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Sportpolitik  

Ringen: Weltweite Zufriedenheit nach IOC-Entscheidung

09.09.2013, 15:05 Uhr | dpa

Ringen: Weltweite Zufriedenheit nach IOC-Entscheidung. FILA-Präsident Nenad Lalovic freut sich über den Olympia-Verbleib seiner Sportart.

FILA-Präsident Nenad Lalovic freut sich über den Olympia-Verbleib seiner Sportart. (Quelle: dpa)

Leipzig (dpa) - Nach internationalen Protesten und länderübergreifender Solidarität hat die positive IOC-Entscheidung für die Sportart Ringen weltweit für Zufriedenheit gesorgt.

"Diese erfreuliche Nachricht war das Ergebnis einer globalen Solidarität. Es wäre eine Schande gewesen, wenn eine klassische Sportart wie Ringen nicht mehr olympisch wäre. Der Iran hat seinen Teil dazu beigetragen, dass Ringen wieder Teil der Spiele ist", sagte der Vizepräsident des Iranischen Olympischen Komitees, Bahram Afscharsadeh, in einem Interview der Nachrichtenagentur Fars.

Russlands Sportminister Witali Mutko betonte: "Die Popularität dieser Sportart in Russland und der ganzen Welt hat nicht zugelassen, dass das Ringen aus dem olympischen Programm verschwindet. Ich gratuliere dem IOC zu seiner weisen Entscheidung." Die Zeitung "Sowjetski Sport" titelte: "Das ist ein bedeutender Sieg. Wichtig war auch die konstruktive Haltung von Präsident Wladimir Putin."

Auch NOK-Chef Alexander Schukow sah einen bedeutsamen Schritt für die Kampfsportart: "Die leidenschaftliche Diskussion über die Zukunft des Ringens hat zu positiven Regeländerungen bei dieser Sportart beigetragen. Der Kampf ist jetzt dynamischer und interessanter für die Zuschauer. Das Ringen kehrt im Triumph zur olympischen Familie zurück."

Die britische Tageszeitung "The Guardian" schrieb: "Die Abstimmung, in der Ringen triumphierte, war der Höhepunkt einer zweieinhalbjährigen Saga, die vermeintlich dazu führen sollte, eine neue Sportart zum olympischen Programm hinzuzufügen, doch nun endet, indem der Status quo bestehenbleibt."

"The Independent" sah in der Abstimmung "keine Überraschung. Der anfängliche Ausschluss der Sportart hat in Ländern wie Russland und den USA für Aufruhr gesorgt. Und Ringen ist in Japan so populär, dass es undenkbar gewesen wäre, gerade dort nicht zum Programm der Spiele 2020 zu gehören."

Immerhin war die Ringerin Saori Yoshida das Gesicht der Tokio-Bewerbung. Die zehnmalige Weltmeisterin gilt in ihrer Heimat als "Königin des Ringens", sie wurde nach ihrem dritten Olympiasieg 2012 in London sogar mit dem "Kikuchi-Kan-Preis" und dem "People's Honour Award" geehrt.

Deutschlands derzeit erfolgreichster Ringer, Frank Stäbler, meinte nach der klaren Abstimmung erleichtert: "Der Traum lebt und gibt mir für die WM in Budapest ab nächster Woche zusätzlichen Schub."

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