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Kampf gegen Rassismus und Homophobie: Verbände unter Druck

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Kampf gegen Rassismus und Homophobie: Verbände unter Druck

30.09.2013, 11:19 Uhr | dpa

Kampf gegen Rassismus und Homophobie: Verbände unter Druck. Rassismus hat im Fußball keinen Platz.

Rassismus hat im Fußball keinen Platz. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Trotz zahlreicher Aktionen unternehmen der DFB und die internationalen Verbände FIFA und UEFA nach Meinung der Mehrheit der deutschen Fußball-Fans nicht genug im Kampf gegen Rassismus und Homophobie. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Demnach bekommt der DFB besonders für seinen Kampf gegen Schwulenfeindlichkeit schlechte Noten. Nur 18 Prozent der befragten Fußball-Fans meinen, dass sich der Verband genug engagiere, 55 Prozent sind der Ansicht, er tue dies nicht. Beim Thema Rassismus sind die Werte besser, aber keinesfalls gut. 40 Prozent sind mit dem DFB-Engagement zufrieden, 46 Prozent sehen mehr Aktionsbedarf.

Der DFB zeigte sich angesichts dieser Werte überrascht. "Das Ergebnis dieser Umfrage passt überhaupt nicht zum tatsächlichen Engagement des Verbands. Gerade im wichtigen Kampf gegen Rassismus und Homophobie engagiert sich der DFB mit Hilfe anerkannter externer Experten wie Professor Pilz seit Jahren extrem stark, das reicht von Kampagnen, Präventionsprojekten bis hin zur gerade herausgegebenen Info-Broschüre 'Fußball und Homosexualität'", sagte Mediendirektor Ralf Köttker.

Der Verband hatte im Juli allen Vereinen die 28-seitige Informationsschrift zum Thema Homophobie zukommen lassen. Im Kampf gegen Rassismus verleiht der DFB seit Jahren den Integrationspreis an engagierte Vereine. Im April hatte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach vor dem Beginn des NSU-Prozesses einen offenen Brief mit dem Titel "Rechtsextremismus im Abseits" veröffentlicht. Bei der Umfrage wurden 1051 Deutsche befragt, 506 von ihnen gaben an, sich für Fußball zu interessieren.

Schlechter als der DFB schneiden in der Umfrage FIFA und UEFA in der Meinung der deutschen Fußball-Fans ab. 56 Prozent der befragten Fans halten den Einsatz der internationalen Verbände gegen Homophobie nicht für ausreichend. Im Kampf gegen Rassismus sind es 51 Prozent.

Gerade letzterem haben sich FIFA und UEFA verschrieben. So läuft zum Beispiel vor den Champions-League-Spielen ein Anti-Rassismus-Spot im TV. Der Strafenkatalog für rassistische Vergehen wurde von beiden Verbänden in diesem Sommer für Fans, Spieler und Offizielle erhöht. Bei rassistischen Vergehen folgt bei FIFA-Wettbewerben für Spieler eine Mindestsperre von fünf Partien, bei der UEFA sind es sogar zehn Spiele. Die FIFA etablierte nach dem Rassismus-Vorfall in Italien gegen Kevin-Prince Boateng sogar eine prominent besetzte Taskforce gegen Rassismus.

"Diese Umfrage bestätigt, dass es wesentlich ist, in unserem gemeinsamen Kampf gegen jede Form der Diskriminierung unsere Bemühungen fortzusetzen, uns an alle Ebenen der Fußballgemeinschaft zu wenden. Die FIFA ist sich dabei ihrer Verantwortung bewusst, in dieser Hinsicht voranzugehen und steht seit vielen Jahren im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport an führender Stelle", betonte Mediendirektorin Delia Fischer.

Im internationalen Vergleich beurteilen die deutschen Fans die Verbände laut der in sieben Ländern durchgeführten Studie oft skeptischer als Fußball-Anhänger anderer Länder. Positive Noten bekommen die Funktionäre aber nirgendwo. In England meinen gar 68 Prozent, dass FIFA und UEFA mehr gegen Rassismus tun müssten. In Spanien und den Niederlanden sind es 48 Prozent.

Die Kritik richtet sich offenbar nicht nur gegen die Verbände. Auch Vereine und Spieler, aber auch die Fans selbst sollen sich nach Meinung der Befragten mehr engagieren. In Deutschland bewerten 20 Prozent der Fans die Arbeit der Vereine und Spieler zum Thema Homophobie als ausreichend, das Engagement der Fans selbst wird nur von 13 Prozent entsprechend bewertet. Der Spitzenwert von 71 Prozent der Befragten deutschen Fans meint, dass die Fußball-Anhänger selbst mehr im Kampf gegen Rassismus tun müssen.

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