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Barack Obama mischt sich in Namensstreit um Washington Redskins ein

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Diskussion um "Redskins"  

Selbst Obama äußert sich zu Team-Namen

08.10.2013, 18:14 Uhr | sid, t-online.de

Barack Obama mischt sich in Namensstreit um Washington Redskins ein. Prägnantes Logo: Quarterback Robert Griffin III von den Washington Redskins. (Quelle: imago/Zuma Press)

Prägnantes Logo: Quarterback Robert Griffin III von den Washington Redskins. (Quelle: imago/Zuma Press)

Jetzt mischt sich sogar der Präsident ein. Der Streit über die Namensgebung der Washington Redskins aus der US-Football-Profiliga NFL sorgt in den Vereinigten Staaten abermals für erhitzte Gemüter und hat auch Staatsoberhaupt Barack Obama auf den Plan gerufen. Der US-Präsident erklärte in einem Interview, dass er als Eigner des Teams über einen Namenswechsel nachdenken würde. "Denn der Name beleidigt eine beträchtliche Menge von Menschen".

Vertreter der Ureinwohner griffen Obamas Aussagen umgehend auf. "Der Begriff Redskins ist im Wörterbuch als beleidigend eingestuft", sagte Ray Halbritter, ein prominenter Anführer des Oneida-Stammes: "Der Team-Name Washingtons ist eine schmerzhafte Beleidigung, die gegen mein Volk, das indianische Volk, benutzt wurde, als wir gewaltsam von unserem Land vertrieben wurden." Die Wenigsten würden diesen Begriff im direkten Gespräch mit einem amerikanischen Ureinwohner benutzen, "Rothäute" würde sie als Bürger zweiter Klasse diffamieren.

Team-Eigner weist Kritik zurück

Marketing-Mogul und Redskins-Eigner Dan Snyder ließ über seinen Anwalt unterdessen seine bereits bekannte Sicht mitteilen, dass ein Wechsel des Klubnamens nicht zur Debatte steht. "Wir respektieren bei den Redskins jeden", sagte Lanny Davis. Niemand habe die Absicht, eine ethnische Gruppe zu verunglimpfen. Davis wies zugleich auf eine landesweite Umfrage vom April hin. Demnach sind acht von zehn Amerikaner gegen eine Namensänderung der Redskins.

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Die meisten Indianer stört der Name nicht

Selbst unter den "Native Americans" stört der Name nicht wirklich: 81 Prozent erklärten in einer Umfrage, dass sie kein Problem mit der Bezeichnung haben. Zu einem gleichen Ergebnis kamen auch Demoskopen im Auftrag von "Sports Illustrated". Rund 87 Prozent der befragten Indianer erklärten, sie empfänden "indianische Spitznamen" für Sportvereine nicht als beleidigend. Auch unter den in Reservaten lebenden Indianern vertraten 67 Prozent diese Ansicht.

Neben den Redskins gibt es im US-Profisport unter anderem noch die Kansas City Chiefs (Football), Chicago Blackhawks (Eishockey), Cleveland Indians und Atlanta Braves (beide Baseball).

Bis 1962 keine farbigen Spieler

Für den dreimaligen Super-Bowl-Gewinner aus der US-Hauptstadt ist es nicht das erste Mal, dass er sich einer Rassismus-Diskussion gegenüber sieht. Unter dem ehemaligen Eigner George Preston Marshall setzte das Team, das 1932 in Boston gegründet wurde und 1937 nach Washington umzog, nur Spieler mit weißer Hautfarbe ein. Erst als der US-Kongress dem Klub im Jahr 1962 mit drakonischen Strafen drohte, wurden die ersten farbigen Footballer verpflichtet.

Wirtschaftlich sind die Redskins eine echte Marke. Laut dem "Forbes Magazine" ist das Team aus der US-Hauptstadt das drittwertvollste in der NFL. Mit einem Wert von 1,7 Milliarden Dollar liegt der Klub nur hinter den Dallas Cowboys (2,3) und den New England Patriots (1,8). In der Liste der wertvollsten Sportklubs insgesamt rangiert die Mannschaft auf Rang acht. In den vergangenen neun Jahren haben die Redskins zudem jeweils Zuschauer-Rekorde aufgestellt. Kamen in der vergangenen Saison fast 80.000 Fans im Schnitt zu den Spielen, sind es in der laufenden Runde schon über 81.000.

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