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DOSB will Nachfolger von IOC-Präsident Thomas Bach im Dezember wählen

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Sportpolitik  

DOSB will am 7. Dezember Bach-Nachfolger wählen

17.09.2013, 16:03 Uhr | dpa

DOSB will Nachfolger von IOC-Präsident Thomas Bach im Dezember wählen. Hans-Peter Krämer nimmt die Geschäfte des DOSB-Präsidenten bis zur Neuwahl wahr.

Hans-Peter Krämer nimmt die Geschäfte des DOSB-Präsidenten bis zur Neuwahl wahr. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund will auf der Mitgliederversammlung am 7. Dezember in Wiesbaden einen neuen Präsidenten und Nachfolger für Thomas Bach wählen.

"Das DOSB-Präsidium hat einmütig gesagt, dass man mit aller Macht versuchen will, einen neuen DOSB-Präsidenten zu wählen", sagte Hans-Peter Krämer. Der bisherige Vizepräsident für Wirtschaft und Finanzen wird bis dahin interimsmäßig das Präsidentenamt ausüben. Bach hatte nach der Wahl zum IOC-Präsidenten am Montag seinen Rücktritt als DOSB-Chef erklärt.

Laut Krämer habe man sich im Präsidium bisher noch nicht konkret mit der Kandidatenfrage beschäftigt. "Wir haben uns über keinerlei Namen unterhalten", erklärte er. "Deswegen werden Sie von uns keinerlei Namen erfahren." Der DOSB will zunächst die Gespräche mit den Spitzensportverbänden suchen, die am Donnerstag in Frankfurt/Main tagen. Unterdessen betonte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper noch einmal, nicht für das Präsidentenamt zur Verfügung zu stehen.

Clemens Prokop hat "erhebliche juristische Bedenken", wie der Deutsche Olympische Sportbund die Nachfolge von Thomas Bach geregelt hat, sagte der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes der Nachrichtenagentur dpa. Hans-Peter Krämer war am Montag nach einer Präsidiumssitzung des Dachverbandes als "amtierender DOSB-Präsident" präsentiert worden. DOSB-Chef Thomas Bach, der vergangenen Woche zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees gewählt worden war, hatte sein Amt zuvor abgegeben.

Prokop verwies auf den Paragrafen 17 der DOSB-Satzung, wonach bei einer Verhinderung des Präsidenten der Vizepräsident oder der Generaldirektor die Geschäfte fortführen. "Der Grundsatz der Klarheit ist hier nicht erkennbar. Es kann nur einer sein", erklärte er. Zudem sei ein Rücktritt wie bei Bach streng genommen keine Verhinderung.

Jurist Prokop hat diese Bedenken auch DOSB-Generaldirektor Michael Vesper mitgeteilt. Prokops Einschätzung sei falsch, sagte Vesper: "Das war eine ganz pragmatische Entscheidung, die sachgerecht ist." Krämer sei nicht nur das älteste, sondern auch das erfahrenste Präsidiumsmitglied und komme als Bach-Nachfolger bei der nächsten Wahl selbst nicht infrage.

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