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DVV-Boss Krohne hofft auf EM-Schub

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DVV-Boss Krohne hofft auf EM-Schub

14.09.2013, 12:34 Uhr | dpa

DVV-Boss Krohne hofft auf EM-Schub. Thomas Krohne ist der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes.

Thomas Krohne ist der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Für Thomas Krohne gehört das Klinken putzen zu seinem Job. Der 51-jährige Bremer ist Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes, einer Randsportart. Da kann man nicht darauf warten, dass zum Beispiel TV-Anstalten von selbst anklopfen. Krohne muss den ersten Schritt machen.

Vor der EM besuchte der Inhaber einer Sportmarketing-Agentur "fast alle TV-Sender" und pries das Turnier an. "Ich habe ihnen ans Herz gelegt, mir zu zeigen, was wir machen sollen. Was müssen wir tun, um für euch attraktiv zu sein?", erzählte Krohne. Darauf folgte eine sportlich erfolgreiche EM, an der das Interesse stetig wuchs. Und eines ist klar: Krohne hofft auf einen echten Schub.

Der Volleyball in Deutschland soll im besten Fall dauerhaft von der Heim-EM profitieren. Mehr TV-Präsenz ist das Ziel, zudem eine verstärkte Berichterstattung im Online- und Print-Bereich. Bei der EM übertrug Sport1 immerhin die deutschen Spiele.

Zumindest was das Fernsehen betrifft, hat Krohne auch schon Ansätze, wie sich der Volleyball, aber auch andere Sportarten vielleicht besser vermarkten ließen. Stichwort: "Super Sunday". Ganztägige Live-Übertragungen etwa von Spitzenspielen im Volleyball oder auch Handball, um den Event-Charakter zu stärken. Krohne hat nach eigenen Angaben auch schon mit dem Manager des Deutschen Handballbundes, Heiner Brand, über das Thema gesprochen. Ein Treffen mit dem früheren Bundestrainer ist nach der EM geplant.

"Wir brauchen noch mehr Event-Charakter", forderte Krohne schon in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa im Juni. Dem Werder-Fan Krohne wird da gerade das packende EM-Halbfinale gegen Belgien in Berlin gefallen haben. Einlaufmusik, lautstarkes Anfeuern der Fans durch den Hallensprecher - das hatte es auch schon während der Gruppenphase und der Viertelfinals im westfälischen Halle gegeben. Eine glückliche Fügung sorgte aber nun dafür, dass sogar der neue IOC-Boss Thomas Bach das Gänsehaut-Duell erlebte.

"Ich bin seit vielen Jahren bekennender Volleyball-Fan", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Anlässlich der Feierlichkeiten am Samstag zu 100 Jahre Deutsches Sportabzeichen mit Bundespräsident Joachim Gauck war der mächtigste Sportpolitiker der Welt sowieso in Berlin und konnte da den Besuch des Deutschland-Spiels dazwischenschieben. Es war Bachs erste Visite bei einer Sportveranstaltung in seinem neuen Amt.

Dieser Glanz strahlt auch ein wenig ab. Doch für wie lange? Prägende Spielerinnen wie Margareta Kozuch und Christiane Fürst oder auch Bundestrainer Giovanni Guidetti sehen ihre Zukunft weiter im Ausland. Bei den Gagen, die in der Türkei, in Russland oder in Aserbaidschan gezahlt werden, kann kein Bundesligist mithalten. Der Sprossenwand-Charme in einigen deutschen Hallen tut sein Übriges.

"Der Stellenwert von Volleyball in Deutschland entspricht noch nicht unserem Anspruch", erklärte Krohne, der vor etwas mehr als einem Jahr Nachfolger von Werner von Moltke als DVV-Boss wurde, seine Zielsetzung. "Unser Ziel muss es sein, uns auf das Niveau von Basketball, Handball und Eishockey zu entwickeln und als eine der zweiten Sportarten hinter Fußball wahrgenommen zu werden."

Die EM in Deutschland und der Schweiz war ein kleiner Schritt. Krohne will nun Bewerbungen für WM oder EM forcieren. "Das Thema Nationalmannschaft zieht", sagte er. "Ich brauche Events, nur so kann ich die Medien auf uns aufmerksam machen."

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