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Hoffenheim vorne forsch, hinten morsch: Die Unterhaltungskönige der Liga

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Offensiv forsch, defensiv morsch  

Die Hoffenheimer Unterhaltungskönige

29.09.2013, 09:55 Uhr | t-online.de

Hoffenheim vorne forsch, hinten morsch: Die Unterhaltungskönige der Liga. Hoffenheims Spieler durchleben in dieser Saison ein Wechselbad der Gefühle. (Quelle: dpa)

Hoffenheims Spieler durchleben in dieser Saison ein Wechselbad der Gefühle. (Quelle: dpa)

Nicht einmal 23 Jahre beträgt das Durchschnittsalter des Kaders der TSG 1899 Hoffenheim. "Wir prägen damit einen gewissen Jugendstil, aber keinen Jugendwahn", verkündete Alexander Rosen, Leiter Profifußball bei der TSG vor Beginn der Saison. Es ist ein forsches Projekt mit Licht und Schatten, was sich am 7. Spieltag auch beim 3:3 (1:3) gegen Schalke 04 wieder einmal deutlich zeigte.

Vorne sorgen die torgefährlichen Offensivspieler wie Kevin Volland, Roberto Firmino oder Anthony Modeste zwar für Furore, doch hinten drückt der Schuh. 18 eigenen Toren stehen in dieser Spielzeit ebenso viele Gegentreffer gegenüber.

Abenteuerliche Ergebnisse wie ein 5:1 in Hamburg und ein 2:6 beim VfB Stuttgart sind so bereits zustande gekommen. Durchschnittlich fallen in den Begegnungen mit Hoffenheimer Beteiligung mehr als fünf Tore.

Erinnerungen werden wach

Das Gesamtbild erweckt den Eindruck, Hoffenheim erfinde sich gerade neu. Phasenweise erinnert das Offensivspiel schon wieder an die besten Zeiten der ersten Bundesliga-Saison der Sinsheimer 2008/2009, als sensationell die Herbstmeisterschaft gewonnen wurde. 

Die aktuell noch fehlende Konstanz nimmt man in Kauf bei der TSG.

Neue, alte Zeitrechnung

Mit der Verpflichtung des Trainer-Newcomers Markus Gisdol mitten im Abstiegskampf der vergangenen Saison haben die Hoffenheimer Verantwortlichen entschieden, zu einer neuen, eigentlich alten Philosophie zurück zu kehren. Gisdol trainierte zu Zeiten Ralf Rangnicks die zweite Mannschaft und kennt die Philosophie des Klubs sowie die des erfolgreichsten Trainers der Vereinsgeschichte nur zu gut: Dass "wir unseren Weg konsequent gehen" sei wichtig, "unabhängig von den Ergebnissen", betont Gisdol seit Monaten unablässig. Das "klare Bild, dass wir von Hoffenheim haben", sei in den Vorjahren abhanden gekommen.

Routiniers wie Tim Wiese, Tobias Weis oder Eren Derdiyok wurden aussortiert, um die Durchlässigkeit von der starken Jugendabteilung zu den Profis zu erhöhen. Die Leistungsschwankungen und die gelegentliche Naivität in der Defensive sind dabei vorprogrammiert.

Die bisherigen Ergebnisse haben den Kraichgauern nach sieben Partien immerhin solide neun Punkte und Rang acht eingebracht. Zum Vergleich: Nach der gesamten Hinrunde der Vorsaison waren es gerade einmal zwölf. Der Verein entwickelt sich weiter.

Gisdol bringt "Erlebniszuschlag" ins Gespräch

Wenn es demnächst auch mit der defensiven Ordnung besser klappen sollte, könnte der Klub sogar wieder dauerhaft eine Mannschaft mit dem Potenzial für das obere Tabellendrittel werden. "Wir wollen den Fußball spielen, den die Leute interessant finden und wieder erkennen", sagt Gisdol.

Wenn es soweit ist und zusätzlich die Defensive weniger fragil daherkommt, können die Verantwortlichen dann über den vom Trainer nach dem Schalke-Spiel scherzhaft vorgeschlagenen "Erlebniszuschlag" auf Hoffenheimer Spiele erheben. Schließlich sind in Spielen mit TSG-Beteiligung in dieser Saison bereits 36 Tore gefallen, in den Spielern der anderen Mannschaften sind dies durchschnittlich gerade einmal knapp über 20. Wenn Hoffenheim spielt, sind Spektakel im Moment garantiert.

Einer der es wissen muss, schwelgte vor einigen Wochen bereits in Erinnerungen an alte Zeiten: "Wir haben über die letzten Wochen unseren Spielstil gefunden, den Hoffenheim in der Tat schon mal gespielt hat. Da gibt es definitiv Parallelen". Die Aussage stammt von Kapitän Andreas Beck, der als einer der Wenigen schon vor fünf Jahren dabei gewesen ist, als der damalige Aufsteiger die Liga zum ersten Mal aufmischte.

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