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Ironman-Dritter Sebastian Kienle: "Mein perfekter Tag kommt noch"

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Ironman Hawaii 2013  

Hawaii-Dritter Kienle: "Mein perfekter Tag kommt noch"

14.10.2013, 07:26 Uhr | dpa

Ironman-Dritter Sebastian Kienle: "Mein perfekter Tag kommt noch". Sebastian Kienle kam auf Platz drei.

Sebastian Kienle kam auf Platz drei. Foto: Bruce Omori. (Quelle: dpa)

Kailua Kona (dpa) - Als Sebastian Kienle die letzten Meter auf dem Ali'i Drive lief, kehrte das Lächeln in sein Gesicht zurück. Der Jubel der Zuschauer und die Gewissheit, beim Ironman auf Hawaii als Dritter das Ziel in Kailua Kona zu erreichen, ließen ihn die über achtstündige Quälerei vergessen.

Vor allem der abschließende Lauf bei über 30 Grad und extremer Luftfeuchtigkeit brachten den Triathleten aus Karlsruhe physisch und psychisch an die Grenze. "Ich habe schon nach einem Kilometer des Marathons gedacht, dass ich aufgeben muss - und nach zwei und drei Kilometern auch", sagte Kienle. "Da sind so viele Kilometer draußen, aber das kannst du als Dritter nicht machen. Es war einfach Wahnsinn."

Er habe seinen Rhythmus zwischendurch total verloren. Erst die letzten fünf, sechs Kilometer seien die besten im ganzen Rennen gewesen. Nach 3,86 Kilometern Schwimmen im rauen Pazifik, 180,2 Kilometern Radfahren gegen böige Winde und 42,195 Kilometern Laufen bei glühender Hitze lag der Radspezialist im Ziel als Dritter 6:55 Minuten hinter dem überraschend starken Sieger Frederik van Lierde. Der 34 Jahre alte van Lierde sicherte sich als zweiter Belgier in 8:12:29 Stunden den WM-Titel vor dem Australier Luke McKenzie. Zuvor hatte der nicht mit ihm verwandte Luc van Lierde 1996 und 1999 auf Hawaii triumphiert.

Kienle war sichtlich erleichtert. Die Höllentour durch das Paradies lohnte sich für ihn. Bei seiner zweiten Teilnahme am Klassiker auf Hawaii schaffte er gleich den Sprung aufs Podium. Nach Rang vier bei seinem WM-Debüt auf Big Island galt er bei vielen als Versprechen für die Zukunft. Bald will er sich auch den Siegerkranz auf dem Ali'i Drive aufsetzen. Mit 29 Jahren zählt er zu den jüngeren Extrem-Triathleten in der Weltspitze. "Ich denke, ich werde noch den perfekten Tag haben", sagte Kienle im Hessischen Rundfunk.

Dass in Timo Bracht aus Eberbach als Neunter und dem 2005-Sieger Faris Al-Sultan aus München als Zehnter zwei weitere Deutsche unter die Top Ten kamen, ging angesichts der starken Vorstellung von Kienle beinahe unter. Ebenso das Aus für Andreas Raelert. Der als Mitfavorit gehandelte Rostocker - in den vergangenen vier Jahren immerhin viermal auf dem Podium - musste kurz nach dem Wechsel vom Rad zum Laufen wegen einer Oberschenkel-Verletzung aufgeben. Auch für Kienle lief diese Saison bisher eigentlich alles andere als gut.

Nach beachtlicher Frühform zog er sich beim Laufen einen Außenbandriss im Sprunggelenk zu. Kaum war die Verletzung überstanden, legte ihn eine bakterielle Infektion flach. Drei Monate lang musste Kienle kürzertreten. Form und gute Laune litten. Sein Comeback bei der Ironman-EM im Juli in Frankfurt lief mit Platz neun unbefriedigend. Umso bemerkenswerter, dass er im September in Las Vegas seinen WM-Titel über die halb so lange Strecke 70.3 erfolgreich verteidigte und nun in Hawaii vorne mitmischte.

"Diese Saison war unheimlich wichtig für mich", sagte er "tri-mag.de". "Wenn es nicht zusammenpasst, dann spielt der Kopf eine noch größere Rolle." Er hoffe, dass es 2014 körperlich alles passe, "und dann ist die Birne auch da: Schau'n wir mal, was dann passiert."

Die größte Show bei dem Spektakel mit rund 2000 Teilnehmern lieferte aber eine Frau. Mirinda Carfrae holte sich zum zweiten Mal nach 2010 den WM-Titel - in Rekordzeit. In 8:52:14 Stunden verbesserte sie die Marke von Chrissie Wellington. Die Britin hatte 2009 bei ihrem dritten von vier Siegen 8:54:02 Stunden gebraucht.

Im Ziel sprang sie ihrem künftigen Ehemann Tim O'Donnell aus den USA - immerhin Fünfter bei den Männern - in die Arme. "Ich kann nicht glauben, dass ich den Rekord habe", rief die 32-Jährige. "Das ist ein perfekter Tag." Herausragend war ihre Marathonzeit von 2:50:38 Stunden. Selbst unter ihren Profi-Kollegen waren nur der Belgier Bart Aernouts (2:44:03) und der Spanier Ivan Rana (2:47:54) schneller. Die Britinnen Rachel Joyce und Liz Blatchford belegten die Ränge zwei und drei. Beste Deutsche war Kristin Möller aus Erlangen als 16.

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