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Kurzporträts der sechs IOC-Präsidentschaftskandidaten

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Sportpolitik  

Kurzporträts der sechs IOC-Präsidentschaftskandidaten

09.09.2013, 11:10 Uhr | dpa

Buenos Aires (dpa) - Die Deutsche Presse-Agentur dpa stellt die sechs IOC-Präsidentschaftskandidaten im Kurzporträt vor. Gewählt wird am Dienstag bei der 125. IOC-Vollversammlung in Buenos Aires.

Thomas Bach (Tauberbischofsheim)

Geb.:29. Dezember 1953
Beruf:Wirtschaftsanwalt
Olympische Vergangenheit:Mannschafts-Olympiasieger 1976 in Montreal im Florett
IOC-Eintritt:1991
IOC-Aufgaben:Mitglied der Exekutive (1996 - 2004, Vizepräsident (2004 - 2004 und seit 2006), Vorsitzender der juristischen Kommission, Vorsitzender der Evaluierungskommission für die Winterspiele 2002 und die Sommerspiele 2004, Vorsitzender der Disziplinarkommission bei Olympia, Verkäufer der olympischen TV-Rechte für Europa.
Andere Aufgaben:Seit 2006 Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
Vorzüge:Hat als Olympiasieger, Chef des Nationalen Olympischen Komitees, IOC-Vize, langjähriges Mitglied der Exekutive und Vorsitzender diverser Kommissionen viele Rollen in der olympischen Bewegung bereits ausgefüllt. Spricht fließend Englisch und Französisch und ordentlich Spanisch. Relativ jung. Hat die Unterstützung von Scheich Ahmad al-Sabah (Kuwait), dem einflussreichen Chef der Vereinigung aller Nationalen Olympischen Komitees (ANOC).
Nachteile:Lange Favoritenrolle könnte sich negativ auswirken. Einige Mitglieder monieren das zu offensive Lobbying von Scheich al-Sabah.
Zitat:«Der IOC-Präsident dient diesem Orchester als Dirigent»
Aussichten:Der Favorit

Sergej Bubka (Ukraine)

Geb.:4. Dezember 1963
Beruf:Geschäftsmann
Olympische Vergangenheit:Olympiasieger 1988 in Seoul im Stabhochsprung, Teilnehmer an vier Olympischen Spielen. Sechsmaliger Weltmeister, hält immer noch die Weltrekorde im Freien (6,14 Meter) und in der Halle (6,15 Meter). 43 Sprünge über sechs Meter.
IOC-Eintritt:2000
IOC-Aufgaben:Mitglied der IOC-Exekutive als Athletenvertreter (2000 - 2008), seit 2012 reguläres Mitglied der Exekutive. Vorsitzender der Athletenkommission (2002 - 2008). Vorsitzender der Evaluierungs- und Koordinierungskommission der Jugendspiele 2010 in Singapur. Vorsitzender der Entouragekommission seit 2010.
Andere Aufgaben:Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine. Seit 2007 Vizepräsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF.
Vorzüge:Prominentester Name aller Kandidaten als Stabhochsprung-Rekordmann. Hochrangige Positionen im IOC, in der IAAF und im Nationalen Olympischen Komitee seiner Heimat.
Nachteile:Gilt als zu jung. Wenig glaubwürdig im Anti-Doping-Kampf.
Zitat:«Ich habe die Leidenschaft, den Antrieb und die Energie, die olympische Bewegung anzuführen, die mir alles gegeben hat, was ich habe. Sport ist mein Leben, Sport ist in meinen Genen.»
Aussichten:Außenseiter

Richard Carrion (Puerto Rico)

