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Hambüchen nach WM-Euphorie zurück im Hochschulstress

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Hambüchen nach WM-Euphorie zurück im Hochschulstress

07.10.2013, 11:35 Uhr | dpa

Hambüchen nach WM-Euphorie zurück im Hochschulstress. Fabian Hambüchen muss wieder dem Uni-Stress standhalten.

Fabian Hambüchen muss wieder dem Uni-Stress standhalten. Foto: Marijan Murat. (Quelle: dpa)

Antwerpen (dpa) - Nach dem traditionellen Abschlussbankett zog Fabian Hambüchen in Antwerpen nochmal um die Häuser und feierte mit ein paar Freunden ausgelassen sein WM-Silber. Doch schon am Morgen nach seiner mitreißenden Reck-Show begann für den deutschen Ausnahmeturner wieder der Studienalltag.

An der Sporthochschule in Köln verhandelte er über einen Termin für die verpasste Prüfung, sogar seine nächsten sportlichen Ziele stellte er hinten an. "Jetzt muss ich mich erstmal um meine Nachprüfung im Komplex Sozialwissenschaft kümmern, denn ein paar Tage zum Lernen brauche ich ja auch noch", sagte der Student für Sportmanagement und Kommunikation.

Wegen der unmittelbaren WM-Vorbereitung in Kienbaum hatte Hambüchen eine Prüfung zurückgestellt, zwei andere Arbeiten hatte er noch absolviert, um studientechnisch nicht zu sehr ins Hintertreffen zu geraten. So war er erst mit einer Woche Verspätung nach Kienbaum gereist, was beim Turnfest in Mannheim zu Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Turner-Bund geführt hatte. Inzwischen sind die Differenzen im wesentlichen beigelegt, ein Gespräch mit Sportdirektor Wolfgang Willam soll noch folgen.

Umso glücklicher war Hambüchen nun, nach seinen ersten zwei Semestern und einem völlig veränderten Trainingsrhythmus gleich mit zwei WM-Medaillen nach Köln zurückkehren zu können. "Ich habe es jetzt allen bewiesen, dass Studium und Turnen auch ohne Bundeswehr erfolgreich zu meistern sind", sagte der 25-Jährige nach dem dramatischen Reck-Duell mit dem niederländischen Olympiasieger Epke Zonderland. Am Ende trennte die beiden mickrige 0,067 Punkte.

"Eigentlich hätten sie uns ja beide auf Platz eins setzen können, so wie es am Barren ja auch passiert ist", spöttelte Hambüchen in der Heimatstadt des berühmten Malers Peter Paul Rubens in Richtung Kampfrichter. Dank Mehrkampf-Bronze gewann er jetzt bereits zum vierten Mal bei einer Turn-WM zwei Medaillen. Nur 2007 bei der Heim-WM in Stuttgart war er durch seinen Reck-Titel noch erfolgreicher.

Über seine nächsten sportlichen Ziele wollte Hambüchen unmittelbar nach dem WM-Ende noch keine genaueren Angaben machen. "Fest steht nur die Teilnahme am Swiss Cup", meinte er. Den gut dotierten Paar-Wettkampf in Zürich hatte er im Vorjahr mit Elisabeth Seitz gewonnen. Dieses Kunststück möchte er am 3. November wiederholen.

Völlig offen ist dagegen noch, ob der Elite-Turner auch beim Heim-Weltcup Ende November in Stuttgart starten wird. Für die neue Serie haben sich die Top Acht der Mehrkampf-WM qualifiziert, es winken wieder viele Schweizer Franken Preisgeld. Eigentlich hatte Hambüchen die Qualifikation für die attraktive Serie, in der Marcel Nguyen im zurückliegenden Zyklus als Jackpot-Gewinner mehr als 62 000 Euro einheimste, immer als Minimalziel für Antwerpen ausgegeben. Nun aber müssen zunächst die Studienpläne mit den Wettkampf-Planungen in Einklang gebracht werden.

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