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Scheder stiehlt Olympia-Sechsten Seitz die Turn-Show

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Scheder stiehlt Olympia-Sechsten Seitz die Turn-Show

01.10.2013, 19:12 Uhr | dpa

Scheder stiehlt Olympia-Sechsten Seitz die Turn-Show. Sophie Scheder ist hervorragend in die WM gestartet.

Sophie Scheder ist hervorragend in die WM gestartet. Foto: Julien Warnand. (Quelle: dpa)

Antwerpen (dpa) - Junioren-Europameisterin Sophie Scheder hat zum der Auftakt der Qualifikation bei den Turn-Weltmeisterschaften in Antwerpen der erfahrenen Elisabeth Seitz die Show gestohlen.

Die 16 Jahre alte WM-Debütantin turnte ihre Übung nahezu fehlerfrei und rangiert nach dem zweiten von fünf Durchgängen mit 14,566 Punkten auf Platz vier. Die Olympia-Sechste Seitz muss in der Zwischenwertung mit Platz fünf zufrieden sein. Ob es für die beiden Deutschen für das Finale reicht, ist noch nicht entschieden.

"Vor dem Wettkampf habe ich mir den Kopf zerbrochen und hatte richtig Angst vor dem Barren. Jetzt bin ich total zufrieden, dass es so gut geklappt hat", gestand die EM-Vierte Scheder. Nun hoffe sie auf das Finale, auch wenn sie durchaus Reserven ausgemacht habe. "Die Handstände waren nicht perfekt, auch an der Haltung kann ich arbeiten." Hingegen konnte Seitz mit ihrer Übung nicht zufrieden sein, sie verlor nach einem Wackler beim Stalder mit halber Drehung gegen Ende etwas die Linie und musste Abzüge beim Ausgangswert und in der Haltung einstecken (14,266).

Bereits zuvor hatte Seitz betont, keineswegs schon wieder in der Form von Olympia zu sein. Wegen der Abiturprüfungen hatte sie auf die EM in Moskau verzichtet und erst im Sommer mit dem Neuaufbau begonnen. "Nach dem Turnfest hatte ich ein kleines Tief", gestand sie mangelnde Motivation.

Seit einem Monat ist die fast 20-Jährige nun Angehörige der Sportgruppe der Bundeswehr. "Ich muss mich jetzt erst an die neuen Abläufe ohne Schule gewöhnen", meinte sie fast entschuldigend. Dennoch baute sie in den zurückliegenden Wochen ihre Barren-Übung auf einen Schwierigkeitsgrad von 6,7 um, konnte diesen am Dienstag aber nicht den Kampfrichterinnen noch nicht präsentieren (6,3).

Im Mehrkampf hat die 13-malige deutsche Meisterin allerdings trotz ihres Absteigers am "Zitter-Balken" und nicht optimaler Boden-Darbietung im internen deutschen Duell die Nase vorn und dürfte mit 53,532 Punkten als Siebte nach dem ersten Tag in das Finale der besten 24 einziehen.

Ihre mehr als drei Jahre jüngere Konkurrentin Scheder fiel vor allem durch zwei gravierende Patzer am Schwebebalken auf Platz elf der Zwischenwertung zurück. Die Chemnitzerin, die zuletzt lange an einer Hüftverletzung laboriert hatte, muss daher mit nur 52,131 Punkten noch um den Einzug in das Vierkampf-Finale am Freitag bangen.

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