Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Schümann: Deutschland kann im America's Cup bestehen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Segeln  

Schümann: Deutschland kann im America's Cup bestehen

26.09.2013, 14:00 Uhr | dpa

Schümann: Deutschland kann im America's Cup bestehen. Altmeister Jochen Schümann hat sich auch kritisch geäußert.

Altmeister Jochen Schümann hat sich auch kritisch geäußert. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Der dreimalige Olympiasieger Jochen Schümann sieht Chancen für eine deutsche Teilnahme am Segelklassiker America's Cup. "Wir haben in unserem Land die Technologie, die Mittel und die Leute, um im America's Cup zu bestehen", sagte Schümann der Nachrichtenagentur dpa.

Der 59 Jahre alte gebürtige Berliner, der 2007 zum Schweizer Team Alinghi gehörte, fordert aber auch einen bezahlbaren Wettbewerb. Laut Schümann sei eine Kampagne unter deutscher Flagge aber nicht ohne olympische Erfolge möglich. "Die brauchen wir, damit uns die Wirtschaft auch Erfolge im America's Cup zutraut", sagte der im bayerischen Penzberg lebende Segler. Er selbst hatte bei den Olympischen Spielen 1976 (Finn Dinghy) sowie 1988 und 1996 (Soling) Gold gewonnen und sicherte sich 2000 (Soling) die Silbermedaille.

Den Sieg der USA-Jacht beim America's Cup hatte Schümann erwartet und die Entwicklung der Regatta zugleich kritisiert. "Ich hatte schon vor dem Beginn des America's Cup gesagt, dass es nur einen Sieger geben kann - nämlich Oracle", sagte Schümann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das US-Team schaffte nach einem 1:8-Rückstand die Wende und siegte am Mittwoch (Ortszeit) mit 9:8.

Schümann sieht die Ursache für die Überlegenheit der Amerikaner in deren Voraussetzungen. "Irgendwann sind die 80 oder 100 Millionen Dollar verbraucht", sagte der dreimalige Olympiasieger über das Finanzpotenzial der Neuseeländer. "Auf der anderen Seite steht mit dem Geld von Larry Ellison ein riesiges Team mit unbegrenzten Ressourcen - personell, technologisch, finanziell." Milliardär Ellison soll rund 200 Millionen Dollar investiert haben.

Zugleich kritisiert Schümann: "Wenn man 100, 150 oder 200 Millionen Dollar ausgeben muss, um eine Chance zum Mitsegeln zu haben, ist das einfach zu teuer." Wenn da nicht gegengesteuert werde, bleibe die Mehrheit der Segelwelt vom America's Cup ausgeschlossen.

Es sei "definitiv guter Sport", meinte Schümann. "Taktisch, ein Schachspiel, nicht nur ein Autorennen im Kreis." Dennoch sieht der 59-Jährige die Entwicklung kritisch: "Ich halte es weiterhin für fraglich, ob sie mit den vielen Flügeln unter und über dem Wasser den typischen Segelsport darstellen. Und ich bleibe dabei, dass die Regatta mit den Herausforderern vor dem großen Finale ein Schuss in den Ofen war."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal