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Tischtennis-EM 2013  

Deutsche Tischtennis-Teams haben EM-Medaillen sicher

05.10.2013, 21:14 Uhr | dpa

Deutsche Tischtennis-Teams haben EM-Medaillen sicher. Patrick Baum returniert einen Ball des Franzosen Adrien Mattenet.

Patrick Baum returniert einen Ball des Franzosen Adrien Mattenet. Foto: Hans Punz. (Quelle: dpa)

Schwechat (dpa) - Die Teams des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) drücken der Europameisterschaft in Schwechat eindrucksvoll ihren Stempel auf. Damen und Herren des DTTB qualifizierten sich mit souveränen Siegen für das EM-Halbfinale und haben wie zuletzt 2007 jeweils eine Medaille sicher.

Damals sprang in Belgrad Gold für die Herren und Bronze für die Damen heraus. Diesmal scheint trotz des Fehlens von Top-Star Timo Boll sogar ein historischer Doppelsieg möglich zu sein.

Die favorisierten Herren setzten ihren Siegeszug mit einem 3:0 gegen Frankreich im Viertelfinale fort. Bundestrainer Jörg Roßkopf vertraute dem erfolgreichen Trio, das am Vortag Gastgeber Österreich beherrscht hatte. Erneut diktierten Dimitrij Ovtcharov, Patrick Baum und Patrick Franziska das Geschehen an den blauen Tischen. Die Franzosen, von denen Adrien Mattenet (Plüderhausen) und Simon Gauzy (Ochsenhausen) in der Bundesliga ihr Geld verdienen, schafften in drei Einzeln nur drei Satzgewinne.

Im Halbfinale trifft der fünfmalige Europameister nun auf Russland, das 3:0 gegen Schweden siegte. "Die Russen ein ungenehmer Gegner", urteilte Roßkopf. Ähnlich sah es Ovtcharov. "Das ist ein 50:50-Match. Aber wir haben eine gute Einstellung und der Titel ist unser Anspruch", sagte die Nummer sechs der Weltrangliste. Das DTTB-Team hat seit 2005, als man im Viertelfinale scheiterte, kein EM-Match mehr verloren und möchte diese weiße Weste mit aller Macht verteidigen.

Auch die DTTB-Damen nehmen in ihrem Halbfinale gegen Tschechien die Favoritenrolle ein. Beim 3:0-Sieg gegen Österreich zeigte das neu formierte Team von Bundestrainerin Jie Schöpp eine überzeugende Leistung. Die beiden EM-Debütantinnen Shan Xiaona (Berlin) und Han Ying (Tarnobrzeg/Polen) sowie Ex-Meisterin Kristin Silbereisen (Berlin) gaben in drei Einzeln lediglich einen Satz ab. Russland und Rumänien bestreiten das zweite Halbfinale.

"Nach vier Niederlagen im Viertelfinale in den Vorjahren wollten wir unbedingt eine Medaille haben. Jetzt sind wir ein heißer Kandidat auf den Titel", sagte die selbstbewusste Silbereisen. "Wir haben die stärkste Mannschaft und unglaublich viele taktische Varianten", fügte die erfahrene Olympia-Teilnehmerin hinzu. Sie stand bereits 2007 im Bronze-Team.

Die gebürtige Chinesin Han Ying, die in ihrem ersten Länderspiel für Deutschland die österreichische Top-Spielerin Liu Jia mit 3:1 bezwang, war glücklich über die Medaille. "Aber damit sind wir noch längst nicht zufrieden", betonte die Abwehrspielerin. Bundestrainerin Schöpp lobte den eindrucksvollen Auftritt. "Wir waren alle sehr fokussiert, besonders für Han Ying war es keine leichte Situation. Sie stand enorm unter Druck."

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