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Fußball  

New York Cosmos: Die Wiedergeburt einer Legende

13.09.2013, 10:16 Uhr | dpa

New York Cosmos: Die Wiedergeburt einer Legende. Franz Beckenbauer 1978 im Trikot von New York Cosmos.

Franz Beckenbauer 1978 im Trikot von New York Cosmos. (Quelle: dpa)

New York (dpa) - Für Franz Beckenbauer war es "die schönste Zeit meines Lebens", für Pelé "die beste Entscheidung, trotz Angeboten aus Mexiko, Italien und Deutschland, hier herzukommen." Zwei Fußball-Weltstars, eine gemeinsame Vergangenheit - New York Cosmos.

Der Verein, der in den 1970ern durch Beckenbauer, Pelé, Carlos Alberto oder auch Johan Neeskens weltberühmt wurde und vor 28 Jahren von der Bildfläche verschwand, ist wieder da. Und zwar dort, wo er einst mit den Größen des Weltfußballs zu einer globalen Marke wurde - in der North American Soccer League (NASL).

"Cosmos hat so eine wunderbare Historie. Es ist toll, bei der Wiedergeburt dabei zu sein", sagt Trainer Giovani Savarese. 2010 wurde der Club neu gegründet, seit Anfang August spielt er in der NASL, der zweiten Liga hinter der Major League Soccer (MLS). Und wie der einstige Teambesitzer Steve Ross hat auch der heutige Eigentümer große Visionen. Seamus O'Brien sieht die MLS, in der die Spieler Verträge mit der Liga und nicht mit ihren Vereinen abschließen, auf dem Weg in einer Sackgasse. Er glaubt, dass die NASL langfristig die MLS herausfordern könne.

Der Engländer hat bei Cosmos zumindest schon mal Namen zu bieten, die kein MLS-Club vorweisen kann. Pelé ist Ehrenpräsident, Carlos Alberto und Eric Cantona fungieren als internationale Botschafter. Und auch Beckenbauer wäre bereit, ein Ehrenamt zu übernehmen: "Selbstverständlich. Wenn Cosmos mich braucht, bin ich da", sagte der 68-Jährige der dpa.

Als er und Pelé das weiße Cosmos-Trikot mit dem grünen Kragen trugen, erlebte Soccer in Amerika einen Boom wie nie zuvor. Am 14. August 1977 pilgerten bis dato unvorstellbare 77 691 Zuschauer zum Spiel gegen Fort Lauderdale ins ausverkaufte Giants-Stadium. "Comos war damals einer der berühmtesten Fußballclubs der Welt, wenn nicht gar der berühmteste. Viele meiner Mitspieler zählten zu den Größten unserer Zunft", sagte Beckenbauer. "Die Mannschaft war in gewisser Weise eine Weltauswahl. Also, ich kann von der Zeit nur schwärmen."

Der "Kaiser" kam im Frühjahr 1977 nach New York. Und mit dem damals 31-Jährigen erlebte der Verein seine erfolgreichste Zeit, wurde in vier Jahren dreimal Meister. Beckenbauer absolvierte 105 Spiele, erzielte 19 Tore. Der Zuschauerschnitt stieg in jenen Jahren auf mehr als 46 000. Auf den Rängen saßen Megastars wie Steven Spielberg, Mick Jagger, Muhammad Ali, Barbara Streisand oder Robert Redford - und kamen nach den Spielen häufig in die Umkleide. "Manchmal dachte ich in unserer Kabine, ich bin in Hollywood", meinte Beckenbauer damals. Als legendär galten auch die Partys der Spieler im berühmten "Studio 54" in Manhattan.

Das Flair der Vergangenheit wirkt bis heute nach. "Ich habe 25 Jahre für den FC Santos gespielt und viele Titel mit dem Verein gewonnen. Und ich habe einige WM-Tore geschossen", sagte Pelé. "Und trotzdem fragen mich die Leute, wenn ich nach China oder Afrika komme: 'Was passiert mit Cosmos?' Das ist unglaublich."

Der prominenteste Profi im jetzigen Kader ist Marcos Senna, ein 37 Jahre alter Mittelfeldmann, der elf Jahre lang für den FC Villareal spielte und mit Spanien 2008 Europameister wurde. Die Heimspiele werden in einem Universitäts-Stadion auf Long Island ausgetragen, zu den ersten drei Partien kamen im Schnitt 8126 Zuschauer. Nach sechs Partien rangiert Cosmos auf Platz vier, hat mit neun Punkten nur einen Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Tampa Bay Rowdies. "Nun ist Cosmos wieder auferstanden. Früher war der Club in aller Munde, vielleicht wird es ja mal wieder so", meinte Beckenbauer.

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