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Formel 1: Nico Hülkenberg will endlich Klarheit für 2014 haben

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Cockpit für 2014  

Nico Hülkenberg will noch in diesem Monat Klarheit haben

09.10.2013, 17:52 Uhr | sid

Formel 1: Nico Hülkenberg will endlich Klarheit für 2014 haben. Nico Hülkenberg weiß noch nicht, ob und in welchem Cockpit er 2014 in der Formel 1 unterwegs sein wird. (Quelle: imago/HochZwei)

Nico Hülkenberg weiß noch nicht, ob und in welchem Cockpit er 2014 in der Formel 1 unterwegs sein wird. (Quelle: HochZwei/imago)

Wer sich derzeit im Fahrerlager der Formel 1 nach Nico Hülkenberg erkundigt, der hört viele lobende Worte. "Grandios" fahre der Rheinländer, sagt der dreimalige Weltmeister Niki Lauda. "Was Nico macht, ist fantastisch", findet Ferrari-Star Fernando Alonso.

Im unterlegenen Sauber hat Hülkenberg in den vergangenen Wochen viele Größen der Königsklasse geärgert. Bei zwei der drei letzten Rennen fuhr er unter die besten fünf. Experten aus aller Welt zählen den 26-Jährigen zu den besten Fahrern im Feld - und dennoch könnte die Formel 1 im kommenden Jahr ohne ihn um die Welt ziehen. Von Lotus will er so bald wie möglich Klarheit haben, ob es eine Partnerschaft für 2014 gibt. "Ich will Sicherheit über meine Zukunft haben, und das nicht erst im November", sagte Hülkenberg zu "Autosport".

Hülkenberg hat das Zeug zum Star, aber noch kein Cockpit für 2014. Und dafür gibt es Gründe. Sein Fall steht exemplarisch für aktuelle Missstände in der Formel 1, denn der Sauber-Pilot hat zwei grundlegende Probleme: Zum einen bezahlt er nicht für seinen Arbeitsplatz. Und zum anderen ist er groß und damit schwer.

"Ich bin, wie ich bin - groß und schwer"

Das Modell des Paydrivers, des Bezahlfahrers, der eine Mitgift anbietet, ist nicht neu in der Königsklasse. Aber es ist angesichts der finanziellen Schieflage vieler Rennställe aktuell wieder besonders beliebt.

Und auch die Gewichtsdebatte wird seit einigen Tagen besonders kontrovers geführt. "Unglücklicherweise bin ich, wie ich bin - groß und schwer", sagt Hülkenberg. Bei 1,84 Metern bringt er 74 Kilogramm auf die Waage.

Mehr Kilogramm extra kostet Zeit

Doch es gibt strenge Gewichtsvorschriften für Auto plus Fahrer. Zusammen müssen sie 690 Kilogramm wiegen.

Und besonders ab 2014, wenn die schwereren Turbomotoren eingeführt werden, könnte sich das in der Tat auf die Cockpitverteilung auswirken. Für die Teams ist jedes eingesparte Kilo auf der Suche nach Schnelligkeit wichtig. "Wenn man vier Kilo mehr Gewicht hat, dann ist das sehr viel - fast zwei Zehntel pro Runde", sagt Jenson Button. Und lieber balancieren die Teams mit kleinen Zusatzgewichten die Boliden nach ihren Wünschen aus, anstatt den "unflexiblen" Fahrer als gegebenen Faktor zu akzeptieren.

Lotus hat Geldprobleme

Befeuert wurde das Thema zuletzt durch einen Bericht der "Sport Bild". Demnach habe Hülkenberg aufgrund seines Gewichts keine Chance auf ein McLaren-Cockpit. Teamchef Martin Whitmarsh räumte daraufhin ein, dass dieser Faktor durchaus eine große Rolle spiele.

Der frühere Formel-1-Ingenieur und heutige Technikexperte Gary Anderson von der BBC findet das "lächerlich". "Wie dumm ist ein Sport, in dem einem Talent wie Nico Hülkenberg wegen seines Gewichts Wege verbaut werden?", fragt der Engländer: "Hülkenberg scheint jetzt ja auf gutem Weg zu einem Lotus-Vertrag, darüber würde ich mich sehr freuen." Immerhin deutete Lotus-Teamchef Eric Boullier nun an, dass das Gewicht nicht der entscheidende Faktor sei. Doch das ambitionierte Team aus Enstone, welches zur neuen Saison einen Nachfolger für Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen sucht, plagen eben Geldprobleme.

Option Bezahlfahrer kommt nicht in Frage

Kürzlich teilte Hülkenberg bereits mit, dass er angesichts der momentan angespannten Situation in der Königsklasse gar auf sein Gehalt verzichten würde. "Wenn man mir Platz für meine persönlichen Sponsoren einräumt, wäre das ein Modell", sagte er.

Für sein Cockpit noch zu bezahlen, wie etwa Pastor Maldonado (Williams) oder Max Chilton (Marussia), sei aber keine Option. "Es darf nicht sein, dass ein Rennfahrer Geld mitbringen muss. Ich glaube, dass ein talentierter Pilot auch ohne Mitgift in der Formel 1 antreten kann", sagt der Blodschopf: "Sollte ich jemals an diesen Punkt kommen, würde ich mein Interesse verlieren. Ich hoffe nur, dass es nie soweit kommen wird."

2010 schon einmal hinten runter gefallen

Hülkenberg hat in einer ähnlichen Situation wie jetzt bereits schlechte Erfahrungen gemacht: "Ich bin 2010 rausgefallen, das will ich nicht nochmal riskieren." Erst spät erhielt er damals die Gewissheit über seinen Abschied von Williams, 2011 war er dann ohne Stammcockpit - und Williams holte Maldonado und dessen Sponsorengelder.

An die Möglichkeit, dass Hülkenberg am Ende ohne Cockpit dasteht, glaubt sein Manager nicht. "Nico wird auf jeden Fall in der Formel 1 fahren", sagte Werner Heinz der "Bild"-Zeitung: "Er ist ja erst drei Jahre dabei - da kommt noch Einiges." Für die Königsklasse wäre es ein gutes Zeichen.

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