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Turn-WM 2013 in Antwerpen: Fabian Hambüchen wird zum Hoffnungsträger

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Hambüchen in drei Finals - Reck große Hoffnung

01.10.2013, 18:47 Uhr | dpa

Turn-WM 2013 in Antwerpen: Fabian Hambüchen wird zum Hoffnungsträger. Hambüchen hofft nach Gold 2007 und Bronze 2010 auf seine dritte WM-Medaille am Reck.

Hambüchen hofft nach Gold 2007 und Bronze 2010 auf seine dritte WM-Medaille am Reck. (Quelle: dpa)

Als einige Rivalen noch um Plätze in den Finals stritten, bereitete sich Fabian Hambüchen in der Trainingshalle von Antwerpen schon gezielt auf die anstehenden Medaillenkämpfe vor. Schon am ersten Tag der Qualifikation hatte der deutsche Turnstar bei seinen siebten Weltmeisterschaften ein solches Polster zwischen sich und die Konkurrenz gebracht, dass er ganz relaxt die nächsten Aufgaben in Angriff nehmen konnte.

"Es ist gut, dass wir diesmal einen Tag mehr bis zum Mehrkampffinale haben. Dann kann man noch mal die Emotionen runterfahren und sich neu konzentrieren", meinte der 25 Jahre alte Ex-Champion.

Tags zuvor hatte er mit seiner Reckshow die wenigen hundert Schüler im 15.000 Zuschauer fassenden Sportpaleis verzückt. 15,633 Punkte nach perfekter, wenn auch in der Schwierigkeit noch abgespeckter Übung bedeuteten am Ende Rang zwei. Nur der im Mehrkampf schier unschlagbare Kohei Uchimura aus Japan erhielt noch 25 Hundertstel mehr für seine bestechende Haltung am Königsgerät.

Kein Allein-Unterhalter

Nun will Hambüchen nach Gold 2007 und Bronze 2010 seine dritte WM-Medaille am Reck nach Hause bringen. "Mit meiner Übung mit der Schwierigkeit 7,4 bin ich gut dabei. Wenn ich die durchbringe, ist die Medaille drin", sagte Hambüchen. Erfreulicherweise ist er im Finale am Sonntag überraschend nicht Deutschlands Allein-Unterhalter.

Er wird von Andreas Bretschneider begleitet. Der Nobody aus Chemnitz zog als Sechster ins Endkampffeld mit den vielen großen Namen ein. Zwar scheiterte Doppel-Europameister Emin Garibow aus Russland, doch vor allem Olympiasieger Epke Zonderland aus den Niederlanden hat einige Extras seiner überragenden Flugschau im Vorkampf noch nicht gezeigt.

Für Hambüchen steht nun zunächst das Mehrkampffinale am Donnerstag im Fokus. "Ich will in die Top Acht, um künftig wieder im Weltcup dabei zu sein. Natürlich liebäugele ich aber auch ein bisschen mit einer Medaille. Aber Uchimura ist unschlagbar", sagte er. Als Siebter der Qualifikation beginnt der Hesse mit seinem Zittergerät Seitpferd. "Das ist gut, denn sonst fehlen ihm nach dem kräftezehrenden Boden oft ein paar Körner", meinte Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen, der sich auch über den unerwarteten Einzug seines Sprösslings ins Bodenfinale am Samstag freute. Im Vorkampf landete Hambüchen mit 15,266 Punkte auf Platz vier.

Gedanken ans Karriereende

Zwischen Vater und Sohn hatte es zu Saisonbeginn heftige familiäre Auseinandersetzungen über den weiteren Kurs gegeben. In einem Interview der "Welt" gestand Fabian Hambüchen nun sogar, nach Olympia ein Karriereende ins Auge gefasst zu haben. "Ich habe das nie so kommuniziert, aber eigentlich wollte ich nach London meine Karriere beenden." Seine Top-Leistung bei Olympia aber änderte das.

Hambüchen nahm sein Studium Sportmanagement und Kommunikation an der Sporthochschule auf, verließ seinen Heimatort Wetzlar, zog nach Köln. Der Umbruch blieb nicht ohne Folgen. "Es kam der Punkt, an dem mein Vater und ich uns richtig gefetzt haben und schauen mussten: Was will ich? Was will er? Will ich überhaupt noch auf diesem hohen Level turnen?", gab Hambüchen zu. Nach zwei Tagen des Grübelns entschied er: "Ich will bis Olympia 2016 in Rio noch einmal voll durchziehen."

Matthias Fahrig verwirklichte seine WM-Ziele indes nicht. Mit der Bodenübung landete er auf Platz zwölf, danach schimpfte der Hallenser auf die Kampfrichter: "Die waren heute nicht auf meiner Seite." Doch Cheftrainer Andreas Hirsch hatte Standfehler des ehemaligen Europameisters ausgemacht.

Mit einem Protest beim Kampfgericht versuchte er, einen 0,1-Abzug wegen strittiger Übertretung des Mattenrandes rückgängig zu machen. Ohne Erfolg. Am Dienstag schwand Fahrigs letzte Hoffnung: Als Zehnter verpasste er das Sprung-Finale.

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