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Dortmund und Bayern spielen Gegner an die Wand und patzen dennoch

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Bundesliga - 8. Spieltag  

BVB und Bayern: Haushoch überlegen und doch nicht siegreich

05.10.2013, 21:51 Uhr | t-online.de

Dortmund und Bayern spielen Gegner an die Wand und patzen dennoch. Bayerns Thomas Müller (li.) und Dortmunds Mats Hummels hatten am achten Spieltag einen gebrauchten Tag erwischt. (Quelle: Fotos: dpa, AP)

Bayerns Thomas Müller (li.) und Dortmunds Mats Hummels hatten am achten Spieltag einen gebrauchten Tag erwischt. (Quelle: Fotos: dpa, AP)

Pep Guardiola saß nach Abpfiff noch lange auf der Trainerbank und überlegte, wie das 1:1 des FC Bayern bei Bayer Leverkusen an diesem achten Bundesliga-Spieltag einzuordnen ist. Zuvor spielte sein Team mit dem Gegner 90 Minuten lang Katz und Maus, doch am Ende reichte es nur zu einem Zähler. Ähnliches dürfte ein paar Stunden zuvor Trainer-Kollege Jürgen Klopp durch den Kopf gegangen sein. Für den Coach von Borussia Dortmund kam es noch dicker. Trotz haushoher Überlegenheit verlor der BVB mit 0:2 bei Borussia Mönchengladbach.

Somit übernahm der Triple-Sieger mit nunmehr 20 Zählern die Tabellenspitze. Dortmund rangiert mit einem Zähler weniger auf Platz zwei, punktgleich mit Bayer Leverkusen. Mit sechs Punkten Rückstand folgt Gladbach auf Rang vier. "Wir sind zufrieden, dass wir Tabellenerster sind", sagte Franck Ribéry nach der Partie.    

Unglaubliche Statistik

Die beiden deutschen Teilnehmer des Champions-League-Endspiels von 2013 stellten einmal mehr ihre Ausnahmestellung in der Liga unter Beweis. Allerdings zeigten sie auch, dass beide in puncto Chancenverwertung noch erhebliches Steigerungspotenzial besitzen. 27:6 Torschüsse lautete die Statistik des BVB gegen Gladbach. 27:5 die des FC Bayern gegen Leverkusen. Von 54 Schüssen insgesamt ging am Ende nur ein Versuch von Toni Kroos über die Linie.     

BVB-Coach Jürgen Klopp sah lange Zeit ein "brutal gutes Auswärtsspiel" seines Teams, musste aber letztendlich einräumen: "Wir haben die Tore nicht gemacht." Auch Guardiola zog ein ähnliches Fazit: "Ich bin stolz auf unsere Leistung", beschrieb der Spanier die eindrucksvolle Performance seiner Elf gegen überforderte Leverkusener. Angesprochen auf die mangelnde Chancenverwertung fiel dem Spanier aber auch nicht viel ein. "So ist Fußball." Allein Thomas Müller hatte mehrfach den Torschrei auf den Lippen, vergab aber auch die besten Einschussmöglichkeiten.

Konkurrenz belegt das Geschäft

Wenige Tage nach ihren furiosen Champions-League-Auftritten zeigten die beiden deutschen Ausnahme-Klubs, dass sie den Schalter umlegen können und auch im Ligaalltag sofort wieder Top-Leistungen bringen können. 86 Prozent der Pässe kamen beim BVB an, der gegen Gladbach obendrein ein Eckenverhältnis von 9:1 aufweisen konnte - auswärts wohlgemerkt. Beim FC Bayern sind die Zahlen noch beeindruckender: Das Guardiola-Team kam auf ein Eckenverhältnis von 14:2. Sagenhafte 90 Prozent der Pässe fanden den Mitspieler.

Man kann derzeit nur spekulieren, ob es einfach Pech war, dass beide Teams ihre haushohe Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnten oder ob aufgrund der Belastung aus der Königsklasse doch ein paar Prozent Konzentration gefehlt haben. In der Vergangenheit gab es Perioden, da folgten auf zauberhafte Europapokal-Abende allzu oft biedere Hausmannskost in der Liga. Diese Zeiten scheinen allerdings endgültig vorbei. Dortmund und Bayern stacheln sich gegenseitig immer mehr zu Höchstleistungen an, ein Ausrutscher kann böse Folgen haben.

Sammer lobt das Team

"Wir haben es phasenweise sehr gut herausgespielt und hatten klare Chancen. Allerdings haben wir es verpasst Tore zu machen", analysierte Mannschaftskapitän Philipp Lahm. "Die Mannschaft hat unglaublich gefightet", lobte Matthias Sammer das Team. Der Sport-Vorstand war letztlich nicht unzufrieden. "So ein Spiel darfst du nicht mehr 1:2 verlieren", freute er sich über den Punktgewinn, der letztlich ausreichte, um den Sprung auf den Platz an der Sonne zu schaffen.  

Während die Münchner also rechtzeitig vor ihrem Oktoberfestbesuch mit einem blauen Auge davonkamen, war der Frust beim BVB ungleich größer. "Das war eigene Doofheit. Wie wir Gladbach zunächst beherrscht haben, das war Wahnsinn", sagte Kevin Großkreutz und fügte dann etwas leiser hinzu: "Der Frust ist riesengroß, das kann man nicht beschreiben."

Showdown im November

Am größten dürfte der Ärger bei Mats Hummels sein. Der Nationalspieler leistete sich beim Stande von 0:0 eine Notbremse und sah die Rote Karte. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Max Kruse zur Führung der Gladbacher, die wenig später noch einen weiteren Treffer folgen ließen.

Am 23. November treffen die beiden Spitzenklubs aufeinander. Am 13. Bundesliga-Spieltag empfängt der BVB die Münchner im Signal-Iduna-Park.

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