Geb.:26. November 1952
Beruf:Banker
Olympische Vergangenheit:Keine
IOC-Eintritt:1990
IOC-Aufgaben:Mitglied der Exekutive (2004 - 2012). Vorsitzender der Finanzkommission seit 2002. Vorsitzender der Kommission für Wirtschaftsprüfung seit 2006. Chefverkäufer der olympischen TV-Rechte für die USA und den Rest der Welt außer Europa. Mitglied der Koordinierungskommission für die Spiele 2016 in Rio de Janeiro.
Andere Aufgaben:Vorsitzender und Geschäftsmann der Banco Popular, Vorstandsmitglied der New Yorker Notenbank Federal Reserve. Seit 2010 zudem im Vorstand des Internationalen Basketball-Verbandes (FIBA).
Vorzüge:Top-Finanzexperte des IOC: Handelte den Rekord-Vertrag über 4,38 Milliarden Dollar mit NBC aus für die US-TV-Rechte bis 2020. Mitverantwortlich für den Anstieg der IOC-Reserven von 100 auf 900 Millionen Dollar. Untermauerte Führungsqualitäten durch eine emotionale Rede ohne Hilfsmittel bei der Präsentation aller Kandidaten im Juli in Lausanne.
Nachteile:Fehlender Athleten-Hintergrund. Wird von zahlreichen Mitgliedern auf seine Rolle als Finanzmann reduziert. Keine klare regionale Unterstützung. Erst ein IOC-Präsident kam nicht aus Europa.
Zitat:«Ich habe für das IOC in den vergangenen Jahren Verträge in Höhe von mehr als acht Milliarden Dollar ausgehandelt, aber das Wichtigste ist meine Leidenschaft für die olympische Bewegung.»
Aussichten:Ernstzunehmender Herausforderer

Denis Oswald (Schweiz)

Geb.:9. Mai 1947
Beruf:Jura-Professor
Olympische Vergangenheit:Nahm an drei Olympischen Spielen teil. Der ehemalige Ruderer holte 1968 in Mexiko City Bronze im Vierer mit Steuermann.
IOC-Eintritt:1991
IOC-Aufgaben:Mitglied der Exekutive (2000 - 2012), Vorsitzender der Koordinierungskommission für die Spiele 2004 in Athen und 2012 in London.
Andere Aufgaben:Präsident des Internationalen Ruder-Verbandes (1989 - 2013). Präsident der Vereinigung aller olympischen Sommersportverbände (2000 - 2012). Richter am Internationalen Sportgerichtshof CAS.
Vorzüge:Große Erfahrung als Funktionär, wichtige Rolle im IOC und internationalen Sportorganisationen. Juristischer Hintergrund, spricht fließend Französisch, Englisch und Deutsch. Eine europäische Alternative zu Bach.
Nachteile:Sein Alter. Wird eher der alten als der neuen Generation im IOC zugeordnet.
Zitat:«Das Händeschütteln ist nichts für mich. Ich verkaufe mich nicht gern. Ich hoffe, dass meine Taten in der olympischen Bewegung überzeugender sind als Händeschütteln.»
Aussichten:Außenseiter

Ng Ser Miang (Singapur)

Geb.:6. April 1949
Beruf:Unternehmer, Diplomat
Olympische Vergangenheit:Keine
IOC-Eintritt:1998
IOC-Aufgaben:Mitglied der Exekutive seit 2005, Vizepräsident seit 2009.
Andere Aufgaben:Präsident des Organisationskomitees für die ersten Olympischen Jugendspiele 2010 in Singapur. Vizepräsident des Internationalen Segel-Verbandes (1994 - 1998), Botschafter in Ungarn und Norwegen.
Vorzüge:Kandidat der aufstrebenden Sportmacht Asien. Erfahrung als Cheforganisator der Jugendspiele. Diplomatische Vergangenheit, sehr beliebt bei IOC-Mitgliedern.
Nachteile:Gilt für einige als zu nett und nicht charismatisch genug. Hat nicht die vollständige Unterstützung Asiens.
Zitat:«Ich bin stolz, Asiate zu sein, und ich bin stolz, Weltbürger zu sein. Um eine Weltorganisation anzuführen, muss man auch eine globale Vision haben.»
Aussichten:Ernstzunehmender Herausforderer

Wu Ching-Kuo (Taiwan)

Geb.:18. Oktober 1946
Beruf:Architekt
Olympische Vergangenheit:Keine
IOC-Eintritt:1988
IOC-Aufgaben:Mitglied der Exekutive seit 2012
Andere Aufgaben:Seit 2006 Präsident des Internationalen Boxverbandes (AIBA).
Vorzüge:Asiatischer Kandidat. Führte AIBA dank zahlreicher Reformen aus der größten Glaubwürdigkeitskrise der Verbandsgeschichte. Längste IOC-Zugehörigkeit aller Kandidaten.
Nachteile:Hohes Alter. Zu wenig Einfluss auf höchster IOC-Ebene. Fehlende Unterstützung Chinas. Einer von zwei asiatischen Kandidaten. Fehlender Athleten-Hintergrund.
Zitat:«Ich glaube, das IOC benötigt jetzt einen Anführer, der die olympische Bewegung wieder vereinen kann.»
Aussichten:Krasser Außenseiter

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