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Hambüchens WM-Plan: Mit "neuem Durchblick" zur 21. Medaille

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Turnen  

Hambüchens WM-Plan: Mit "neuem Durchblick" zur 21. Medaille

29.09.2013, 12:48 Uhr | dpa

Antwerpen (dpa) - Diese Investition hat sich gelohnt. Mit "neuem Durchblick" greift Fabian Hambüchen bei der Turn-WM in Antwerpen am Montag nach seiner 21. internationalen Medaille. "Das ist der Hammer. Ich kann jetzt wieder fast perfekt sehen", bekannte der 25-jährige deutsche Turnstar vor den Titelkämpfen, nachdem er sich im Sommer für insgesamt 5200 Euro beide Augen lasern ließ.

Auf Brille oder Kontaktlinsen kann er nun verzichten. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen hatte er den Spitznamen "Turn-Professor" verpasst bekommen, weil seine Kontaktlinsen kaputt gegangen waren und er mit einer Brille das Reck-Finale erreicht hatte. "Auch mit den Kontaktlinsen war es nicht einfach. Meine Augen haben gebrannt, weil die Hornhaut schlecht auf das Spülmittel reagiert hat. Damit konnte ich sie nur noch bei Wettkämpfen und im Training tragen und bekam am Reck immer mehr Griffprobleme", räumte Hambüchen in Antwerpen ein.

Gerade am Reck soll ihm in der Heimatstadt des berühmten Malers Peter Paul Rubens der ganz große Coup gelingen. Das Podiumtraining am Freitag lief problemlos, der Olympia-Revanche gegen "Überflieger" Epke Zonderland steht nichts mehr im Weg. Die große Flugshow des niederländischen Olympiasiegers beim einzigen öffentlichen Training ließ die wenigen Zuschauer im Sportpaleis tief durchatmen. "Das wird bestimmt ein nettes Duell", meinte Hambüchen ganz cool.

Nach dem Karriereende von Philipp Boy, der bei der WM 2011 in Tokio noch mit Silber im Mehrkampf geglänzt hatte, und der selbst auferlegten Pause von Olympia-Held Marcel Nguyen setzt auch Cheftrainer Andreas Hirsch auf den Wetzlarer. "Ich kann mich immer auf ihn verlassen", bekräftigte der Berliner, obwohl Hambüchen ein Jahr des Umbruchs mit dem Umzug nach Köln und dem Beginn seines Studiums hinter sich hat.

Dass dies nicht immer reibungslos lief und er erst nach einer kräftigen Auseinandersetzung mit seinem Vater im Februar wieder auf WM-Kurs kam, enthüllte Hambüchen vergangene Woche im Trainingslager Kienbaum. "Da sind die Fetzen geflogen", erklärte Hambüchen, nachdem der Vater ihn mit einer scharfen Ansage zu höherer Trainingsintensität animiert hatte.

Hambüchen ist sich bewusst, dass er bei seiner siebten WM als Vorbild für die deutschen WM-Neulinge Andreas Bretschneider und Christopher Jursch gilt. "Wenn sie sich Rat holen, bin ich gern bereit, kleine Tipps zu geben", meinte der Ex-Weltmeister. Sein Ziel ist eine Medaille am Reck: "Wenn ich meine hochkarätige Übung durchbringe, kann es zur Medaille reichen." Es wäre sein insgesamt 21. Edelmetall bei Olympia (0/1/1), WM (5/1/1) und EM (6/2/3).

Weitere Hoffnungsträger sind Ex-Europameister Matthias Fahrig, der mit seiner sehr schweren Bodenübung auf einen Podestplatz hofft, und die Olympia-Sechste Elisabeth Seitz am Stufenbarren. Sportdirektor Wolfgang Willam warnte dennoch vor zu hohen Erwartungen. "Es ist eine Einzel-WM, und da haben wir zuletzt nie so richtig gut ausgesehen." In den nacholympischen Jahren 2005 in Melbourne und 2009 in London waren die deutschen Asse medaillenlos geblieben. Eine Team-Konkurrenz steht erst bei der WM 2014 im chinesischen Nanjing wieder auf dem Programm.

Die erste schlechte Nachricht gab es für das deutsche Team bereits vor dem WM-Auftakt. Thomas Taranu ist nach seiner beim Podiumtraining erlittenen Fußverletzung nicht einsatzfähig, teilte Teamleiter Sven Karg am Sonntag mit. Andreas Toba (Hannover) bekam Taranus Startplatz am Boden, der dritte Platz des deutschen Teams an den Ringen bleibt unbesetzt. Taranu hatte sich bei der Bodenübung den Sehnenplattenansatz am rechten Fersenbein angerissen und reist nun zur weiten Behandlung am Dienstag in die Heimat zurück.

Die 20 Medaillen in der Sammlung von Fabian Hambüchen:

Antwerpen (dpa) - Fabian Hambüchen ist in seiner erfolgreichen Karriere als Turner schon bei drei Olympischen Spielen, sechs Weltmeisterschaften und sieben Europameisterschaften gestartet. Insgesamt brachte der 25 Jahre alte Wetzlarer davon 20 Medaillen mit nach Hause und gewann bei seiner Universiade-Premiere in diesem Jahr in Kasan noch Silber im Mehrkampf. In Antwerpen hofft er bei seiner siebten WM nun auf weitere Medaillen.

Die Nachrichtenagentur dpa listet die bisherigen Erfolge des erfolgreichsten deutschen Turners auf:

Olympische Spiele0 Gold1 Silber1 Bronze
WM115
EM623
Gesamt749

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