaftlichen Hintergrund. Aus dieser Gruppe ragt der südkoreanische Milliardär und Samsung-Chef Kun Hee Lee heraus.

Eine dominante Gruppe bilden die Sportfunktionäre. Eine Minderheit wirkt hauptamtlich und wird über nationale oder internationale Verbände entlohnt. Herausragend ist dabei Joseph Blatter. Als Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA erhält der Schweizer ein jährliches Honorar in Millionenhöhe. Zehn Mitglieder sind dem politischen Bereich zuzuordnen.

Von den 35 internationalen Verbänden mit olympischen Sportarten sind zwölf mit ihrem Führungspersonal im IOC vertreten, von 204 NOK-Präsidenten 17. Eine im Jahr 2000 in Kraft gesetzte Regel sieht vor, dass bis zu jeweils 15 Mitglieder aus dem Führungsbereich der Sportverbände und der NOKs aufgenommen werden können, gebunden an die Dauer ihres Amtes. Dazu kommen 15 Athleten aus der Gruppe der "aktiven Athleten" mit Verweildauer von maximal acht Jahren. Mit Thomas Bach zusammen haben 19 Mitglieder olympische Goldmedaillen errungen.

Unter der Verantwortung des zurücktretenden Belgiers Jacques Rogge sind seit 2002 insgesamt 43 IOC-Mitglieder aufgenommen worden. Die Regel gibt den NOKs und den Verbänden ein Vorschlagsrecht. Eine Nominierungskommission des IOC sortiert aus und reicht seine Namensliste an das Exekutivkomitee weiter. Dessen Entscheidung geht als Empfehlung an die IOC-Vollversammlung. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der Stimmen erhält.

32 ehemalige IOC-Mitglieder sind zu Ehrenmitgliedern ernannt worden, darunter der ehemalige deutsche NOK-Präsident Walther Tröger und der frühere DDR-Spitzenfunktionär Günther Heinze. Sie haben ebenso kein Stimmrecht wie der frühere US-Außenminister Henry Kissinger als einziges "Mitglied ehrenhalber".

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