Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Anti-Doping-Gesetz: DOSB will nun Expertenmeinung hören

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sportpolitik  

Anti-Doping-Gesetz: DOSB will nun Expertenmeinung hören

13.09.2013, 15:05 Uhr | dpa

Anti-Doping-Gesetz: DOSB will nun Expertenmeinung hören. Michael Vesper ist der Generaldirektor des DOSB.

Michael Vesper ist der Generaldirektor des DOSB. (Quelle: dpa)

Wiesbaden (dpa) - Nach der bisher strikten Ablehnung eines Anti-Doping-Gesetzes durch den Deutschen Olympischen Sportbund kommt doch Bewegung in die Sache.

"Wir sind jederzeit offen für sinnvolle gesetzliche Verschärfungen, die dem Anti-Doping-Kampf dienen", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper nach der Sportministerkonferenz in Wiesbaden. Auf Wunsch des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CDU) wird sich eine Gruppe von Rechtsexperten am 26. September in Bonn damit auseinandersetzen. Dies kündigte BMI-Abteilungsleiter Gerhard Böhm an.

Vesper hat sich bisher immer strikt gegen ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen und auf die Sportgerichtsbarkeit verwiesen - genau wie Thomas Bach. Der neue Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte nach seiner Rückkehr aus Buenos Aires am Donnerstag gleich den Sportministern einen Besuch abgestattet - und bei dieser Gelegenheit erneut die Ablehnung eines speziellen Anti-Doping-Gesetzes bekräftigt. Dies sei bereits im Arzneimittelgesetz geregelt, erklärte der scheidende DOSB-Chef Bach.

Von Sportlern, Juristen und auch aus Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg wird der Ruf nach einem Anti-Doping-Gesetz immer lauter. Unabhängige Rechtsprofessoren - und keine Politiker, wie Böhm betonte - werden nun das Für und Wider erörtern. Der Abteilungsleiter Sport im BMI wies aber darauf hin, dass man in diesem Zusammenhang "die Vorzüge, die das Sportrecht bietet, nicht verlieren" dürfe. Auch dürfe die internationale Sportgerichtsbarkeit nicht gefährdet werden, sagte Böhm.

Vesper erklärte, dass neue Vereinbarungen nicht das sogenannte "Strict-Liability-Prinzip" aushebeln dürften, demzufolge Sportler die Verantwortung für alle Stoffe tragen, die sich in ihrem Körper befinden. "Ich halte eine gesetzliche Verschärfung zur Dopingbekämpfung für unerlässlich", bekräftigte erneut Hessens Innenminister Boris Rhein als Vorsitzender der Sportministerkonferenz.

Die Schaffung des Strafbestands Dopingbetrug könne eine Maßnahme sein. Wenn es nach ihm geht, solle auch die Sportgerichtsbarkeit verschärft werden, sie verfüge über ungleich schnellere und härtere Maßnahmen. "Es gibt keinen herbeigeflüsterten oder herbeigeschriebenen Dissonanz zwischen Sportministern und DOSB. Uns allen ist daran gelegen, den Kampf gegen Doping zu forcieren", erklärte der CDU-Politiker. Er hoffe auf ein "Wiesbadener Signal".

Vesper verwies auf die Verschärfung des Arzneimittelgesetzes in den vergangenen Jahren. Es sei ja nicht so, dass man vor einem weißen Blatt Papier sitze. Dennoch zeigte er sich kooperationsbereit. "Ich bin gespannt, welche Vorschläge kommen", sagte der DOSB-Generaldirektor zu der Expertenkommission.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige
Ähnliche Themen im Web

Shopping
Shopping
Trendige Sofas und Couches für jeden Geschmack
reduzierte Angebote entdecken bei ROLLER.de
Shopping
Vom Fleck weg gekauft: Hoover Haushaltsgeräte
OTTO.de
Sport von A bis Z
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017