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Bayern, BVB - und dann?  

Bundesliga droht Zwei-Klassen-Gesellschaft

22.09.2013, 14:50 Uhr | dpa

. Symbolisch für die Lage der Liga: Die Bayern jubeln, Frust bei den Schalkern. (Quelle: AP/dpa)

Symbolisch für die Lage der Liga: Die Bayern jubeln, Frust bei den Schalkern. (Quelle: AP/dpa)

Die Ausgeglichenheit in der Bundesliga war jahrelang ihre größte und Spannung versprechende Stärke. Droht angesichts der Dominanz von FC Bayern München und Borussia Dortmund in der 51. Saison eine Zwei-Klassen-Gesellschaft wie in Spanien? Das Leistungsgefälle ist noch größer geworden. "Ich hoffe, der Rest der Liga kann da noch eingreifen", sagte Schalke-Star Kevin-Prince Boateng nach dem 0:4 im Topspiel gegen die cool-effizienten Strategen von Triple-Gewinner Bayern München.

"Das 0:4 war eine Klatsche", gab 04-Trainer Jens Keller unumwunden zu. Die Bayern blieben damit zum 31 Mal in Serie in der Liga ungeschlagen und liegen nun nach Punkten (je 16) gleichauf mit dem BVB. "Es ist aber schwer, mit den beiden führenden Mannschaften mitzuhalten", bekannte der Chefcoach. Dies spürte auch sein Kapitän Benedikt Höwedes, der nach der Heimpleite feststellte: "Heute war der Klassenunterschied vor allem in der zweiten Halbzeit zu groß."

Robben: "Wir müssen weiter hart arbeiten"

Können wenigstens die beim 1. FC Nürnberg gestolperten Dortmunder (1:1) mit dem Starensemble von der Isar mithalten oder droht schon wieder ein langweiliges Solo des Titelverteidigers? "Nein, nein", erwiderte Bayerns niederländische Flitzer Arjen Robben, "wir müssen weiter hart arbeiten." Die Wutrede von Sportvorstand Matthias Sammer wegen fehlender Leidenschaft hat den Ehrgeiz der Münchner Elitekicker wieder angestachelt. "Das war unser bisher bestes Spiel in der Bundesliga", lobte Chefcoach Pep Guardiola, der aber auch gleich hinterher schickte: "Perfekt war es nicht."

Bayern, BVB und dann? Selbst die Dortmunder haben es schwer, im Gleichschritt mit den Münchnern zu marschieren. Nach dem 1:2 beim SSC Neapel in der Champions League gab es für den BVB nur ein Remis in Nürnberg. "Wir sind mit dem Punkt nicht überglücklich", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp, der nach seinem Wut-Auftritt am Vesuv und trotz des Dämpfers betont ruhig blieb. "Wir haben schon häufiger einen Punkt geholt, dennoch ist es immer weiter gegangen."

Hyypiä erleichtert über Sieg

So gut wie noch nie ist der Tabellendritte Bayer Leverkusen, der mit einem 4:1 beim FSV Mainz 05 glänzte, in eine Erstliga-Saison gestartet. 15:7 Tore und 15 Punkte stehen nach dem 6. Spieltag zu Buche. "Ich bin froh über das Ergebnis", sagte Bayer-Coach Sami Hyypiä erleichtert darüber, dass sich sein Team nach dem 2:4 bei Manchester United wieder so berappelt hat. "Das war ein sehr wichtiger Sieg." Für die Mainzer war es die dritte verlorene Partie in Folge. "Das ist schon ein Trend", warnte Trainer Thomas Tuchel und monierte das Fehlen von "Mut, Leidenschaft, Konsequenz und Überzeugung".

Die Leverkusener dürften am ehesten in enger Tuchfühlung mit dem Spitzenduo bleiben. Können dies auf lange Sicht auch der Tabellenvierte Hannover 96 und der VfL Wolfsburg? Hannover setzte sich gegen den FC Augsburg mit 2:1 durch - allerdings erst mit einem Handelfmeter (89.) durch Szabolcs Huszti. Am Mittwoch müssen die Niedersachsen im DFB-Pokal zum Kräftevergleich beim Meister aus München antreten. Die Wolfsburger sind zumindest im eigenen Stadion eine Macht, wie der dritte Heimsieg gegen 1899 Hoffenheim (2:1) bewies. Dabei zeigten die Gastgeber wenig Glanz, aber viel Kampf. "Wir haben uns reingebissen", sagte Coach Dieter Hecking.

Trainerposse beim HSV

Nach dem Nordderby war Werder Bremen der Sieger und Gastgeber Hamburger SV der doppelte Verlierer. Nach der 0:2-Schmach sorgte eine Trainerposse für weiteren Wirbel beim hanseatischen Krisenclub. Der Niederländer Bert van Marwijk hatte vor TV-Kameras in seiner Heimat schon das Engagement an der Elbe als perfekt verkündet. Der HSV, der auch mit dem Schweizer Christian Gross über die Nachfolge des geschassten Thorsten Fink verhandelt, bestätigte dies nicht. Hamburgs Kapitän Rafael van der Vaart, der Fink ungern ziehen sah, würde sich jedenfalls auf seinen Landsmann freuen: "Er wäre gut für uns."

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