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Handspiel im Fußball: Bundesliga auf Rekordkurs - Keiner blickt mehr durch

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Keiner blickt mehr durch  

Streit ums Handspiel geht weiter

23.09.2013, 10:56 Uhr | t-online.de

Handspiel im Fußball: Bundesliga auf Rekordkurs - Keiner blickt mehr durch. Hannovers Szabolcz Huszti verwandelt einen Handelfmeter gegen Augsburg. (Quelle: dpa)

Hannovers Szabolcz Huszti verwandelt einen Handelfmeter gegen Augsburg. (Quelle: dpa)

Die Bundesliga ist auf Rekordkurs. Nach sechs Spieltagen in der noch jungen Saison 2013/2014 verhängten die Schiedsrichter bereits acht Handelfmeter - im Vorjahr zeigten die Referees zu diesem Zeitpunkt wegen des gleichen Vergehens lediglich zwei Mal auf den Punkt. Die steigende Anzahl an Strafstößen wegen Handspiels liegt auch darin begründet, dass kaum einer - weder Spieler noch die Männer in Schwarz - noch richtig durchblicken.

Das Spiel zwischen Hannover 96 und dem FC Augsburg (2:1) hat dies am Wochenende eindrücklich belegt. Schiedsrichter Christian Dingert hatte in der Partie für Diskussionsstoff gesorgt, indem er beiden Teams einen umstrittenen Handelfmeter zugesprochen hatte, den Gastgebern allerdings auch einen Strafstoß verweigerte, nachdem FCA-Profi Ragnar Klavan der Ball im Sechszehner an die Hand gesprungen war.

"Was ist Hand und was nicht?"

Nach der Partie herrschte unter den Spielern Unklarheit. "Man weiß selbst nicht mehr, was ein Handspiel ist", sagte Augsburgs Daniel Baier dem "kicker". Hannovers Keeper Ron-Robert Zieler ist die Auslegung der Hand-Regel schleierhaft - obwohl der DFB den Profis vor der neuen Saison ein Briefing gegeben hat: "Sogar nach der Aufklärung wusste ich immer noch nicht: Was ist Hand und was nicht?" FCA-Innenverteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker bestätigte indes, dass es auch den Schiedsrichtern nicht besser geht. Bei der Schulung der Augsburger Profis habe der anwesende DFB-Vertreter gegenüber den Spielern, die nachhakten, zugeben müssen: "Wir wissen es selbst nicht genau."

Die Regel besagt, dass ein Handspiel vorliegt, wenn ein Spieler den Ball mit seiner Hand oder seinem Arm absichtlich berührt, seine Körperfläche bewusst vergrößert, den Ball mit der Hand oder dem Arm abblockt oder eine unnatürliche Haltung seitens des Spielers vorliegt. Doch genau diese Beurteilung stellt die Schiedsrichter in der Praxis immer wieder vor Probleme. Beispielhaft hierfür war der Elfmeter für Augsburg in Hannover. Zuvor hatte 96-Verteidiger Salif Sane sich mit dem Rücken voraus in den Schuss von FCA-Angreifer Sascha Mölders geworfen, als ihm der Ball an den Unterarm sprang.

"Hier muss einheitliche Linie rein"

Dass Referee Dingert hier auf Strafstoß entschied, sorgt für wenig Verständnis. "Hier muss mal eine einheitliche Linie rein. Im Moment habe ich das Gefühl, dass die Spieler schon mit Händen hinter dem Rücken angreifen, um nicht Opfer eines Handspiels zu werden. Das kann doch nicht Sinn der Sache sein", kritisierte Schalkes Trainer Jens Keller. Sein Wolfsburger Kollege hält auch nichts von einer Schutzhaltung der Abwehrspieler: "Das ist doch dann viel eher eine unnatürliche Haltung. Eine Beschleunigung ist so kaum noch möglich."

Ein Ausweg aus dem Dilemma könnte eine Änderung der Regel sein, so dass jedes Handspiel geahndet wird - egal ob absichtlich oder nicht. "Ich wäre dafür", sagte Bremens Trainer Robin Dutt der "Bild"-Zeitung. "Hand ist Hand." Gladbachs Abwehrspieler Martin Stranzl stößt ins gleiche Horn: "Konsequent jedes Handspiel zu ahnden wäre für mich die einzige Lösung."

Doch eine Regeländerung wird es während der laufenden Saison nicht geben, zumal die Schiedsrichter die bindenden Vorgaben der FIFA umsetzen. Somit scheint klar, dass die Diskussionen weiter gehen werden.

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