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Kanu  

Canadier-Frauen kommen olympischen Ehren näher

13.09.2013, 12:13 Uhr | dpa

Canadier-Frauen kommen olympischen Ehren näher. Thomas Konietzko hofft, dass die Canadier-Frauen 2020 zu den Olympischen Spielen fahren können.

Thomas Konietzko hofft, dass die Canadier-Frauen 2020 zu den Olympischen Spielen fahren können. (Quelle: dpa)

Prag (dpa) - Wenn die Slalom-Kanuten am Wochenende in Prag um die WM-Medaillen paddeln, müssen die Canadier-Frauen samstagmorgens gleich als erste ran. Ein bisschen hat ihr Rennen um Gold, Silber und Bronze dann den Anschein einer Generalprobe für die restlichen bedeutungsvolleren Wettbewerbe.

Auch drei Jahre nach ihrer Einführung kommt die jüngste aller Disziplinen innerhalb des Traditionssports noch immer nicht über das Image des netten Anhängsels hinaus. Die Teilnehmerzahl ist arg übersichtlich, das internationale Niveau vergleichsweise schwach, die Fehlerquote dafür umso höher.

Und so fallen die Ergebnisse der samt Stechpaddel im Kanu knienden Frauen oft hinten herunter, wenn Medaillenbilanzen gezogen werden. Allein schon, weil ihnen als einziger aller fünf Disziplinen im Slalomsport der olympische Status fehlt. Zumindest noch. Denn bald dürfte sich das ändern. "Die Canadier-Damen haben große Chancen, bei Olympia 2020 erstmals mit im Programm zu sein", sagt der deutsche Verbandschef Thomas Konietzko, zugleich Mitglied im "Board of directors" des Weltverbandes ICF, dem höchsten Gremium der Kanuten.

"Gender equality" lautet das Zauberwort, dem sich sowohl die ICF als auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) unterworfen haben. Heißt: Es müssen auf Sicht möglichst gleich viele Männer- und Frauenwettbewerbe innerhalb eines Sports ausgetragen werden. Mit Blick auf Tokio in sieben Jahren wollen die Kanufürsten nun handeln.

Noch sind nämlich drei Männer- und nur eine Frauendisziplin olympisch. "Die Gleichstellung der Geschlechter ist unsere klare Strategie. Wir Kanuten sind innerhalb der olympischen Sportarten im Hintertreffen im Vergleich zu anderen", gesteht Konietzko. Bis zur jetzigen Saison bekamen die Canadier-Frauen nicht mal eine finanzielle Unterstützung vom Verband, für Trainingslager und Lehrgänge mussten sie ganz allein aufkommen und ordentlich zahlen.

Bei einer Konferenz des ICF-Führungszirkels am 14. und 15. November im peruanischen Lima sollen detaillierte Änderungsvorschläge am Ringe-Programm erarbeitet werden, die neben den Slalom-Kanuten auch die Rennsport-Kanuten betreffen werden. Der ICF-Kongress muss die Pläne im Herbst 2014 bestätigen und sie ans IOC weiterreichen. "Dort werden eigenständig getroffene Entscheidungen der Verbände akzeptiert, wenn wir nicht fordern, dass die Zahl der olympischen Disziplinen größer werden soll", sagt Konietzko. Was naturgemäß in einer Zwickmühle endet: Denn wenn die Canadier-Einer der Frauen ins Ringe-Programm reinkommen, muss eine Männerdisziplin weichen.

Die Idee einer Vergrößerung der momentan vier Slalom-Wettbewerbe umfassenden olympischen Agenda stößt beim IOC auf taube Ohren. "Wir wünschen uns natürlich, dass wir nichts streichen müssen. Aber nach jetzigem Stand der IOC-Politik ist das schlichtweg unrealistisch", kommentiert Konietzko. Mittelfristig um ihr Überleben müssen nun vor allem die Canadier-Zweier der Männer bangen, die seit Jahrzehnten neben den Kajak-Startern beider Geschlechter sowieso den C1-Herrenpiloten einen festen Platz im olympischen Programm haben.

Im Frühjahr waren sogar bereits Programmänderungen für die Spiele 2016 in Rio de Janeiro im Gespräch, die sich aber in der angestrebten Eile international nicht durchsetzen ließen. Gut für den deutschen Verband, der im Canadier-Bereich erst seit Kurzem intensiv die jungen Mädchen fördert. Mit Erfolg. Bei der jüngsten Nachwuchs-WM wurde in Karolin Wagner (17) eine Deutsche Junioren-Weltmeisterin. "Das zeigt, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind", mutmaßt Konietzko.

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