Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Bach: Rücktritte vor IOC-Amtsantritt am Dienstag

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sportpolitik  

Bach: Rücktritte vor IOC-Amtsantritt am Dienstag

15.09.2013, 11:55 Uhr | dpa

Bach: Rücktritte vor IOC-Amtsantritt am Dienstag. Thomas Bach ist der neue Präsident des IOC.

Thomas Bach ist der neue Präsident des IOC. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Vor dem Antritt des neuen Amtes am Dienstag sind erst einmal Rücktritte fällig: Bevor Thomas Bach seine Geschäfte am IOC-Sitz in Lausanne übernimmt, wird der 59 Jahre alte Jurist eine Reihe seiner bisherigen Tätigkeiten aufgeben.

"Am Montag wird der Tag vieler Rücktritte sein. Ich werde als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes zurücktreten, werde meine Funktion im Internationalen Sportschiedsgerichtshof niederlegen müssen und werde als Präsident der arabisch-deutschen Industrie- und Handelskammer zurücktreten. Und ich glaube, es sind noch etwa ein Dutzend Positionen mehr", kündigte der neue IOC-Präsident im ZDF-Sportstudio an.

Das DOSB-Präsidium trifft sich am Montag und Dienstag in Frankfurt/Main zu seiner 60. Sitzung. Dabei wird es unter anderem auch um die Bach-Nachfolge an der DOSB-Spitze gehen. Ein Topkandidat ist noch nicht auszumachen. Hans-Peter Krämer als Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen wird die DOSB-Geschäfte übergangsweise führen. Am 7. Dezember wird bei der Vollversammlung in Wiesbaden entschieden, ob Krämer dies auch noch bis zum Ende der Legislaturperiode im Dezember 2014 macht oder ein Bach-Nachfolger feststeht.

Der bisherige DOSB-Präsident war am vergangenen Dienstag in Buenos Aires als erster Deutscher zum Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gekürt worden. Wahlversprechen habe es aber nicht gegeben, auch nicht für den einflussreichen IOC-Spitzenfunktionär Scheich Ahmad al-Sabah, der Bach im Vorfeld der Wahl unterstützt hatte. Er werde mit einem weißen Blatt Papier nach Lausanne reisen, kündigte der Fecht-Olympiasieger an.

In den Diskussionen um ein Anti-Doping-Gesetz bekräftigte Bach seine bisherige Haltung. "Es gibt eine Anti-Doping-Gesetzgebung in Deutschland. Die steht nur im Arzneimittelgesetz. Ob das mit der Überschrift so geschickt war, darüber kann man diskutieren", ergänzte Bach. Diese Gesetzeslage sei mit denen in anderen europäischen Ländern vergleichbar, vielleicht sogar mit dem einen Schritt mehr. Es gehe darum, das Umfeld der Athleten trocken zu legen.

Viele Politiker - unter ihnen auch Innenminister Hans-Peter Friedrich sind inzwischen umgeschwenkt und zumindest offen für eine neue Gesetzgebung, die Juristen und Sportler schon länger fordern. Bach hält noch immer dagegen. Auf Friedrichs Wunsch hin wird sich eine Gruppe von Rechtsexperten am 26. September in Bonn damit auseinandersetzen.

Am Samstagvormittag hatte Bundespräsident Joachim Gauck Bach bei einem Empfang in Berlin persönlich gratuliert. "Es ist toll, dass Sie gewählt worden sind", sagte Gauck. "Meine Wahl zum IOC-Präsidenten war nicht nur eine Wahl für die Person, sondern die Wahl ist vor allem Anerkennung für den deutschen Sport", hatte Bach bei der Festveranstaltung zum 100-jährigen Jubiläum des Deutschen Sportabzeichens im Schloss Bellevue erklärt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal