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Schwimmen  

Britta Steffen beendet ihre Karriere

27.09.2013, 14:37 Uhr | dpa, sid

Britta Steffen beendet ihre Karriere. Britta Steffen erlebte bei Olympia 2008 in Peking ihren Höhepunkt. (Quelle: dpa)

Britta Steffen erlebte bei Olympia 2008 in Peking ihren Höhepunkt. (Quelle: dpa)

Schwimm-Star Britta Steffen macht Schluss. Die Olympiasiegerin beendet mit 29 Jahren ihre Karriere. Das gab das Management der Berlinerin bekannt. Steffen hatte bei den Sommerspielen 2008 in Peking mit den Goldmedaillen über 50 und 100 Meter Freistil ihre größten Erfolge gefeiert. Ein Jahr später gewann sie bei der WM in Rom auf denselben Strecken jeweils Gold. Bei den Spielen 2012 in London ging Deutschlands Sportlerin des Jahres 2008 ebenso leer aus wie bei ihrem letzten großen Wettkampf, der WM in diesem Jahr in Barcelona.

"Ich beende meine Karriere in dem Bewusstsein, zu den Besten der Welt zu gehören. Meine Gesundheit und die Unterstützung meiner Familie, Freunde, Partner und Weggefährten machten es mir möglich, meinem Körper absolute Höchstleistungen abzuverlangen. Dennoch habe ich in den letzten Wochen gezweifelt, ob ich die nötige Motivation und Energie für ein oder sogar drei weitere Jahre im Kampf um Goldmedaillen und Meistertitel aufbringen kann", erklärte Steffen in einer Pressemitteilung mit Blick auf die Europameisterschaften 2014 in Berlin und Olympia 2016 in Rio.

"Es gibt nicht nur den Sport"

Steffen hat einst gesagt, Schwimmen sei für sie "Leben, Leidenschaft und Liebe". Jetzt hat sich die 29-Jährige auch deswegen von ihrer einen großen Liebe verabschiedet, um das Glück mit ihrer zweiten großen Liebe Paul Biedermann nicht aufs Spiel zu setzen. Im gemeinsamen Urlaub mit ihrem Lebensgefährten reifte der Wunsch nach einem neuen Lebensabschnitt, in dem das Privatleben eine größere Rolle spielen soll. "Es gibt nicht nur den Sport, ich möchte irgendwann mal 'ne Mama werden", ließ Steffen einmal wissen.

Ursprünglich wollte die Schwimmerin ihre sportliche Laufbahn bis mindestens zur Heim-EM 2014 in Berlin fortsetzen. Und auch Bundestrainer Henning Lambertz hätte sich gewünscht, dass sich Steffen bei der Heim-EM "mit großem Trara" und vielleicht einer letzten Medaille verabschiedet hätte, "aber wenn das Feuer nicht mehr lodert, ist es besser, sofort einen Schlussstrich zu ziehen", meinte Lambertz.

"Außergewöhnliche Schwimmerin"

Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), bezeichnete die Weltrekordlerin über beide Freistil-Sprintstrecken als "außergewöhnliche Schwimmerin, die den Schwimmsport in Deutschland in den vergangenen Jahren" geprägt habe. "Sie hat in der Nationalmannschaft bei vielen internationalen Meisterschaften herausragende Leistungen gezeigt. Ihre Doppelerfolge bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und den Weltmeisterschaften 2009 in Rom bleiben unvergessen. Wir würden uns freuen, wenn Britta dem Schwimmsport und dem DSV mit ihrer Erfahrung erhalten bleibt - in welcher Funktion auch immer", sagte Thiel.

Steffens langjähriger Trainer Norbert Warnatzsch äußerte Verständnis für den Rücktritt. "Brittas Entscheidung verstehe ich. Sie war eine Ausnahmeathletin und hat viel für den deutschen Schwimmsport getan", erklärte Warnatzsch. DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow fügte an: "Sie hat dem Schwimmsport alles untergeordnet und ist dafür mit vielen großen Erfolgen belohnt worden." Steffen sei eine Stütze der Nationalmannschaft und ein Vorbild für die heranwachsenden Talente gewesen.

Berufliche Zukunft noch unklar

Was Britta Steffen zukünftig beruflich machen wird, ist noch nicht ganz klar. Konkrete Pläne würden derzeit entstehen, hieß es in der Mitteilung. Es liege nahe, die Erfahrungen aus dem Studium mit den Erfahrungen aus dem Leistungssport zu verknüpfen, zum Beispiel in Vorträgen. Die Weltrekordlerin studierte Wirtschaftsingenieurwesen für Umwelt und Nachhaltigkeit in Berlin.

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