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Fabian Hambüchen krönt Aufholjagd bei Turn-WM mit Mehrkampf-Bronze

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Herzschlagfinale bei Turn-WM  

Hambüchen holt Bronze im Mehrkampf

04.10.2013, 08:56 Uhr | dpa

Fabian Hambüchen krönt Aufholjagd bei Turn-WM mit Mehrkampf-Bronze. Fabian Hambüchen mit seiner Bronzemedaille im Mehrkampf. (Quelle: dpa)

Fabian Hambüchen mit seiner Bronzemedaille im Mehrkampf. (Quelle: dpa)

Fabian Hambüchen absolvierte bei der Turn-WM in Antwerpen den besten Mehrkampf seit vier Jahren, und er wurde mit der Bronzemedaille belohnt. Dabei brauchte er nach schlechtem Start wieder gute Nerven, um den Sprung auf das Podest in letzter Sekunde noch zu schaffen.

Athlet gelingt Vierfachschraube am Boden

Das atemberaubende Kunststück ist eine echte Weltpremiere und trägt nun den Namen des Athleten.

Das atemberaubende Kunststück ist eine echte Weltpremiere.


Der Vater klatschte ihn euphorisch ab, die Turner bildeten einen Freudenkreis, und Hambüchen konnte sein Glück kaum fassen. Mit vollem Risiko hat der deutsche Ausnahmeturner eine grandiose Aufholjagd im Mehrkampf mit Bronze gekrönt. Nach einem dramatischen Finale holte der Student mit 89,332 Punkten seine insgesamt 21. Medaille bei Olympia, WM oder EM.

"Ich wusste, dass eine Medaille drin ist, wenn ich meine Übungen durchbringe. Heute ist mir das fantastisch gelungen. Ich bin total glücklich", sagte der 25-Jährige.

Hambüchen nach "Zittergerät" zunächst Letzter

Weltmeister wurde vor nur 3000 Zuschauern der überragende Kohei Uchimura. Mit 91,90 Punkten war der elegant turnende Japaner von keinem Konkurrenten zu gefährden und verbesserte seinen eignen Titel-Rekord: Noch nie zuvor hatte ein Turner viermal den WM-Mehrkampf gewonnen. Silber ging an seinen Landsmann Ryohei Kato (90,032).

Hambüchen startete an seinem "Zittergerät" Seitpferd. Beim Abgang unterlief ihm ein Handstand-Fehler, so dass er mit nur 13,333 Punkten vom letzten Platz aus seine Aufholjagd in Angriff nahm. Über stabile Leistungen an Ringen und Sprung hatte er sich bei Halbzeit auf den 13. Platz vorgeschoben.

Furioses Finale am Reck und am Boden

Am Barren (15,233) und vor allem mit einer glänzenden Reck-Übung, bei der er höchstes Risiko ging (15,933), verkürzte Hambüchen vor dem letzten Gerät den Rückstand auf die Medaillenplätze auf 0,6 Zähler. Als er am Boden seinen Mehrkampf mit einer perfekten Übung abschloss und in der selben Minute der Amerikaner Sam Mikulak am Reck patzte, war das insgeheim erhoffte Edelmetall perfekt.

Am Samstag (Boden) und vor allem am Sonntag am Reck hat Hambüchen weitere Medaillenchancen in den Gerätefinals. "Ich erwarte einen netten Kampf gegen Uchimura und Olympiasieger Epke Zonderland", kündigte er an. Zweiter deutscher Turner im Reck-Finale ist Andreas Bretschneider.

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