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Sotschi: Duplitzer fordert Politik zum Handeln auf

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Sotschi: Duplitzer fordert Politik zum Handeln auf

02.10.2013, 07:48 Uhr | dpa

Sotschi: Duplitzer fordert Politik zum Handeln auf. Die Weltklassefechterin fordert von Politik und Verbänden, dass sie sich einmischen.

Die Weltklassefechterin fordert von Politik und Verbänden, dass sie sich einmischen. Foto: Christian Charisius. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Weltklassefechterin Imke Duplitzer hat Europas Politiker wegen der Menschenrechtsverletzungen und wegen des Anti-Homosexuellen-Gesetzes in Russland dazu aufgefordert, den Winterspielen 2014 fernzubleiben.

"Keine Eröffnungsfeier, keine Shakehand-Bilder, keine großen Gesten. Wenn Sie Ihren Sportlern Glück wünschen möchten - schicken Sie ein Telegramm", teilte die zweimalige Europameisterin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf Anfrage schriftlich mit. Duplitzer weiter: "Zügeln Sie einmal den Fan in sich und verzichten Sie auf die schönen Bilder in den jeweiligen nationalen Häusern und auf Tribünen der Wettkampfstätten."

Das generelle Problem liegt nach Einschätzung von Duplitzer, die sich schon vor den Peking-Spielen 2008 gegen Chinas Machthaber stark gemacht hatte, bei den vergebenden Organisationen.

"So lange internationale Verbände wie das IOC oder die FIFA die Formel von der Autonomie und des unpolitischen Sport schwafeln und diese fast wie ein Schutzschild vor sich hertragen, werden unbequeme Themen wie Menschenrechte und Meinungsfreiheit bei der Vergabe quasi komplett ausgeblendet." Es müsse auch "Schluss sein mit dem Verramschen sportlicher Werte für wirtschaftliche Werte wie Geld, Beziehungen und Verträge".

Einen Boykott der Spiele bezeichnete Imke Duplitzer als "sinnlos. Er trifft lediglich die schwächsten Glieder in der Kette." Damit meinte sie die Sportler. Stattdessen müsse sich die Politik bei Verletzungen der Menschenrechte im Zusammenhang mit sportlichen Großereignissen wie in Katar oder in Sotschi einmischen "und nicht aufgrund der vielzitierten, aber real nicht existierenden Trennung von Sport und Politik zuschauen".

Auch Verbände sollten sich einmischen und die Sportler unterstützen, die sich gegen Menschenrechtsverletzungen oder gegen das russische Anti-Homosexuellen-Gesetz solidarisch bekennen wollen.

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